Aktuell: Zuwanderung Rhein-Main | Fotostrecken | Polizeimeldungen
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Stadtentwicklung und Wohnen in Frankfurt
Frankfurt wächst. Immer mehr Menschen ziehen in die Stadt. Doch wo sollen sie künftig leben?

13. Januar 2016

U-Bahn im Europaviertel: Europa-Allee wird zur Baustelle

 Von 
Die Eschen wandern an den Straßenrand zwischen Emser Brücke und Europagarten.  Foto: Andreas Arnold

Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt verpflanzt mehr als 100 Bäume für die U-Bahn ins Europaviertel. Die ersten Züge sollen ab 2022 fahren.

Drucken per Mail

Das größte und teuerste Schienenbauprojekt der Stadt kommt voran. Für den Bau der U-Bahn-Linie U5 ins Europaviertel verlegt die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) in den nächsten Wochen und Monaten Leitungen unter der Europa-Allee und pflanzt mehr als 100 Bäume um.

In sieben Jahren sollen die ersten Züge vom Hauptbahnhof bis ins Europaviertel fahren. Bis dahin baut die VGF insgesamt 2,7 Kilometer Strecke neu, davon knapp die Hälfte unter der Erde. Vier neue Stationen entstehen zwischen Güterplatz und dem westlichen Europaviertel.

Um Platz für die Baustelle zu schaffen, verpflanzt die VGF in diesem und im kommenden Monat insgesamt 105 Eschen. Sie stehen auf dem Gehweg entlang der Europa-Allee, zwischen Emser Brücke und Güterplatz. Eine Rundspatenmaschine gräbt die Bäume auf dem sogenannten Boulevard Ost samt Wurzeln aus. Und setzt sie auf dem Boulevard Mitte, zwischen Emser Brücke und Europagarten, wieder ein.

Die Arbeiten sollen vor der Brutzeit der Vögel im März abgeschlossen sein, teilte die VGF mit. Wenn die U-Bahn im Jahr 2022 fährt, würden neue Bäume im Boulevard Ost gepflanzt.

Den Asphalt der Europa-Allee, von Skyline Plaza bis Güterplatz, lässt die VGF ebenfalls aufreißen. Die dortigen Kabel für Strom, Internet und Beleuchtung müssen wegen der U-Bahn an einen anderen Ort. Die Straßenarbeiten dauern von Februar bis Juli. Fahrzeuge leitet die Stadt um.

Die abgesperrte Baustelle vor dem Einkaufszentrum Skyline Plaza bleibt noch auf Jahre bestehen. Dort entsteht die Station Güterplatz in einer offenen Baugrube. Autos und Busse der Linie 46 müssen die Baustelle umfahren. Die Umleitung verläuft über Osloer, Brüsseler und Den Haager Straße.

Unter dem Europagarten baut das Immobilienunternehmen Aurelis, das den Westen des Europaviertels erschließt, noch bis zum Jahresende am neuen Tunnel. In dessen äußeren beiden Röhren werden die Autos fahren, in der Mitte ab 2022 die Züge. Oberhalb des Bauwerks soll das wellenförmige Grün des Europagartens bis zum Sommer 2017 fertig sein.

Die Kosten des gesamten U-Bahn-Baus liegen bei 281 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hatten die Stadtverordneten das Projekt an die neue Stadtbahn Europaviertel Projektbaugesellschaft der VGF übertragen. Weil diese keine Mehrwertsteuer zahlen muss, spart der städtische Haushalt 18 Millionen Euro ein. Dennoch verteuert sich das Projekt insgesamt um 64 Millionen Euro. Grund war, dass die unterirdische Station Güterplatz in der offenen Grube gebaut werden muss. Der bröckelige Boden lässt es nicht zu, die Haltestelle bergmännisch zu errichten. Auch wird der Tunnel zwischen Güterplatz und Platz der Republik, ebenfalls aufgrund des brüchigen Erdreichs, mit einer Bohrmaschine gegraben. Ein Bau in Stollen wäre „risikoreich“ und teurer gewesen.

Sprechstunde: Jeden Mittwoch, 17 bis 19 Uhr, außer an Feiertagen, informiert die VGF die Bürger in ihrem Container am Güterplatz über den Fortgang des Bauarbeiten.

[ Wie wollen wir wohnen? Die neue FR-Serie - jetzt digital oder gedruckt vier Wochen lang ab 19,50 Euro lesen. Hier geht’s zur Bestellung. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Dossier

Frankfurt ist wie kaum eine andere deutsche Stadt im fortwährenden Wandel: Ganze Stadtviertel entstehen neu, Hochhäuser wachsen genauso in den Himmel wie Einkaufszentren. Doch bleibt am Ende genug bezahlbarer Wohnraum? Diese Frage bewegt Frankfurt seit Jahrzehnten.

Videos
Sprengung des AfE-Turms

Der AfE-Turm am Frankfurter Campus Bockenheim ist Geschichte. Fotos, Videos und Berichte über den großen Knall - und ein Blick auf das, was danach kommt.

Sprengung des AfE-Turms

Videos: Der AfE-Turm fällt - in Zeitlupe

Fotostrecke: Der Trümmerhaufen als Ausflugsziel

Fotostrecke: So fiel der AfE-Turm

Fotostrecke: Das bleibt vom Uni-Turm übrig

Fotostrecke: Ein letzter Rundgang im AfE-Turm

Rückblick: Spektakuläre Sprengungen in Frankfurt

Ausblick: Kulturcampus Bockenheim

Sonderheft

Die Siebziger sind die Frankfurter Jahre. Von hier aus strahlt in die Republik, was das Jahrzehnt bestimmt: das Aufbegehren der Jugend, der Häuserkampf in und ums Westend, die terroristische Bedrohung der RAF - und die Flügelzange der Eintracht mit Grabowski und Hölzenbein.

FR-Geschichte: 70er Jahre in Frankfurt

Unser Sonderheft blickt zurück, dokumentiert Originaltexte und zeigt das Jahrzehnt in Bildern.