Baden-Baden. Biathlon-Rentnerin Magdalena Neuner, Diskuswerfer Robert Harting und der Deutschland-Achter sind die «Sportler des Jahres» 2012. Dies ergab die Abstimmung unter rund 1500 Sportjournalisten nach einer von den Olympischen Spielen in London überstrahlten Saison.
Die Sieger durften sich bei dem traditionellen Athletenfest am Sonntagabend im Kurhaus zu Baden-Baden von rund 700 rausgeputzten Gästen feiern lassen.
Für eine Kuriosität sorgte Neuner. Als Sportrentnerin setzte sie sich bei der 66. Wahl überlegen durch und verteidigte damit ihren Titel aus dem Vorjahr. Das war vor der 25-Jährigen zuletzt Sprinterin Katrin Krabbe (1990/91) gelungen. Als bislang letzte Pensionärin hatte Speerwerferin Steffi Nerius 2009 die Wahl gewonnen. «Das ist definitiv das i-Tüpfelchen meiner Karriere», sagte Neuner. Die Wallgauerin überzeugte die Kritiker auch in ihrer letzten Saison. Sie gewann zum dritten Mal den Gesamtweltcup und glänzte bei der Heim-WM in Ruhpolding mit zweimal Gold.
Neuner bekam mit 3368 Stimmen mehr als doppelt so viele wie die Zweite Angelique Kerber (1545). Bereits 2011 hatte sie Tennisspielerin Andrea Petkovic klar distanziert. Auf Rang drei landete nun Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf. Die 29-Jährige hatte nach einem packenden Finale in London Silber gewonnen, sich aber wenig später die Achillessehne gerissen.
Diskuswerfer Robert Harting (l) und Biathletin Magdalena Neuner sind die «Sportler des Jahres» 2012. Foto: Patrick Seeger
Nicht nur bei Olympia hatte Harting mehr Erfolg als Schwarzkopf. Der Goldmedaillengewinner steht als erster Leichtathlet seit Mittelstreckenläufer Nils Schumann (2000) ganz oben in der Gunst der Journalisten und errang mit dieser Ehrung einen Erfolg, der seinem früheren Disziplin-Kollegen Lars Riedel verwehrt geblieben war.
«Ich freue mich», sagte Harting. Nach seinem Olympiasieg habe er gewusst: «Ich komme wieder nach Baden-Baden.» Mit 3049 Stimmen verwies der Berliner sogar den als Favoriten gehandelten Formel-1- Dreifachweltmeister Sebastian Vettel (2578) auf Rang zwei. Der Heppenheimer, der im Vorjahr NBA-Superstar Dirk Nowitzki den Vortritt hatte lassen müssen, konnte wegen des traditionellen Saisonabschlusses «Race of Champions» in Bangkok nicht vor Ort sein. Turn-Ass Marcel Nguyen (1587) kam mit deutlichem Rückstand als Dritter noch aufs Treppchen.
Olympischen Glanz verströmte auch die «Mannschaft des Jahres». Der Deutschland-Achter ruderte nach 24-jähriger Durststrecke zum Erfolg in London und stand auch im festlichen Bénazet-Saal ganz oben. Für den Ruder-Mythos war es bereits der sechste Erfolg in der 1957 zum ersten Mal durchgeführten Wertung.
«Die Mannschaft ist sehr ausgeglichen stark. Sie arbeitet gut zusammen», lobte Trainer Ralf Holtmeyer seinen Achter. Für ihn sei das die beste Crew seiner Zeit. Die Ruder-Recken verwiesen mit 3003 Stimmen die auf der Insel ebenfalls siegreichen Beach-Volleyballer Julius Brink/Jonas Reckermann (2603) und das Hockey-Nationalteam der Männer (2071) auf die Plätze. Für Double-Sieger Borussia Dortmund als Vorjahresgewinner blieb immerhin noch Platz vier vor den Handballern des HW Kiel. (dpa)

Im Londoner Wembley-Stadion das Finale der Champions League zwischen Borussia Dortmund und Bayern München. Sind Sie auf das Duell der deutsche Spitzenvereine vorbereitet? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Champions-League-Quiz! Mehr...
Die WM-Qualifikation soll für Joachim Löw und die DFB-Auswahl nur eine Zwischenstation sein. Mehr in unserem WM-Spezial.
Hier verpassen Sie nichts: Die Rennen live - mit allen Informationen über die Teams, Strecken sowie die aktuellen Ranglisten.

Auch unterwegs bestens informiert - holen Sie sich FR-Online.de in unserer speziellen Aufbereitung aufs Handy. Neben unseren News bekommen Sie unterwegs viele Sport-Liveticker, die aktuelle Verkehrslage, das Kinoprogramm für Rhein-Main samt Bilder und Trailer, TV-Tipps und das lokale Wetter. All das ganz ohne App. Die Adresse: mobil.fr-online.de.
|
|