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19. Dezember 2013

Olympische Spiele Sotschi: Obamas Geniestreich

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Billy Jean King wird für die USA im Februar nach Sotschi reisen.  Foto: REUTERS

Der US-amerikanische Präsident setzt mit der Nominierung der bekennenden Lesbe Billie Jean King für die Olympia-Delegation ein eindeutiges Zeichen.

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Neulich unterhielt sich Billie Jean King mit einer Sportreporterin der Zeitung „USA Today“ und seufzte: „Ich wünschte mir, ich wäre wieder 21 und bei den Olympischen Spielen dabei.“ Die Sache mit den jungen Jahren wird nicht klappen, die zierliche Dame hat vor kurzem ihren 70. Geburtstag gefeiert. Doch der Wunsch nach einer Teilnahme an Olympia wird sich erfüllen. Präsident Barack Obama hat die offen lesbisch lebende Frau zum Mitglied der offiziellen US-Delegation für die Winterspiele in Sotschi ernannt. Ein besseres Zeichen seiner Kritik an russischen Gesetzen, die Homosexuelle diskriminieren, hätte Obama gar nicht setzen können. Ein Geniestreich sei dem Präsidenten gelungen, hieß es in US-Medien. Wahrscheinlich ist das sogar so: Die Anwesenheit einer der erfolgreichsten Tennisspielerinnen der Geschichte, die sich seit vielen Jahren für die Gleichberechtigung Homosexueller engagiert, dürfte Olympia-Gastgeber Wladimir Putin deutlich mehr wurmen als die Ankündigung des deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck, gar nicht erst nach Sotschi reisen zu wollen.

Kämpferin für die Gleichberechtigung

Billie Jean King spielte nicht nur Tennis, sie gewann nicht nur 20 Mal das Turnier von Wimbledon. Die 1943 in Long Beach/Kalifornien geborene Frau war vor allem eine Kämpferin für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen im Sport. Längst legendär ist der sogenannte „Kampf der Geschlechter“, ein Tennismatch, in dem Billie Jean King im Jahr 1973 ihren Gegner Bobby Riggs schlug. Heute lebt Billie Jean King mit ihrer Lebensgefährtin Ilana Kloss wechselweise in New York und Chicago. Sie ist eine wichtige Stimme für die Rechte von Homosexuellen in den USA geworden. Nun bekommt sie Gelegenheit, dieses Anliegen gewissermaßen zu exportieren.

Obama, der übrigens selbst nicht nach Sotschi fährt und auch kein aktives Regierungsmitglied fahren lässt, hat mit der Besetzung der US-Delegation den Sport zu einem Instrument seiner Außenpolitik gemacht. Billie Jean Kings Entsendung ist ein subtiles Zeichen der Missbilligung, dass Putin dem früheren NSA-Mitarbeiter Edward Snowden Asyl gewährt hat.

Von dem ehemaligen Tennisstar Billie Jean King ist einiges zu erwarten. In dem Gespräch mit „USA Today“ sagte sie: „Manchmal denke ich, dass wir einen John-Carlos-Moment brauchen.“ Das war der US-Leichtathlet, der 1968 bei den Olympischen Spielen in Mexiko die Bronzemedaille im 200-Meter-Lauf gewann und während der Siegerehrung mit nach oben gereckter Faust gegen die Diskriminierung von Afro-Amerikanern protestierte. Billie Jean King hat noch nicht verraten, ob sie Ähnliches im Sinn hat. Sie hat aber noch ein paar Wochen Zeit zu überlegen.

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