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Stadtentwicklung und Wohnen in Frankfurt
Frankfurt wächst. Immer mehr Menschen ziehen in die Stadt. Doch wo sollen sie künftig leben?

13. Januar 2015

Wohnungsmarkt in Frankfurt: Mehr Büros werden Wohnungen

 Von 
Vergangenes Jahr wurden in Frankfurt und Umgebung 150 000 Quadratmeter Bürofläche zu Wohnungen umgebaut.  Foto: Rolf Oeser

Immer mehr Frankfurter Bürogebäude werden in Wohnungen umgewandelt. Doch die Konversion von Büros löst nicht das Problem von Normalverdienern. Wohnungen mit Mieten unter zwölf Euro entstünden so jedenfalls nicht, so die Meinung von Experten.

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Die Umwandlung von Büroflächen in Wohnraum gewinnt an Fahrt. Allein im vergangenen Jahr wurden nach Zahlen des Immobiliendienstleisters BNP Paribas Real Estate in Frankfurt und Umgebung früher gewerblich genutzte Gebäude mit einer Fläche von gut 150.000 Quadratmetern zu diesem Zweck umgebaut. Zu den größten Projekten zählten Konversionen in der Bürostadt Niederrad. 2011 kamen auf diese Weise noch lediglich knapp 30.000 Quadratmeter Fläche auf den Frankfurter Wohnungsmarkt.

Und der Trend zur Umwandlung in Wohnungen wird sich nach Einschätzung von Oliver Barth, Geschäftsführer von BNP Real Estate, weiter fortsetzen. Allein die Bürogebäude, die bislang leerstehen, böten ein Potenzial für weitere 100.000 Quadratmeter Wohnfläche. Barth hält es auch für möglich, dass bisher noch als Büros genutzte Gebäude umgebaut werden. Das lohne sich momentan.

Bisherige Bürostandorte wie die Bürostadt Niederrad könnten durch die Umwandlung weiterer Flächen in Wohnungen durchaus gewinnen, sagt Barth. „Es muss aber ein vernünftiger Mix sein.“ Werde das Gebiet zu sehr vom Wohnen dominiert, könne dies Unternehmen von der Ansiedlung abhalten.

Dass die Konversion hilft, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, bezweifeln die Immobilienmarktexperten allerdings. Die Umwandlung habe ihre Kosten. Wohnungen mit Mieten unter zwölf Euro pro Quadratmeter würden so wohl nicht entstehen.

Die Umwandlung habe zudem ihre Grenzen. „Wir brauchen auch noch Bürofläche“, sagt Barth bereits. Denn der Leerstand von Büroflächen ist nach Zahlen von BNP Real Estate besonders im Stadtgebiet von Frankfurt stark gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl verfügbarer Flächen um zehn Prozent zurück, auf nun 1,2 Millionen Quadratmeter. Dazu kommt, dass die Bautätigkeit so gering ist, wie seit gut 20 Jahren nicht. Dieses Jahr werden nur wenige große Bürogebäude bezogen werden können. Dazu zählt der St. Martin Tower in der City-West.

Modernster Standard

Kommendes Jahr soll unter anderem das T8 an der Taunusanlage fertig werden, 2017 das Maintor WinX. Dass trotz der sehr niedrigen Zinsen und des hohen Anlagedrucks institutioneller Anleger nicht mehr gebaut wird, liege nicht nur am noch bestehenden Leerstand. Auch dass die in Frankfurt noch vorhandenen Bauflächen sehr großvolumig seien, spiele eine Rolle.

Dass der Frankfurter Markt trotz der rückläufigen Zahl an Neuvermietungen weiterhin attraktiv sei, zeigt nach Ansicht von BNP Real Estate etwa der hohe Umsatz beim Handel mit Büroimmobilien. Die Frankfurter Gebäude hätten weiterhin den modernsten Standard in Deutschland. Der hiesige Büromarkt sei wegen seiner Stabilität sehr interessant für ausländische Investoren. Blind gekauft würde aber noch nicht.

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