Wenn Sportler in die Jahre kommen, erleben ihre Fans zuweilen recht tragische Geschichten. Zuletzt hat der langjährige Frontmann der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vorgeführt, wie peinlich es enden kann, wenn Idole selbst nicht wahrhaben wollen, dass sie über ihren Zenit hinweg sind. Die Art und Weise, in der sich Michael Ballack schließlich ungebührlich abservieren lassen musste, gilt als aktuellste Version eines verpassten Karriereendes.
Ausgerechnet seit dem Neujahrstag bahnt sich nun die nächste Demontage eines deutschen Sportstars an. Martin Schmitt, 33, der in Garmisch-Partenkirchen das interne Duell und damit den Platz für die beiden restlichen Springen der Vierschanzentournee an den früheren Junioren-Weltmeister Andreas Wank, 23, verloren hatte, packte gerade seine Siebensachen für die Heimfahrt, als sein Bundestrainer Werner Schuster in höflichstmöglicher Form kaum weniger vortrug als den Weltcupabschied Schmitts.
Startverbot für Schmitt?
Mit Gregor Schlierenzauer ist beim Wettanbieter bwin kaum noch etwas zu verdienen. Der Österreicher wird als Topfavorit auf den Gesamtsieg mit einer Quote von 12,50 für 10 geführt. Neben Schlierenzauer wird nur seinem Landsmann Andreas Kofler (40,00 für 10) noch eine Chance auf den ersten Platz eingeräumt. Hinter Vorjahressieger Thomas Morgenstern (Österreich/210,00) folgt Severin Freund auf Position vier (260,00).
Sollte der 21-jährige Schlierenzauer alle vier Springen gewinnen, wird eine Quote von 40,00 ausbezahlt. Dieses Kunststück ist bislang allerdings nur Sven Hannawald 2001 geglückt. Für drei Siege von Schlierenzauer führen die Buchmacher eine Quote von 27,50.
„An sich ist er schon noch ein Weltcupspringer. Wir werden mal sehen, wann wir wieder einen Platz für ihn freimachen können“, sagte Schuster, „dafür muss er aber definitiv besser springen. Ich kann ja nicht irgendeinen einfach raustun.“
Dann schob er noch so etwas wie ein Startverbot für den Routinier nach: Sogar eine Nominierung für die zweite Liga des Skispringens, den Continentalcup sei unwahrscheinlich. „Wir brauchen unsere dortige Quote als Ausbildungsplätze, weil wir eine Mannschaft für die Zukunft aufbauen müssen“, sagte er, „wir haben da schon eine verzwickte Situation mit Georg Späth, der nicht aufgibt und auch nicht weiterkommt.“
Schließlich hatte Schuster noch einen Trost für den Springer sowie seine Fans bereit, denen er schließlich die einzige Konstante des deutschen Skispringens aus dem vergangenen Jahrzehnt stilllegt: „Das Leben wird auch ohne Martin weitergehen.“
Immerhin tapfer gekämpft
Zumindest in der Grundsätzlichkeit kommt Schusters Resolutheit in der Personalie überraschend. Noch zeigen sich seine nachkommenden Hoffnungsträger Severin Freund und Richard Freitag nicht stabil genug, um das Vertrauen in eine Reanimation der alten Erfolgsära zu schüren.
Beide haben zwar binnen eines Jahres Weltcupspringen gewonnen, sich aber auch immer wieder ihre Auszeiten genommen. Bei der Tournee rangiert Freund, 23, vor dem Springen in Innsbruck morgen auf Rang fünf der Gesamtwertung, der junge Freitag gar enttäuschte nach starkem Saisonbeginn bisher und wird nur auf Position 19 geführt.
1. JANNE AHONEN (FINNLAND) „Eisberg“, „Finnair“ oder einfach nur der beste Skispringer der Geschichte. Der Finne gewann fünf Tourneen - Rekord. „Wenn ich ein alter Mann bin, werde ich auf diese Marke verdammt stolz sein“, sagt Ahonen. Trat 2008 zurück, kam wieder und wurde 2009/2010 Gesamt-Zweiter. Leerte im März 2005 einmal 24 Dosen Bier mit Risto Jussilainen und flog am nächsten Tag in Planica auf 240 Meter.
2. SVEN HANNAWALD (HINTERZARTEN) Gewann die Tournee nur einmal. Doch der Winter 2001/02 bleibt unvergessen: „Ich hatte einen Lauf, den man nur schwer planen kann“, sagt Hannwald heute über seinen historischen Vierfach-Triumph. Unglaubliche 14,89 Millionen Zuschauer saßen vor dem Fernseher, als Hannawald in Bischofshofen zum letzten Sprung ansetzte. Wurde Deutschlands Sportler des Jahres und Skisprung-Legende.
3. BJÖRN WIRKOLA (NORWEGEN) Holte von 1967 bis 1969 als bislang einziger Skispringer drei Gesamtsiege in Folge. Gewann insgesamt zehn Tournee-Springen, mehr schaffte keiner. War ein Sport-Allrounder, wie er im Buche steht: Bei Olympia 1964 startete er noch in der Nordischen Kombination, später wurde er Profifußballer: Als Stürmer von Rosenborg Trondheim gewann Wirkola 1971 das norwegische Double.
4. JENS WEISSFLOG (OBERWIESENTHAL) Vier Tourneesiege machten den „Floh vom Fichtelberg“ zum Skisprung-Helden in Ost und West. Seinen letzten Erfolg holte er 1996, stolze zwölf Jahre nach Gesamtsieg Nummer eins. Trat anschließend zurück und verabschiedete sich im Sommer mit einem Abschiedsspringen auf der Fichtelbergsschanze in seiner Heimat Oberwiesenthal. Das Ergebnis: 102 Meter, Schanzenrekord.
5. NORIAKI KASAI (JAPAN) Gewann die Tournee nie und ist doch einer der ganz Großen: Zum 21. Mal nimmt der 39-Jährige in diesem Winter an der Traditionsveranstaltung teil - absoluter Rekord. In der Gesamtwertung wurde er 1993 und 1999 Zweiter, zweimal gewann er das Neujahrsspringen in Garmisch.
1. YUKIO KASAYA (JAPAN) Gewann 1971/72 die ersten drei Tournee-Springen. Dann rief die Pflicht: In Japan begann die Vorbereitung auf Olympia im heimischen Sapporo. Kasaya reist brav ab und überließ den Gesamtsieg dem Norweger mit dem schönen Namen Ingolf Mork. Immerhin: In Sapporo holte Kasaya Gold. Einen Weltcup gewann er nie wieder.
2. SIMON AMMANN (SCHWEIZ) Der Unvollendete. Viermal Olympia-Gold, Gesamtweltcup, WM-Titel: Der Schweizer hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Bis auf die Vierschanzentournee. „Der Mythos wird immer stärker, je weniger Chancen ich noch habe. Die Tournee war bisher eine Knacknuss für mich“, sagt der 30-Jährige, der zweimal Zweiter wurde und diesen Winter einen neuen Anlauf wagt.
3. EDDIE THE EAGLE (GROSSBRITANNIEN) Heißt eigentlich Michael Edwards, weiß aber kein Mensch. Trat 1988 bei der Tournee auf den Plan und eroberte als schlechtester Skispringer der Geschichte die Herzen der Fans. 1989 stürzte der Spaßvogel in Innsbruck und brach sich das Schlüsselbein. Berühmteste Handbewegung: das Putzen der Brille. Edwards war weitsichtig und auf starke Augengläser angewiesen.
4. MARTIN SCHMITT (FURTWANGEN) Gewann 1998, 1999 und 2000 das Auftaktspringen in Oberstdorf - und verpasste jeweils den Gesamtsieg. So wie bei allen seinen bislang 15 Teilnahmen. Nun geht er zum 16. und vieleicht letzten Mal an den Start. So viel scheint klar: Nach ganz oben wird es auch diesmal nicht reichen.
5. MATTI NYKÄNEN (FINNLAND) Hatte zwei große Gegner: Jens Weißflog und den Alkohol. Der Hobby-Sänger, der sogar eine Goldene Schallplatte gewann, feierte zwar zwei Tournee-Triumphe in den Jahren 1983 und 1988, schaffte aber nie den Absprung ins richtige Leben. Schlagzeilen von Alkoholexzessen und die Verurteilung zu 26 Monaten Haft nach einem Angriff auf einen Freund bleiben haften. 2006 kam ein Film über das Leben des heute 48-Jährigen in die Kinos. (sid)
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 81 | ||
| 2 | Bayern München | 77:22 | 73 | ||
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 64 | ||
| 4 | B. Mönchengladbach | 49:24 | 60 | ||
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 54 | ||
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 53 | ||
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | 48 | ||
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | 44 | ||
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | 42 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | 42 | ||
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | 41 | ||
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | 40 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 47:51 | 39 | ||
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | 38 | ||
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | 36 | ||
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | 31 | ||
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | 30 | ||
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | 23 | ||
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Real Madrid | 121:32 | 100 | ||
| 2 | FC Barcelona | 114:29 | 91 | ||
| 3 | FC Valencia | 59:44 | 61 | ||
| 4 | FC Malaga | 54:53 | 58 | ||
| 5 | Atletico Madrid | 53:46 | 56 | ||
| 6 | UD Levante | 54:50 | 55 | ||
| 7 | CA Osasuna | 44:61 | 54 | ||
| 8 | RCD Mallorca | 42:46 | 52 | ||
| 9 | FC Sevilla | 48:47 | 50 | ||
| 10 | Athletic Bilbao | 49:52 | 49 | ||
| 11 | Real Sociedad | 46:52 | 47 | ||
| 12 | Real Betis Sevilla | 47:56 | 47 | ||
| 13 | FC Getafe | 40:51 | 47 | ||
| 14 | Espanyol Barcelona | 46:56 | 46 | ||
| 15 | Rayo Vallecano | 53:73 | 43 | ||
| 16 | Real Saragossa | 36:61 | 43 | ||
| 17 | FC Granada | 35:56 | 42 | ||
| 18 | FC Villarreal | 39:53 | 41 | ||
| 19 | Sporting Gijon | 42:69 | 37 | ||
| 20 | Racing Santander | 28:63 | 27 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Manchester City | 93:29 | 89 | ||
| 2 | Manchester United | 89:33 | 89 | ||
| 3 | FC Arsenal | 74:49 | 70 | ||
| 4 | Tottenham Hotspur | 66:41 | 69 | ||
| 5 | Newcastle United | 56:51 | 65 | ||
| 6 | FC Chelsea | 65:46 | 64 | ||
| 7 | FC Everton | 50:40 | 56 | ||
| 8 | FC Liverpool | 47:40 | 52 | ||
| 9 | FC Fulham | 48:51 | 52 | ||
| 10 | West Bromwich Albion | 45:52 | 47 | ||
| 11 | Swansea City | 44:51 | 47 | ||
| 12 | Norwich City | 52:66 | 47 | ||
| 13 | AFC Sunderland | 45:46 | 45 | ||
| 14 | Stoke City | 36:53 | 45 | ||
| 15 | Wigan Athletic | 42:62 | 43 | ||
| 16 | Aston Villa | 37:53 | 38 | ||
| 17 | Queens Park Rangers | 43:66 | 37 | ||
| 18 | Bolton Wanderers | 46:77 | 36 | ||
| 19 | Blackburn Rovers | 48:78 | 31 | ||
| 20 | Wolverhampton Wand. | 40:82 | 25 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SV Sandhausen | 57:42 | 66 | ||
| 2 | VfR Aalen | 50:42 | 64 | ||
| 3 | Jahn Regensburg | 55:41 | 61 | ||
| 4 | 1. FC Heidenheim | 48:36 | 60 | ||
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 54:41 | 59 | ||
| 6 | Burghausen | 55:47 | 57 | ||
| 7 | VfL Osnabrück | 46:35 | 55 | ||
| 8 | Kickers Offenbach | 49:41 | 55 | ||
| 9 | Chemnitzer FC | 47:43 | 55 | ||
| 10 | 1. FC Saarbrücken | 61:51 | 54 | ||
| 11 | VfB Stuttgart II | 44:47 | 50 | ||
| 12 | Preußen Münster | 40:44 | 50 | ||
| 13 | Arminia Bielefeld | 51:57 | 50 | ||
| 14 | Darmstadt 98 | 51:47 | 49 | ||
| 15 | Unterhaching | 63:59 | 44 | ||
| 16 | Wiesbaden | 40:48 | 44 | ||
| 17 | SV Babelsberg | 44:59 | 44 | ||
| 18 | Carl Zeiss Jena | 39:59 | 39 | ||
| 19 | Oberhausen | 33:47 | 38 | ||
| 20 | Werder Bremen II | 29:70 | 22 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | EHC Dortmund | 151:45 | 58 | ||
| 2 | EC Bad Nauheim | 162:43 | 56 | ||
| 3 | Kassel Huskies | 145:57 | 51 | ||
| 4 | EV Duisburg | 133:46 | 44 | ||
| 5 | Löwen Frankfurt | 112:67 | 40 | ||
| 6 | Hammer Eisbären | 98:82 | 40 | ||
| 7 | Ratinger Ice Aliens | 109:76 | 34 | ||
| 8 | Königsborner JEC | 90:109 | 33 | ||
| 9 | ESC Moskitos Essen | 62:118 | 18 | ||
| 10 | Herforder EV | 71:175 | 16 | ||
| 11 | EHC Krefeld | 42:158 | 3 | ||
| 12 | EHC Netphen 08 | 35:234 | 3 | ||
| Mannschaft | Körbe | Punkte | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Brose Baskets | 3033 | : | 2387 | 60 | |
| 2 | ratiopharm Ulm | 2778 | : | 2539 | 54 | |
| 3 | ALBA Berlin | 2825 | : | 2478 | 52 | |
| 4 | Artland Dragons | 2870 | : | 2655 | 48 | |
| 5 | FC Bayern München | 2672 | : | 2513 | 44 | |
| 6 | s.Oliver Baskets | 2431 | : | 2295 | 40 | |
| 7 | NY P. Braunschweig | 2645 | : | 2651 | 36 | |
| 8 | Baskets Bonn | 2730 | : | 2618 | 36 | |
| 9 | FRAPORT SKYLINERS | 2347 | : | 2337 | 34 | |
| 10 | Oldenburg | 2736 | : | 2755 | 32 | |
| 11 | Eisbären Bremerhaven | 2626 | : | 2731 | 32 | |
| 12 | Tigers Tübingen | 2628 | : | 2719 | 30 | |
| 13 | BBC Bayreuth | 2357 | : | 2643 | 24 | |
| 14 | TBB Trier | 2297 | : | 2509 | 22 | |
| 15 | Phoenix Hagen | 2689 | : | 3016 | 22 | |
| 16 | EnBW Ludwigsburg | 2601 | : | 2655 | 20 | |
| 17 | Gießen 46ers | 2341 | : | 2645 | 18 | |
| 18 | BG Göttingen | 2327 | : | 2787 | 8 | |
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