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11. Januar 2011

Teure TSG Hoffenheim: Der Finanzjongleur

 Von Tobias Schächter
Dietmer Hopp hat viel Geld reingebuttert in seine TSG.  Foto: dpa

Dietmar Hopp hat 240 Millionen Euro in einen Klub investiert, der dennoch rote Zahlen schreibt. Riskante Transfers und teure Verträge haben den Verein tief in die Schulden geritten.

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Dietmar Hopp hat 240 Millionen Euro in einen Klub investiert, der dennoch rote Zahlen schreibt. Riskante Transfers und teure Verträge haben den Verein tief in die Schulden geritten.

Den Namen Roberto Firmino kannten bis vor kurzem in Europa nur wenige Scouts einiger Fußballklubs und einige Spielervermittler. Erst 19 Jahre alt ist der schmächtige Mittelfeldspieler, der sein Talent bislang in Brasiliens zweiter Liga zeigte. Der TSG 1899 Hoffenheim war Firmino nun die nicht dementierte Ablösesumme von geschätzten vier Millionen Euro wert. Das ist viel Geld für einen Jungen, der ein Versprechen ist - mehr noch nicht. Nach den Transferflops mit dem Brasilianer Wellington und dem Argentinier Zuculini, die die TSG rund zehn Millionen Euro gekostet haben sollen, waren Risikotransfers aus Südamerika eigentlich tabu in Nordbaden.

Noch seltsamer erscheint diese riskante Investition nach einem Interview, das Dietmar Hopp jetzt der Rhein-Neckar-Zeitung gewährt hat. Hopp gibt dieser Tage ja viele Interviews, es ist ja auch viel los in Hoffenheim und bei der TSG 1899, die der milliardenschwere SAP-Mitgründer mit seinem Geld von der Kreisklasse bis in die Fußball-Bundesliga alimentiert hat.

Das Image von Hopp ist nach der Affäre um den Transfer von Luiz Gustavo von der TSG zu Bayern München angekratzt. Hinter dem Rücken von Trainer Ralf Rangnick fädelten Hopp und Manager Ernst Tanner den Wechsel Gustavos nach München ein. Rangnick musste das als Affront verstehen, die Trennung zum Jahreswechsel war da nur logisch, der bisherige Assistenztrainer Marco Pezzaiouli kann nun beweisen, ein Erstligatrainer zu sein.

Kulturkampf um die Ausrichtung des Vereins

Hintergrund der Ereignisse ist ein Kulturkampf, der schon lange zwischen Hopp und Rangnick um die Ausrichtung des Vereins tobte. Hopp genügt es offenbar, mit seinem Heimatverein in der ersten Liga mitzuspielen, dem ehrgeizigen Rangnick war das zu wenig.

Im jüngsten Interview nun suggerierte Hopp durch seine Äußerungen, der Transfer Gustavos zu den Bayern, für den die TSG angeblich über 15 Millionen Euro bekommen haben soll, sei eine wirtschaftliche Notwendigkeit gewesen. Noch am Wochenende hatte Hopp in einer Sonntagszeitung erklärt, 170 Millionen Euro in die Infrastruktur des Klubs gesteckt zu haben, den Zuschuss in den Spielbetrieb aber nicht nennen zu wollen.

Zwei Tage später aber tat er genau das.

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