Das sind Überschriften nach dem Geschmack eines Politikers: "Danckert macht Druck." Titelte diese Woche Die Welt. Weil besagter Peter Danckert, SPD-Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des Sportausschusses, gerade die Verbandsspitze der Reiterlichen Vereinigung (FN) aufs Korn nimmt. Die gibt beim Thema Doping im Reitsport eine mindestens unglückliche Figur ab. Und Danckert, der Offensiv-Allrounder der deutschen Sportpolitik, führt die Opposition an, die es neuerdings in der FN geben soll. Eine seiner Rollen: Präsident des Landesverbandes Pferdesport Berlin-Brandenburg.
Dreimal in Folge hat der gebürtige Berliner den Wahlkreis 63 − Dahme-Spreewald, Teltow-Fläming III, Oberspreewald-Lausitz I − direkt erobert. Am 27. September soll es wieder klappen. Danckert hat gute Aussichten, sich Genosse Trend, oder besser: dem Trend bei den Genossen, zu widersetzen. Der 69-jährige Anwalt ist gewiss kein sozialdemokratischer Karl-Theodor zu Guttenberg, aber doch ein kleiner Star unter den SPD-Abgeordneten.
Der kräftige Mann mit dem kantigen Gesicht weiß auf der PR-Klaviatur zu spielen
Die Zeit, als kaum einer wusste, dass es so etwas wie einen Sportausschuss des Deutschen Bundestags überhaupt gibt, liegt noch nicht lange zurück. Seit Danckert im November 2005 dort den Vorsitz übernahm, ist das anders. Der kräftige Mann mit dem kantigen Gesicht und dem dichten, ergrauten Schopf versteht etwas von Öffentlichkeitsarbeit. Es sei "fünf nach Zwölf", sagt er zu den Zuständen im Reiterverband, und man versteht sofort: Da geht einer ran, da will einer ausmisten im faulig müffelnden Pferdestall! Danckert, der Saubermann.
Seit elf Jahren sitzt der Vater von vier Kindern nun im Bundestag, aber zum Promi-Status haben ihm erst jüngst zwei große sportpolitischen Kontroversen verholfen: wie mit Doping und wie mit Menschenrechtsverletzungen in Tibet hinsichtlich der Olympischen Spiele von Peking umzugehen sei. In beiden Fällen focht Peter Danckert in vorderster Linie für das Wahre und Gute − denn nur dort wird man auch gesehen.
Als sich der Deutsche Olympische Sportbund nach den März-Unruhen in Lhasa für die Olympia-Teilnahme entschieden hatte, kritisierte er den Entschluss als voreilig. Dass er fast zur selben Zeit die Pekingreise einer Delegation des Sportausschusses unter seiner Leitung ankündigte, kommentierte der nicht zu übermäßiger Süffisanz neigende DOSB-Präsident Thomas Bach so: Dazu gehöre "eine gewisse Chuzpe".
Wenn es ums große Ganze geht, verrutschen bei Peter Danckert schon mal die Maßstäbe. Als er sich für die ins Gerede gekommenen Sponsoren-Einladungen zum Fußball in de Bresche warf, zog er fein säuberlich die Grenze des Zulässigen: Ein zehntägiger Business-Class-Trip zu den Spielen nach Peking sei als Einladung sicher nicht angemessen. Das ist wohl richtig. Doch sind es zugleich große Worte für einen, der selbst mit Ausschusskollegen auf Staatskosten zur Megashow des Weltsports nach China flog.
Auch Kritiker sprechen Danckert nicht ab, dass er in seiner Rolle als Deutschlands heimlicher zweiter Sportminister half, wichtige Themen auf die Agenda zu setzen. Er zählte zu den ersten, die im Zuge der Radsport-Enthüllungen eine gesetzliche Verschärfung im Antidopingkampf forderten. Und er ging anfangs weiter als die meisten: Es brauche ein Gesetz, sagte Danckert im Sommer 2006, das den Besitz von Dopingmitteln bei Sportlern unter Strafe stelle. "Alles andere bringt nichts und ist nur der Versuch, der Öffentlichkeit den Eindruck zu vermitteln, man würde genug tun."
Die Verabschiedung der von vielen für unzureichend gehaltenen Änderung des Arzneimittelrechts ein Jahr später feierte der Sozialdemokrat im Bundestag dann als "Meilenstein". Es war der Versuch, der Öffentlichkeit den Eindruck zu vermitteln, man würde genug tun. Von der Strafbarkeit jeglichen Dopingmittelbesitzes war in der Novelle keine Rede mehr. Und auch der Sachverhalt des Sportbetrugs hatte es nicht ins Gesetz geschafft.
Eine Bettvorleger-Landung für die zu kurz gesprungene Ausschussmehrheit aus CDU und SPD, die das gesetzgeberische Flickwerk auf den Weg gebracht hatte. Außer dem wachsweichen Hinweis, es bleibe noch mancherlei zu tun, war von Danckert in der Sache fortan nichts mehr zu hören.
Er zeigt ohnehin eine gewisse Neigung zum Themen-Hopping. Kocht eine Sport-Kontroverse hoch in der Republik, darf man sicher sein, dass alsbald der melodiöse Bass-Bariton aus Berlin erklingt. Danckert hat immer eine Meinung. Auch im Indizien-Dopingfall Claudia Pechstein. Da riet er der Nationalen Antidopingagentur in Bonn, sie möge doch der Eisschnellläuferin mit den auffälligen Blutwerten die von ihr erbetene Unterstützung − eine sechswöchige medizinische Untersuchung unter Quarantäne − angedeihen lassen.
Die Konsequenzen seiner Worte bedenkt der politische Spätstarter nicht immer
Dass die Nada dazu weder räumlich noch organisatorisch in der Lage ist, muss Nada-Kuratoriumsmitglied Danckert irgendwie entgangen sein. Mal ganz abgesehen davon, dass die Bonner Stiftung in dieser bizarren Konstellation fahrlässig ihre Reputation aufs Spiel setzen würde. Auch dass Pechsteins Lager mit dem seltsamen Ansinnen erkennbar nur an den Stammtischen punkten wollte, muss man Danckert vorenthalten haben.
Der politische Spätstarter, der im reiferen Alter von 58 Jahren erstmals in den Bundestag einzog, gilt als impulsiv, auch als cholerisch. Prominente Ex-Mandanten wie Tennis-Queen Steffi Graf und DDR-Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski verraten einen latenten Hang zur Selbstinszenierung. Danckert gilt als einer, der nicht unbedingt über die Konsequenzen dessen nachdenkt, was ihm seine sprunghafte Natur gerade zu sagen und zu tun eingibt.
Das ist gut, wenn es darum geht, der Politik Gehör zu verschaffen. Und schlecht, weil bei Ausbleiben solider Ergebnisse schnell der Verdacht aufkommen kann, dass da einer den Mund ganz schön voll nimmt.
Es scheint Peter Danckert politisch nicht zu schaden. Sein Geschäftsmodell trägt. Die Ermahnung an die Nada, sie möge Frau Pechstein frisches Eis machen, schickte er per E-Mail an ausgewählte Redaktionen und Journalisten. Größte Zielgruppe: die Lokal- und Regionalblätter im Wahlkreis 63. Die Botschaft, ganz im Sinn der im Spreewald zuverlässig populären Athletin aus Berlin-Marzahn lautet: Danckert macht Druck!
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 81 | ||
| 2 | Bayern München | 77:22 | 73 | ||
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 64 | ||
| 4 | B. Mönchengladbach | 49:24 | 60 | ||
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 54 | ||
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 53 | ||
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | 48 | ||
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | 44 | ||
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | 42 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | 42 | ||
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | 41 | ||
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | 40 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 47:51 | 39 | ||
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | 38 | ||
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | 36 | ||
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | 31 | ||
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | 30 | ||
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | 23 | ||
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Real Madrid | 121:32 | 100 | ||
| 2 | FC Barcelona | 114:29 | 91 | ||
| 3 | FC Valencia | 59:44 | 61 | ||
| 4 | FC Malaga | 54:53 | 58 | ||
| 5 | Atletico Madrid | 53:46 | 56 | ||
| 6 | UD Levante | 54:50 | 55 | ||
| 7 | CA Osasuna | 44:61 | 54 | ||
| 8 | RCD Mallorca | 42:46 | 52 | ||
| 9 | FC Sevilla | 48:47 | 50 | ||
| 10 | Athletic Bilbao | 49:52 | 49 | ||
| 11 | Real Sociedad | 46:52 | 47 | ||
| 12 | Real Betis Sevilla | 47:56 | 47 | ||
| 13 | FC Getafe | 40:51 | 47 | ||
| 14 | Espanyol Barcelona | 46:56 | 46 | ||
| 15 | Rayo Vallecano | 53:73 | 43 | ||
| 16 | Real Saragossa | 36:61 | 43 | ||
| 17 | FC Granada | 35:56 | 42 | ||
| 18 | FC Villarreal | 39:53 | 41 | ||
| 19 | Sporting Gijon | 42:69 | 37 | ||
| 20 | Racing Santander | 28:63 | 27 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Manchester City | 93:29 | 89 | ||
| 2 | Manchester United | 89:33 | 89 | ||
| 3 | FC Arsenal | 74:49 | 70 | ||
| 4 | Tottenham Hotspur | 66:41 | 69 | ||
| 5 | Newcastle United | 56:51 | 65 | ||
| 6 | FC Chelsea | 65:46 | 64 | ||
| 7 | FC Everton | 50:40 | 56 | ||
| 8 | FC Liverpool | 47:40 | 52 | ||
| 9 | FC Fulham | 48:51 | 52 | ||
| 10 | West Bromwich Albion | 45:52 | 47 | ||
| 11 | Swansea City | 44:51 | 47 | ||
| 12 | Norwich City | 52:66 | 47 | ||
| 13 | AFC Sunderland | 45:46 | 45 | ||
| 14 | Stoke City | 36:53 | 45 | ||
| 15 | Wigan Athletic | 42:62 | 43 | ||
| 16 | Aston Villa | 37:53 | 38 | ||
| 17 | Queens Park Rangers | 43:66 | 37 | ||
| 18 | Bolton Wanderers | 46:77 | 36 | ||
| 19 | Blackburn Rovers | 48:78 | 31 | ||
| 20 | Wolverhampton Wand. | 40:82 | 25 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SV Sandhausen | 57:42 | 66 | ||
| 2 | VfR Aalen | 50:42 | 64 | ||
| 3 | Jahn Regensburg | 55:41 | 61 | ||
| 4 | 1. FC Heidenheim | 48:36 | 60 | ||
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 54:41 | 59 | ||
| 6 | Burghausen | 55:47 | 57 | ||
| 7 | VfL Osnabrück | 46:35 | 55 | ||
| 8 | Kickers Offenbach | 49:41 | 55 | ||
| 9 | Chemnitzer FC | 47:43 | 55 | ||
| 10 | 1. FC Saarbrücken | 61:51 | 54 | ||
| 11 | VfB Stuttgart II | 44:47 | 50 | ||
| 12 | Preußen Münster | 40:44 | 50 | ||
| 13 | Arminia Bielefeld | 51:57 | 50 | ||
| 14 | Darmstadt 98 | 51:47 | 49 | ||
| 15 | Unterhaching | 63:59 | 44 | ||
| 16 | Wiesbaden | 40:48 | 44 | ||
| 17 | SV Babelsberg | 44:59 | 44 | ||
| 18 | Carl Zeiss Jena | 39:59 | 39 | ||
| 19 | Oberhausen | 33:47 | 38 | ||
| 20 | Werder Bremen II | 29:70 | 22 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | EHC Dortmund | 151:45 | 58 | ||
| 2 | EC Bad Nauheim | 162:43 | 56 | ||
| 3 | Kassel Huskies | 145:57 | 51 | ||
| 4 | EV Duisburg | 133:46 | 44 | ||
| 5 | Löwen Frankfurt | 112:67 | 40 | ||
| 6 | Hammer Eisbären | 98:82 | 40 | ||
| 7 | Ratinger Ice Aliens | 109:76 | 34 | ||
| 8 | Königsborner JEC | 90:109 | 33 | ||
| 9 | ESC Moskitos Essen | 62:118 | 18 | ||
| 10 | Herforder EV | 71:175 | 16 | ||
| 11 | EHC Krefeld | 42:158 | 3 | ||
| 12 | EHC Netphen 08 | 35:234 | 3 | ||
| Mannschaft | Körbe | Punkte | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Brose Baskets | 3033 | : | 2387 | 60 | |
| 2 | ratiopharm Ulm | 2778 | : | 2539 | 54 | |
| 3 | ALBA Berlin | 2825 | : | 2478 | 52 | |
| 4 | Artland Dragons | 2870 | : | 2655 | 48 | |
| 5 | FC Bayern München | 2672 | : | 2513 | 44 | |
| 6 | s.Oliver Baskets | 2431 | : | 2295 | 40 | |
| 7 | NY P. Braunschweig | 2645 | : | 2651 | 36 | |
| 8 | Baskets Bonn | 2730 | : | 2618 | 36 | |
| 9 | FRAPORT SKYLINERS | 2347 | : | 2337 | 34 | |
| 10 | Oldenburg | 2736 | : | 2755 | 32 | |
| 11 | Eisbären Bremerhaven | 2626 | : | 2731 | 32 | |
| 12 | Tigers Tübingen | 2628 | : | 2719 | 30 | |
| 13 | BBC Bayreuth | 2357 | : | 2643 | 24 | |
| 14 | TBB Trier | 2297 | : | 2509 | 22 | |
| 15 | Phoenix Hagen | 2689 | : | 3016 | 22 | |
| 16 | EnBW Ludwigsburg | 2601 | : | 2655 | 20 | |
| 17 | Gießen 46ers | 2341 | : | 2645 | 18 | |
| 18 | BG Göttingen | 2327 | : | 2787 | 8 | |
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