Die einstige Bonameser Siedlung ist seit dem 1. Juli 1996 ein echter Stadtteil. Mit seinen 216 Hektar zählt der Frankfurter Berg aber eher zu den kleineren Stadtteilen Frankfurts. Ursprünglich war er eine Arbeiterkolonie von 1937, ab 1948 wurde die bizonale Siedlung nördlich des Berkersheimer Wegs gebaut - weil damals alle Welt noch glaubte, Frankfurt würde Bundeshauptstadt werden und vorsorglich Häuser für die Bundesangestellten errichtet wurden. Daraus wurde ja bekanntlich nichts und so zogen Beamte, Arbeiter und Angestellte in die Siedlung.
Den schlechten Ruf handelte sich der Frankfurter Berg in den 70ern ein. Die kurz zuvor gebauten Hochhäuser markieren "das Andere" für die Alteingesessenen. Die Seite, wo die Zugezogenen leben. Daran hat sich in den vergangenen 40 Jahren auch nicht viel geändert - dabei ist viel in Bewegung am Frankfurter Berg. Aber sehen Sie selbst:
Der Frankfurter Berg ist seit Jahren verschrien. Der schlechte Ruf klebt an dem Stadtteil wie das Pech an der Pechmarie. Frankfurter Berg, Frankfurter Bronx. Aber eigentlich ist das Geschichte, olle Kamellen und längst nicht mehr wahr. Denn der Frankfurter Berg wandelt sich...
Foto: Michael SchickSehen Sie weitere Frankfurter Stadtteile im Foto-Porträt.
Kaum ein Frankfurter Stadtteil ist derzeit mehr in Bewegung als das Ostend. Es wird gebaut und saniert, aufgehübscht und modernisiert. Sehen die einen in der EZB den Auslöser für die Veränderungen, sind andere der Ansicht, sie sei nur ein Beschleuniger. Tatsache aber ist: Die EZB baut auf dem Gelände der ehemaligen Großmarkthalle ihre neue Zentrale - und das sorgt für reichlich Zündstoff im Stadtteil.
Foto: Michael Schick
Wenn ein Frankfurter Stadtteil eine Nationalhymne vorweisen kann, dann Sachsenhausen: Die Fraa Rauscher aus de Klappergass, die hat e Beul am Ei, ob's vom Rauscher, ob's vom Alte kimmt, des klärt die Bolizei. 1929 ursprünglich als knackiges Lied für die Fastnacht erdacht, avanciertes es zum Gassenhauer - und so bekam Fraa Rauscher 1961 auch ein Denkmal mit Brunnen. Aber Vorsicht, die Frau spukt in unregelmäßigen Abständen Wasser aus den stoisch geschürzten Lippen. Vielleicht ärgert sie sich aber einfach nur über die Entwicklung in ihrem Ebbelwei-Viertel, denn...
Foto: Andreas Arnold
Der Besucher kann sich Höchst auf vielen Wegen nähern. Mit der Bahn natürlich. Oder mit dem Auto. Aber auch mit der Fähre. Denn von Schwanheim nach Höchst fährt die einzige Fähre der Stadt - und die hat vermutlich fast jeder Frankfurter auch schon einmal genutzt. Denn es ist ein beliebter Wochenendausflug, mit dem Fahrrad nach Schwanheim zu radeln und dann nach Höchst überzusetzen. Oder umgekehrt. Das klappt aber nur...
Foto: Andreas Arnold
Bereits im Eingemeindungsjahr 1895 war Bockenheim eine kleine Stadt. Seit 1872 fuhr die erste Straßenbahnlinie Frankfurts, eine Pferdebahn, von der Hauptwache durch Bockenheim zum Schönhof. 1901 wurde sie dann elektrisch. Rechts unten ist auch das Gelände des Straßenbahndepots zu sehen, in dem die Trams gewartet wurden...
Die Verteuerung der Mieten im Frankfurter Nordend - ein Paradebeispiel der Gentrifizierungsgegner.
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