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18. Juni 2009

Vuvuzelas beim Confed-Cup: Blatter will Trompeten nicht verbieten lassen

Ein südafrikanischer Fan bläst auf einer Vuvuzela im Stadion in Rustenburg. Foto: dpa

Der ohrenbetäubende Lärm der Vuvuzelas bei den Spielen des Confederations Cup in Südafrika ärgert einige Fußballer maßlos. Die Fifa mag sich aber nicht zu einem Verbot durchringen. Fußball sei nun mal "Trommeln, Rhythmus, Tanzen."

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Der ohrenbetäubende Lärm der Vuvuzelas in den Fußball-Stadien Südafrikas soll nach Ansicht von FIFA-Präsident Joseph Blatter bei der Weltmeisterschaft 2010 nicht verstummen. "Wir können das nicht einfach ab morgen verbieten. Das ist ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Schließlich schaden diese Trompeten ja niemandem", sagte der Schweizer bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Pretoria.

Der lautstarke Gebrauch der Plastik-Trompeten wird von einigen Spielern beim Confed-Cup zunehmend als Ärgernis empfunden. Spaniens Mittelfeldspieler Xabi Alonso hatte sich nach dem 1:0-Sieg des Europameisters gegen den Irak über den pausenlosen Gebrauch der Plastik-Tröten so aufgeregt, dass er sogar deren Verbot bei der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr forderte.

Die armlangen Krachmacher mit ihrem Elefanten-Sound sind der Fan- Artikel Nummer 1 der Fußball-Anhänger im Kap-Staat. Die Tröten in leuchtenden Farben erinnern an die Blasinstrumente der Herolde bei mittelalterlichen Turnieren. Die Fifa hatte sie für den Confed-Cup genehmigt.

"Die Vuvuzelas sind ein Ärgernis und tragen nichts zur Atmosphäre bei. Sie sollten verboten werden", sagte Alonso in Bloemfontein. Auch Fifa-Präsident Joseph Blatter hatte eingeräumt: "Sie machen ziemlich viel Lärm. Die Fifa ist durchaus besorgt über den Lärm, der auch im Fernsehen dauernd zu hören ist." Allerdings gab Blatter auch zu bedenken: "Wenn man nach Afrika geht, ist es eben laut. Ich habe immer gesagt: Fußball ist Trommeln, Rhythmus, Tanzen."

Wenn in Südafrika der Höllenlärm ertönt, hört Frank Urbas im fernen Düsseldorf die Kassen klingeln. Der Unternehmer will die Vuvuzelas zur WM 2010 auch in Europa zum Verkaufsschlager machen. Mit Partner Gerd Kehrberg hat Urbas die EU-Lizenz für die Fan-Fanfare erworben.

Xabi Alonso kann sich am Samstag schon mal auf was gefasst machen. Dann trifft Spanien auf den Gastgeber, der beim 2:0 gegen harmlose Neuseeländer dank zweier Tore von Bernard Parker (Roter Stern Belgrad) den ersten Sieg im Confed Cup einfuhr. Ein Remis gegen den Europameister genügt den Südafrikanern, um sicher das Halbfinale zu erreichen.

"Wir können es schaffen", sagte Co-Trainer Pitso Mosimane. Sein Chef, Joel Santana, der durch den Sieg der sicheren Entlassung entging, nannte die Partie gegen Spanien den größten Test seiner Amtszeit. (dpa/sid)

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