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Stadtteil-Porträts
In welchem der 43 Frankfurter Stadtteil lebt es sich am besten? Die Frankfurter Rundschau stellt sie in einer regelmäßigen Serie vor - vom hippen Nordend zum beschaulichen Nieder-Erlenbach.

29. November 2012

Harheim FR vor Ort: Ein Supermarkt fehlt

 Von Marek Fritzen
Diskussion vor Ort: FR-Mitarbeiter Marek Fritzen mit Bürgern an der Straße Alt-Harheim. Foto: C. Boeckheler

Bei FR vor Ort bemängeln die Harheimer die schlechte Nahversorgung in ihrem Stadtteil. Vor allem Senioren fällt es schwer, ihre Einkäufe zu erledigen. Einkaufs-Fahrgemeinschaften helfen.

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Bei FR vor Ort bemängeln die Harheimer die schlechte Nahversorgung in ihrem Stadtteil. Vor allem Senioren fällt es schwer, ihre Einkäufe zu erledigen. Einkaufs-Fahrgemeinschaften helfen.

Zweimal in der Woche holt Ingeborg Qualitz ihre Nachbarn mit dem Auto ab. Meistens dienstags und samstags. Die Seniorin betreibt eine Art nachbarschaftliche Fahrgemeinschaft. Am FR-Stand vor dem Harheimer Hof sagt sie am Mittwoch: „Durch mein Auto bin ich noch mobil. Ohne mich wäre es für meine Nachbarn sehr schwer, einkaufen zu gehen.“ Genau aus diesem Grund fahren Qualitz und ihre Nachbarn gemeinsam zum Netto-Markt im Norden des Stadtteils. Sie bilden eine Einkaufs-Fahrgemeinschaft. „Gerade für Senioren wie uns, die im Süden von Harheim wohnen, ist es schwer, zum Netto zu kommen“, berichtet Qualitz. „Zu Fuß braucht man eine halbe Stunde dorthin. Zudem geht geht es steil bergauf.“ Sie fordert daher einen Nahversorger im Süden des Stadtteils, in dem sowohl Senioren als auch junge Familien auf kurzem Weg Einkaufen gehen können.

Wolfgang Menges, der Fraktionsvorsitzende der SPD im Ortsbeirat, findet die Idee gut. Doch er gesteht: „Ich habe nicht viel Hoffnung, dass sich das realisieren lässt.“ Es habe im Ortsbeirat Überlegungen gegeben, in den Räumen des ehemaligen HL-Marktes einen „Smart Markt“ der Werkstatt Frankfurt zu errichten, doch dieser Plan habe sich mittlerweile zerschlagen. „In den Räumen hat vor ein paar Wochen ein Fitnessstudio eröffnet und selbst im Neubaugebiet Süd sind für einen solchen Markt keine Flächen vorgesehen. “

Bürger im Gespräch

Die FR ist mobil: Einmal pro Woche besucht die Lokalredaktion einen Stadtteil, um mit Bürgern zu diskutieren. Kommen Sie an unseren Stand, wir
nehmen Ihre Themen gern auf, haken für Sie bei den entsprechenden Stellen nach und berichten darüber.

Nächste Station ist Bonames. Dort wird die FR am Mittwoch, 5. Dezember, von 15 bis 17 Uhr mit einem Stand vor dem Smart Markt, Oberer Kalbacher Weg 2, zugegen sein. Die Seite zum Stadtteil finden Sie einen Tag zuvor.

Wer nicht kommen kann, erreicht uns unter Telefon 2199-3466 und -3367 oder per E-Mail. Die Adresse lautet: stadtteile@fr.de

Einen alternativen „Smart Markt“-Standort kann auch Ortsvorsteher Helmut Seuffert (Grüne) am FR-Stand nicht präsentieren. „Die Werkstatt Frankfurt wäre bereit gewesen, einen ,Smart Markt’ in Harheim zu eröffnen“, berichtet Seuffert. „Doch die Sozialdezernentin hat den Markt mit der Begründung abgelehnt, er sei zu teuer.“

Für einen Vollversorger wie Rewe oder Aldi sieht der Grünen-Politiker zudem keine geeignete Fläche im Ort. „Die benötigen bis zu 1000 Quadratmeter große Grundstücke, die haben wir hier in Harheim nicht.“

Wolfgang Menges hat immerhin einen kleinen Vorschlag, um die derzeitige Nahversorgungssituation ein wenig zu verbessern. Er plant, die Busanbindung an den bestehenden Netto-Markt zu überarbeiten. „Es sollte überlegt werden, die Preise für Senioren für die Stationen innerhalb des Stadtteils zu vergünstigen.“ Derzeit kostet ein Busticket aus der Ortsmitte bis zum Netto-Markt 1,60 Euro. „Das sind für einen Einkauf über drei Euro“, resümiert Menges. „Die Stadt sollte versuchen, die Tickets zu vergünstigen, oder ein spezielles Seniorenticket einzuführen.“

Jürgen Dorka hingegen sieht dafür keine Möglichkeit, wie er am FR-Stand zugibt. Der Harheimer sagt: „Der RMV würde bei einer solchen Ticket-Vergünstigung oder einem Seniorenticket nicht mitmachen.“ Die einzige Lösung, um die Situation nachhaltig zu verbessern, ist für ihn die Eröffnung eines neuen Nahversorgers im Süden des Stadtteils.

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