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09. Mai 2012

TSG Hoffenheim: Hopp rückt ab von „Jugend forscht“

Markus Babbel kann auch in Zukunft auf erfahrene Spieler bauen. Foto: dapd

Jetzt also doch wieder gestandene Bundesligaprofis: Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp gibt seine Zustimmung zur Verpflichtung erfahrener Spieler. Als Kehrtwende will er den neuen Kurs jedoch nicht verstanden wissen.

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Geldgeber Dietmar Hopp vom Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim rückt nach einer durchwachsenen Spielzeit ein wenig von seiner „Jugend forscht“-Mission ab. „Wir brauchen eine gesündere Mischung im Team. Wir haben in dieser Saison das jüngste Team der Bundesliga gestellt und sind damit zwischenzeitlich in arge Nöte geraten. Das soll durch die Hereinnahme von erfahrenen, gestandenen Spielerpersönlichkeiten für die Zukunft ausgeschlossen werden“, kündigte der 72-Jährige in der Sport Bild an. Die Kraichgauer haben als Neuzugänge bereits Nationaltorhüter Tim Wiese (Werder Bremen), den Schweizer Stürmer Eren Derdiyok (Bayer Leverkusen) und Innenverteidiger Matthieu Delpierre (VfB Stuttgart) präsentiert - allesamt erfahrene Bundesligaprofis.

Rund 250 Millionen Euro investiert

Als Abkehr von seinem eigentlichen Vorhaben, junge deutsche Profis an die Bundesliga heranzuführen, sieht Hopp die derzeitige Transferpolitik bei der TSG nicht. Man „korrigiere beziehungsweise optimiere“ den eingeschlagenen Weg „lediglich an der einen oder anderen Stelle, des Erfolges wegen“, sagte der SAP-Mitbegründer, der bislang rund 250 Millionen Euro in den Verein gepumpt hat. Die „Mär von einem Zickzack-Kurs“ in Hoffenheim sei aber „schlichtweg falsch“, erklärte Hopp weiter. Auch von einem anstehenden und rigiden Sparkurs des Klubs wollte der Mäzen des Bundesliga-Elften nichts wissen. Man habe immer von „einem Kurs der wirtschaftlichen Vernunft“ gesprochen. „Bei einer Zielsetzung von 30 bis 33 Millionen für den Lizenzspieler-Etat finde ich es fast abwegig, von einem Sparkurs zu sprechen“, sagte Hopp und kündigte eine Reduzierung des 40-köpfigen Spielerkaders an: „Hier wird es Einschnitte geben, auch weil der Trainer Markus Babbel mit maximal 26 Profis arbeiten möchte.“ (sid)

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