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03. Februar 2016

Zweite Liga RB Leipzig: Nur bei Sané wird es schwierig

Auf dem richtigen Weg: Leipzigs Allesmacher Ralf Rangnick.  Foto: dpa

RB Leipzig beschäftigt sich ausgiebig mit der Bundesliga. Geld spielt dabei eine nur untergeordnete Rolle.

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Personelle Verstärkungen für den Zweitliga-Endspurt hat Ralf Rangnick nicht nötig, längst muss der Stratege im Hinterkopf auch schon für die Bundesliga planen. Vor dem Rückrundenstart in der zweiten Fußball-Bundesliga drängen sich die Profis aus dem exquisiten Kader von Liga-Krösus RasenBallsport Leipzig nur so auf: Der aus dem Wintertrainingslager in Belek mit körperlicher Frische zurückgekommene Däne Yussuf Poulsen verdrängte bei der Generalprobe gegen FK Teplice (5:0) sogar Acht-Millionen-Zugang Davie Selke aus der Startformation. Auch der erfahrene Marvin Compper hat in dem genesenen Türken Atinc Nukan interne Konkurrenz im Abwehrzentrum.

„Für uns zählt jetzt der Aufstieg. Darauf liegt unser Fokus“, betonte Rangnick und fühlt sich bestätigt darin, ein 25-Mann-Team zur Verfügung zu haben: „Gerade die Hinrunde hat gezeigt, dass es absolut hilfreich ist, so einen starken und ausgeglichenen Kader zu haben.“ Damit der Kampf um die Stammplätze bei den „Roten Bullen“ nicht überstrapaziert wird, ließ er in der Winterpause Tim Sebastian trotz dessen Verdiensten zum SC Paderborn ziehen. Zsolt Kalmár wurde an den FSV Frankfurt ausgeliehen.

Vor dem Spiel an diesem Sonntag gegen Eintracht Braunschweig ist die erste Elf noch unklar. „Ich bin froh, dass wir so einen gesunden Konkurrenzkampf haben“, meinte der 57 Jahre alte Trainer und Sportdirektor des Zweitliga-Tabellenführers, der acht Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz und gar elf auf Rang vier hat. In spätestens 1350 Spielminuten will Rangnick seinen dritten Erstliga-Aufstieg nach 2002 (Hannover 96) und 2008 (TSG Hoffenheim) perfekt machen.

Transfers über 20 Millionen Euro „theoretisch möglich“

Auch wenn seine Spieler Begehrlichkeiten wecken – „wir sind in der glücklichen Lage, keinen verkaufen zu müssen“, stellte Rangnick klar und erklärte Schwedens Nationalstürmer Emil Forsberg für unverkäuflich. Der bei seinen vorangegangenen fünf Trainerstationen meist klug wirtschaftende Schwabe Rangnick lässt sich auch von den Diskussionen um den Schalker Leroy Sané nicht beirren.

Den hatte er schon vor zwei Jahren im Notizbuch stehen. Derzeit will er das „bestehende Gehaltsgefüge mit Sicherheit nicht in die Luft jagen. Das muss organisch mitwachsen“, meinte Rangnick. „Wir sind zwar ein sehr attraktiver Klub, aber es ist mir zu viel Ehre, die uns da zuteil wird, wenn wir in Bezug auf Leroy Sane mit Barcelona verglichen werden. Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, Leipzig wolle um das Schalker Sturm-Juwel mitbieten.

Der Coach sagte aber auch, dass Mega-Transfers über 20 Millionen Euro „theoretisch möglich“ sind. Und er weiß: „Zu hohen Ablösesummen gehören oft auch hohe Gehälter. Und genau das wollen und werden wir nicht mitmachen, denn wir verfolgen eine ganz klare Philosophie. Wir wollen Spieler entwickeln und selbst Marktwerte schaffen.“ Mit dem Aufstieg würde der Gehaltsetat bei den Sachsen ad hoc verdoppelt und auf bis zu 35 Millionen Euro steigen – ohne Prämien. Die meisten Spieler haben in Zweitliga-Zeiten Verträge unterschrieben, die dann sofort eine deutliche Erhöhung der Bezüge vorsehen.

Daumenschrauben von außen

Zudem stellt sich RB Leipzig abseits des Rasens noch professioneller auf. Im Sommer kommt ein Sales Director, der die Tür für neue Sponsoren öffnen soll. Immerhin müssen die Leipziger den Anteil von Hauptgeldgeber Red Bull am Gesamtsponsoring auf 30 Prozent drücken. Das fordert die Europäische Fußball-Union Uefa im Rahmen des Financial Fairplay, sollten die Leipziger auch irgendwann international spielen.

Das Interesse am Weg der Bullen in der Region ist groß. Die Zahl der Dauerkarten erhöhte sich im Winter auf 12.000, das Fassungsvermögen der Arena könnte sogar von 44 000 auf 57 000 Plätze ausgebaut werden. Dazu hat der Klub eine erste Machbarkeitsstudie erstellt. Technisch wäre der Umbau möglich – und finanziell ja ohnehin. (dpa/sid/hel)

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