Am Tag eins vor dem Ernstfall rührten Münchens Olympiabewerber kräftig die Werbetrommel. Ab Dienstagmorgen stehen vier lange Arbeitstage mit der Evaluierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) an, die nach Annecy (Frankreich), Pyeongchang (Südkorea) nun auch den dritten Kandidaten für die Winterspiele 2018 besucht – und angeblich auf Herz und Nieren prüft, wie es in der olympischen Propaganda stets heißt. Am Montagmorgen hatten sich die Bewerber im Alten Rathaus aufgereiht und gaben optimistische Parolen zum Besten.
Im Bewerbungsetat sollen 29 Millionen Euro gedeckt sein. Nachprüfbar ist das nicht Bernhard Schwank, Geschäftsführer der Olympia GmbH, verkündete das Engagement der Metro-Gruppe als elfter Sponsor der Bewerbung, wodurch 29 Millionen Euro des Bewerbungsetats gedeckt sein sollen. Schwank behauptet, „mit Ausnahme der USA hatte wohl noch keine Bewerberstadt einen so hohen Anteil“ an privatwirtschaftlicher Förderung – nachprüfbar sind derlei Angaben nicht. Der scheidende Staatskanzleichef Siegfried Schneider (CSU) kündigte an, die offenen Grundstücksfragen in Garmisch-Partenkirchen zeitnah „unter Dach und Fach zu bringen“. Nachfragen wich er aus. Und IOC-Vizepräsident Thomas Bach (FDP) fabulierte über die bezahlte Studie des angeblich unabhängigen Wissenschaftlers Holger Preuß, wonach das Olympia-Abenteuer dem Land bis zu drei Milliarden Euro Überschuss einbringen würde.
Vier Tage lang wird die Evaluierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) die Bewerbung Münchens und Garmisch-Partenkirchens um die Winterspiele 2018 prüfen. München ist die dritte und letzte Besuchsstation des von der Schwedin Gunilla Lindberg angeführten elfköpfigen Gremiums nach Peyongchang (Südkorea) und Annecy (Frankreich).
Dienstag, 1. März: Befragungen der Münchner Bewerbergesellschaft durch die IOC-Kommission zum Gesamtkonzept, den olympischen Dörfern und Schauplätzen, Unterkünften, Transport, Umwelt. Treffen der Evaluierungskommission mit Olympiagegnern am Abend.
Mittwoch, 2. März: Besuch des Nordischen Skizentrums im Gestüt Schwaiganger und dem Schneepark Garmisch-Partenkirchen.
Donnerstag, 3. März: Weitere Befragungen zu Themenkomplexen wie Finanzen, Marketing, Garantien. Besichtigung der (geplanten) Eissportanlagen im Münchner Olympiapark, dem Olympischem Dorf und dem vorgesehenen Schauplatz für die Medaillenzeremonien. Parallel dazu fährt eine kleinere IOC-Abordnung zur Bob- und Rodelbahn am Königssee. Abends Gala-Diner mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Freitag, 4. März: Abschließende Befragungen zu Themen wie Sicherheit, Einreise/Visa, Medizinischer Service/Dopingkontrollen, Arbeitsbedingungen für Medien. Abschlusspressekonferenz. (dpa)
Preuß, der am Mittwoch vor der Evaluierungskommission referieren darf, ist für optimistische Hochrechnungen bekannt. Schon in der Olympiabewerbung der Rhein-Main-Region für die Sommerspiele 2012 verblüffte er mit Zahlen, über die kritische Geister etwa aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) nur müde lächelten. „Man sollte das Vertrauen in die Unabhängigkeit von Herrn Preuß haben“, empfiehlt Bach, „dass hier keine Gefälligkeitsgutachten gegeben werden, sondern realistische Einschätzungen.“
So ist das immer bei Olympiabewerbungen, stets wird das Blaue vom Himmel versprochen. „Ich glaube, so viele Informationen und authentische Unterlagen sind in München noch nie über ein Projekt verbreitet worden“, behauptete Oberbürgermeister Christian Ude (SPD). Die Olympiagegner, die sich am Dienstagabend außerhalb des eigentlichen IOC-Prüfprogramms nur eine halbe Stunde mit der Kommission treffen, sehen das ganz anders. Fakt ist: Bis heute sind nicht alle Unterlagen öffentlich, die öffentlich sein sollten.
Wofür der Aufwand?
Nun also vier Arbeitstage mit den IOC-Kommissaren – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die meisten Meetings finden im Hotel Bayerischer Hof statt, es geht selbstverständlich auch an die geplanten Austragungsorte, wo der Publikumsverkehr gesteuert wird, von Jubelpersern gar nicht zu reden. 200 Mitarbeiter haben die Bewerber eingespannt, darunter die Planer von Proprojekt/Albert Speer & Partner, PR-Agenten und Spin Doktoren.
Mehrfach wurden alle Abläufe durchgespielt und dabei auch Antworten auf kritische Fragen trainiert. 40 Personen gehen für München in die Bütt, fast alle wurden von einem erfahrenen Briten gecoacht. Die IOC-Visite zählt neben der Produktion des Bewerbungsbuchs zu den Kernpunkten der Olympia-Offerte und verschlingt Millionen Euro. „Sechseinhalb Stunden Präsentationen und siebeneinhalb Stunden Fragerunden“, rechnete Bewerbungschef Schwank vor. „Wir sind alle aufgeregt“, flötete Katarina Witt, Chefin des Olympia-Kuratoriums. Im Vergleich zu den Sitzungen mit der IOC-Abordnung stelle er sich „den Bundesgerichtshof sehr leger vor“, dichtete Ude.
Die Frage ist nur: Wofür der Aufwand? Gewiss, die Kommission erstellt einen Bericht, der Anfang Mai allen IOC-Mitgliedern zugeht. Mitte Mai präsentieren Annecy, Pyeongchang und München vor dem IOC in Lausanne, am 6. Juli steht die Abstimmung auf der IOC-Session in Durban an. Zur historischen Wahrheit gehört indes, dass sich das IOC fast nie von den Fakten leiten lässt. Zuletzt gewannen mit Sotschi (Winter 2014) und Rio de Janeiro (Sommer 2016) zwei Kandidaten, die im Evaluierungsbericht abgeschlagen weit hinten lagen.
Da lohnt es sich vielleicht, eine klare Frage zu formulieren: Wann sind jemals derjenigen Stadt Olympische Spiele zugesprochen worden, die im Evaluierungsbericht Bestnoten erhalten hatte? „Das weiß ich nicht“, sagt derjenige, von dem man am ehesten erwartet hätte, darauf eine profunde Antwort zu geben. „Da überfragen sie mich“, sagt IOC-Vize Thomas Bach, der die ersten beiden Evaluierungskommissionen geleitet hat, für die Winterspiele 2002 und die Sommerspiele 2004. „Der Evaluierungsbericht macht ja kein Ranking“, sagt Bach. „Die feinen Abstufungen“ nehme jedes IOC-Mitglied für sich vor. Dann spricht er von „geopolitischen Erwägungen“ und einer „Evaluierung der Evaluierung“ durch seine IOC-Kollegen. Das klingt wichtig, das klingt nach solider Abwägung. Im Grunde aber gilt: Regellosigkeit und Unberechenbarkeit sind Wesensmerkmal solcher Wettbewerbe.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 81 | ||
| 2 | Bayern München | 77:22 | 73 | ||
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 64 | ||
| 4 | B. Mönchengladbach | 49:24 | 60 | ||
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 54 | ||
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 53 | ||
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | 48 | ||
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | 44 | ||
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | 42 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | 42 | ||
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | 41 | ||
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | 40 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 47:51 | 39 | ||
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | 38 | ||
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | 36 | ||
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | 31 | ||
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | 30 | ||
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | 23 | ||
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Real Madrid | 121:32 | 100 | ||
| 2 | FC Barcelona | 114:29 | 91 | ||
| 3 | FC Valencia | 59:44 | 61 | ||
| 4 | FC Malaga | 54:53 | 58 | ||
| 5 | Atletico Madrid | 53:46 | 56 | ||
| 6 | UD Levante | 54:50 | 55 | ||
| 7 | CA Osasuna | 44:61 | 54 | ||
| 8 | RCD Mallorca | 42:46 | 52 | ||
| 9 | FC Sevilla | 48:47 | 50 | ||
| 10 | Athletic Bilbao | 49:52 | 49 | ||
| 11 | Real Sociedad | 46:52 | 47 | ||
| 12 | Real Betis Sevilla | 47:56 | 47 | ||
| 13 | FC Getafe | 40:51 | 47 | ||
| 14 | Espanyol Barcelona | 46:56 | 46 | ||
| 15 | Rayo Vallecano | 53:73 | 43 | ||
| 16 | Real Saragossa | 36:61 | 43 | ||
| 17 | FC Granada | 35:56 | 42 | ||
| 18 | FC Villarreal | 39:53 | 41 | ||
| 19 | Sporting Gijon | 42:69 | 37 | ||
| 20 | Racing Santander | 28:63 | 27 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Manchester City | 93:29 | 89 | ||
| 2 | Manchester United | 89:33 | 89 | ||
| 3 | FC Arsenal | 74:49 | 70 | ||
| 4 | Tottenham Hotspur | 66:41 | 69 | ||
| 5 | Newcastle United | 56:51 | 65 | ||
| 6 | FC Chelsea | 65:46 | 64 | ||
| 7 | FC Everton | 50:40 | 56 | ||
| 8 | FC Liverpool | 47:40 | 52 | ||
| 9 | FC Fulham | 48:51 | 52 | ||
| 10 | West Bromwich Albion | 45:52 | 47 | ||
| 11 | Swansea City | 44:51 | 47 | ||
| 12 | Norwich City | 52:66 | 47 | ||
| 13 | AFC Sunderland | 45:46 | 45 | ||
| 14 | Stoke City | 36:53 | 45 | ||
| 15 | Wigan Athletic | 42:62 | 43 | ||
| 16 | Aston Villa | 37:53 | 38 | ||
| 17 | Queens Park Rangers | 43:66 | 37 | ||
| 18 | Bolton Wanderers | 46:77 | 36 | ||
| 19 | Blackburn Rovers | 48:78 | 31 | ||
| 20 | Wolverhampton Wand. | 40:82 | 25 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SV Sandhausen | 57:42 | 66 | ||
| 2 | VfR Aalen | 50:42 | 64 | ||
| 3 | Jahn Regensburg | 55:41 | 61 | ||
| 4 | 1. FC Heidenheim | 48:36 | 60 | ||
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 54:41 | 59 | ||
| 6 | Burghausen | 55:47 | 57 | ||
| 7 | VfL Osnabrück | 46:35 | 55 | ||
| 8 | Kickers Offenbach | 49:41 | 55 | ||
| 9 | Chemnitzer FC | 47:43 | 55 | ||
| 10 | 1. FC Saarbrücken | 61:51 | 54 | ||
| 11 | VfB Stuttgart II | 44:47 | 50 | ||
| 12 | Preußen Münster | 40:44 | 50 | ||
| 13 | Arminia Bielefeld | 51:57 | 50 | ||
| 14 | Darmstadt 98 | 51:47 | 49 | ||
| 15 | Unterhaching | 63:59 | 44 | ||
| 16 | Wiesbaden | 40:48 | 44 | ||
| 17 | SV Babelsberg | 44:59 | 44 | ||
| 18 | Carl Zeiss Jena | 39:59 | 39 | ||
| 19 | Oberhausen | 33:47 | 38 | ||
| 20 | Werder Bremen II | 29:70 | 22 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | EHC Dortmund | 151:45 | 58 | ||
| 2 | EC Bad Nauheim | 162:43 | 56 | ||
| 3 | Kassel Huskies | 145:57 | 51 | ||
| 4 | EV Duisburg | 133:46 | 44 | ||
| 5 | Löwen Frankfurt | 112:67 | 40 | ||
| 6 | Hammer Eisbären | 98:82 | 40 | ||
| 7 | Ratinger Ice Aliens | 109:76 | 34 | ||
| 8 | Königsborner JEC | 90:109 | 33 | ||
| 9 | ESC Moskitos Essen | 62:118 | 18 | ||
| 10 | Herforder EV | 71:175 | 16 | ||
| 11 | EHC Krefeld | 42:158 | 3 | ||
| 12 | EHC Netphen 08 | 35:234 | 3 | ||
| Mannschaft | Körbe | Punkte | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Brose Baskets | 3033 | : | 2387 | 60 | |
| 2 | ratiopharm Ulm | 2778 | : | 2539 | 54 | |
| 3 | ALBA Berlin | 2825 | : | 2478 | 52 | |
| 4 | Artland Dragons | 2870 | : | 2655 | 48 | |
| 5 | FC Bayern München | 2672 | : | 2513 | 44 | |
| 6 | s.Oliver Baskets | 2431 | : | 2295 | 40 | |
| 7 | NY P. Braunschweig | 2645 | : | 2651 | 36 | |
| 8 | Baskets Bonn | 2730 | : | 2618 | 36 | |
| 9 | FRAPORT SKYLINERS | 2347 | : | 2337 | 34 | |
| 10 | Oldenburg | 2736 | : | 2755 | 32 | |
| 11 | Eisbären Bremerhaven | 2626 | : | 2731 | 32 | |
| 12 | Tigers Tübingen | 2628 | : | 2719 | 30 | |
| 13 | BBC Bayreuth | 2357 | : | 2643 | 24 | |
| 14 | TBB Trier | 2297 | : | 2509 | 22 | |
| 15 | Phoenix Hagen | 2689 | : | 3016 | 22 | |
| 16 | EnBW Ludwigsburg | 2601 | : | 2655 | 20 | |
| 17 | Gießen 46ers | 2341 | : | 2645 | 18 | |
| 18 | BG Göttingen | 2327 | : | 2787 | 8 | |
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