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21. Januar 2013

New England Patriots: Vollmers Super-Bowl-Traum geplatzt

Geballte Freude: Ray Lewis (r.) und Vonta Leach feiern Baltimores Einzug in den Super Bowl. Foto: REUTERS

Schwach gespielt, verdient verloren. Für Sebastian Vollmer und die New England Patriots ist die NFL-Saison vorbei. Im Halbfinale gab's eine Heimniederlage gegen Baltimore. Der Super Bowl 2013 wird somit zu einer Familien-Angelegenheit der Trainer John und Jim Harbaugh.

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Schwach gespielt, verdient verloren. Für Sebastian Vollmer und die New England Patriots ist die NFL-Saison vorbei. Im Halbfinale gab's eine Heimniederlage gegen Baltimore. Der Super Bowl 2013 wird somit zu einer Familien-Angelegenheit der Trainer John und Jim Harbaugh.

Boston –  

Sebastian Vollmers Traum vom Super Bowl ist geplatzt, das erste Trainer-Duell zweier Brüder im Endspiel der National Football League (NFL) hingegen perfekt. Mit 13:28 mussten sich Vollmers New England Patriots am Sonntagabend (Ortszeit) im Halbfinal-Heimspiel den Baltimore Ravens geschlagen geben. Im Endspiel am 3. Februar steht Ravens-Coach John Harbaugh nun seinem 15 Monate jüngeren Bruder Jim gegenüber. Dieser hatte zuvor die traditionsreichen San Francisco 49ers mit einem 28:24-Sieg bei den Atlanta Falcons erstmals seit 1995 wieder in den Super Bowl gefühlt.

Vollmers Zukunft offen

„Wir wollen nichts auf dem Tisch liegen lassen, denn wenn du verlierst, gehste nach Hause“, hatte Vollmer noch im Vorfeld der Partie gegenüber der Nachrichtenagentur dpa angekündigt. Nach der verdienten Niederlage gegen die Ravens schlich der 143-Kilo-Koloss aus Kaarst gedankenverloren vom Platz. Den Helm trug der 28-Jährige in seiner linken Hand, sein Blick schweifte noch einmal über die Ränge. Es könnte sein letzter Auftritt im Patriots-Trikot gewesen sein. Vollmers Vier-Jahres-Vertrag endet, die Zukunft ist offen.

Zehn Meter vor dem Deutschen verschwand Quarterback Tom Brady in den Katakomben. Der Spielmacher der Patriots hatte in den letzten sieben Minuten der Partie gleich zwei Fehlpässe geworfen und somit die kleine Hoffnung der Hausherren auf eine Aufholjagd zerstört.

„Wir sind in der wichtigen Phase einfach nicht entscheidend durchgekommen und haben eine große Chance heute liegengelassen“, betonte Brady. Patriots-Trainer Bill Belichick sprach von einem „enttäuschenden Ende einer insgesamt sehr positiven Saison“. Man habe einfach nicht genug getan, um zu gewinnen, zu viele Punkte erlaubt und zu wenige eigene erzielt, kritisierte er.

Phelps in der Kabine

Sein Ravens-Pendant John Harbaugh freute sich hingegen über einen „Team-Sieg. Es geht immer ums Team, Team, Team“, sagte der 50-Jährige, der zur Siegesfeier Schwimm-Star und Rekord-Olympionike Michael Phelps - der aus Baltimore kommt - in der Kabine begrüßen konnte.

Vor einem Jahr hatten seine Ravens im Halbfinale bei den Patriots noch unglücklich mit 20:23 verloren - nun gelang die Revanche. 13:7 hatte New England nach einer von beiden Defensivreihen geprägten ersten Halbzeit geführt. Eigentlich ein gutes Omen, denn nach einer Halbzeit-Führung hatten die Patriots in 67 Heimspielen der Ära Brady/Belichick nie verloren. Doch diesmal riss die Serie.

Baltimore gelangen nach dem Wechsel drei Touchdowns. Die Gastgeber hingegen kamen offensiv nicht mehr durch - unter anderem, weil Ravens-Routinier Ray Lewis im vorletzten Spiel seiner 17-jährigen NFL-Karriere die Defensive zusammenhielt. Lewis - von Beginn an ein Raven - hatte bereits 2001 mit Baltimore den Super Bowl gewonnen.

Als er in die Liga kam, lag der letzte Meistertitel der San Francisco 49ers gerade 18 Monate zurück - mittlerweile sind daraus 18 Jahre geworden. Jetzt hat das Traditionsteam wieder eine Chance, Champion zu werden. Trotz eines 0:17-Rückstands im zweiten Viertel gewannen die Kalifornier in Atlanta noch 28:24. „Jeder Spieler bringt seinen kleinen Teil ein und das summiert sich dann zum großen Teamerfolg“, meinte Jim Harbaugh.

"Har(bowl)"

Er hatte mit dem Finaleinzug vorgelegt, „big brother“ John knapp dreieinhalb Stunden später nachgezogen. In der amerikanische Presse ist längst nicht mehr vom Super Bowl die Rede, sondern vom Har(bowl).

Das Finalduell von Jim und John wird in den kommenden zwei Wochen im medialen Mittelpunkt stehen. „Ich weiß nicht, ob wir jemals einen solchen großen Traum hatten“, meinte John Harbaugh. Man habe einige Träume gehabt, aber ebenso auch einige Prügeleien und Streitereien, erinnert er sich und fügte an: „Wir werden versuchen, dem Ganzen aus dem Weg zu gehen. Sollen es doch beide Teams so gut es geht untereinander ausfechten.“ Im bislang einzigen Duell der Brüder gewann er mit den Ravens im November 2011 mit 16:6. (dpa)

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