kalaydo.de Anzeigen

Studium

27. Januar 2012

Föderalismus: Das Kooperationsverbot wackelt

 Von Birgitta vom Lehn
Voller Hörsaal an der Uni Rostock. Foto: dpa

Kippt die Föderalismusreform? Für die Bildung in armen Ländern wäre das ein Segen. Denn dort bluten Schule und Universitäten oft regelrecht aus.

Drucken per Mail

Kippt die Föderalismusreform? Für die Bildung in armen Ländern wäre das ein Segen. Denn dort bluten Schule und Universitäten oft regelrecht aus.

In Deutschland geht es ungerecht zu. Ein Professor der Besoldungsstufe C4 zum Beispiel bekommt in Baden-Württemberg monatlich mindestens 7080 Euro überwiesen, der gleich qualifizierte Wissenschaftler in Berlin dagegen nur 6391 Euro. Damit rangiert der Südwest-Professor bundesweit an der Spitze, sein Berliner Kollege am unteren Rand. Ein Juniorprofessor in Stuttgart bezieht fast 600 Euro mehr als sein Kollege an der Spree. Der Hintergrund: Seit der Föderalismusreform vor sechs Jahren können die Länder selbst festlegen, welche Grundgehälter sie ihren Beamten zahlen.

Auch bei den Lehrern setzen sich die Gehaltsunterschiede fort. Folge: Die mit den besten Examina wandern dahin, wo das meiste Geld gezahlt wird, in der Regel in den Süden der Republik. Dass es bei der Lokalisierung der Exzellenzuniversitäten ein Nord-Süd-Gefälle gibt, hat auch mit diesen Unterschieden zu tun.

Lernoasen oder Riesenklassen

Ein sinnvoller Wettbewerb um die besten Köpfe sei das, sagen die einen. Andere sehen darin eher die Benachteiligung derjenigen Länder, die sich die klügsten Köpfe zu Spitzenbedingungen nicht leisten können, weil schlicht und einfach das Geld fehlt und der Bund ihnen auch nicht unter die Arme greifen darf. Nicht darf, wohlgemerkt, selbst wenn er es wollte: Das ist das Ergebnis der größten Grundgesetzänderung in Deutschland seit 1949, der Föderalismusreform von 2006.

Reformdruck

Die Föderalismusreform von 2006 machte die Bildungspolitik zur alleinigen Ländersache. Die Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der Bildungsplanung und -finanzierung wurde abgeschafft.

Die Beendigung dieses Kooperationsverbots sei nur eine Frage der Zeit, sagen Politiker. Am Donnerstag hat die SPD-Fraktion einen Antrag auf Gundgesetzänderung in den Bundestag eingebracht. „Das Kooperationsverbot ist Blödsinn. Es muss weg“, sagte SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier. Die SPD schlägt einen Artikel 104c vor, damit der Bund den Ländern unbefristet Finanzhilfen gewähren kann.

Auch die schwarz-gelbe Regierung Schleswig-Holsteins sprach sich in dieser Woche für eine Bundesratsinitiative zur Änderung des Grundgesetzes aus.

Die Folge: In den sogenannten Nehmerländern bluten Schulen und Universitäten oft regelrecht aus oder geraten in die Abhängigkeit von Drittmittelgebern, während in Geberländern reich aufgetischt wird. Schon im Kleinkindalter spielt es dann eine Rolle, an wesen Tafel man sitzt: Spendieren reiche Kommunen, in denen die Einnahmen üppig sprudeln, schon mal Gratis-Kitaplätze für alle, müssen andernorts klamme Gemeinden saftige Kita-Gebühren verlangen. Und schaffen es einige Länder, Schulen zu echten Lernoasen mit kleinen Klassen zu gestalten, so quetschen sich andernorts über 30 Schüler in gammelige Klassenräume mit mangelhaften Betreuungskonzepten.

Die Föderalismusreform war durchgepeitscht worden, weil die Länder Macht wollten: Sie wollten Macht über das eigene Bildungssystem behalten und verzichteten dafür trotzig auf die Möglichkeit, finanzielle Hilfen vom Bund zu bekommen. Das sogenannte Kooperationsverbot untersagt dem Bund, den Ländern finanziell unter die Arme zu greifen. Dass viele von ihnen sich damit hoffnungslos übernahmen, steht inzwischen fest. Nahezu parteiübergreifend sind deshalb Stimmen laut geworden, die die Aufhebung des Kooperationsverbots fordern.

Mit Schleswig-Holstein hat sich in dieser Woche erstmals eine schwarz-gelbe Landesregierung für eine solche Initiative stark gemacht. „Gesamtstaatliche Aufgaben verlangen nun einmal auch gesamtstaatliche Verantwortung. Deshalb müssen wir jetzt handeln, denn eine Grundgesetzänderung braucht ihre Zeit“, begründet Wissenschaftsminister Jost de Jager die Aktion. Der Bund verfüge über erhebliche Mittel, nicht aber die entsprechenden Zuständigkeiten – bei den Ländern sei es umgekehrt.

Uni Lübeck mit einem Trick gerettet

Gleichwohl fand Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) auch in jüngster Vergangenheit immer wieder Schleichwege, die das Kooperationsverbot umschifften. Zum Beispiel, indem man Helmholtz-Einrichtungen, die zu 90 Prozent aus Bundesmitteln finanziert sind, mit bestehenden Landesinstituten wie dem KIT in Karlsruhe und der Charité in Berlin fusionierte. Auch die Universität Lübeck konnte vor zwei Jahren nur mit diesem Trick gerettet werden: Das Kieler Leibniz-Institut IFM Geomar, das bis dato je zur Hälfte von Bund und Land unterhalten wurde, verwandelte sich in ein zu 90 Prozent vom Bund getragenes Helmholtz-Zentrum. So blieb dem Land Geld zur Rettung der Uni Lübeck.

Aber nicht nur die Hochschulen hat Schleswig-Holstein mit seiner Bundesratsinitiative im Blick. „Mir geht es besonders um die frühkindliche Bildung, um Qualitätsverbesserungen in Kindergärten und Krippen, um die Schulsozialarbeit, die Förderung von Ganztagsangeboten an Schulen sowie um die Entwicklung eines inklusiven Bildungswesens im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention“, betont Bildungsminister Ekkehard Klug (FDP). Nur wenn Bund und Länder zusammenarbeiten könnten, ließen sich „die hierfür erforderlichen Mittel mobilisieren“. Denn oftmals bewegen sich Bundesländer auch unverschuldet in der Nehmerland-Lage: So kritisiert Peter Michael Huber, Richter am Bundesverfassungsgericht, das Steuerzerlegungsgesetz von 1970, nach dem Einkommensteuern am Wohnort und nicht am Ort des Arbeitsplatzes gezahlt werden.

„Man müsste ja nur dieses Bundesgesetz ändern, und Bremen wäre Geberland“, sagte Huber jüngst dem Weser-Kurier mit Blick auf die Tatsache, dass viele niedersächsische „Speckgürtler“ täglich nach Bremen zur Arbeit pendeln, dort aber nicht ihre Steuern abliefern. In der Folge muss die Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD) mit einem superschmalen Budget über die Runden kommen, das Verteilungskämpfe vorprogrammiert.

Wandel an der Spitze

Der neue Präsident der Kultusministerkonferenz, der Hamburger Bildungssenator Ties Rabe (SPD), plädiert wie sein Kieler Kollege Klug für den Wegfall des Kooperationsverbots: „Es hat keinen Sinn. Bildung ist so wichtig, dass sich Länder und Bund hier gemeinsam engagieren müssen.“ Damit hebt er sich von seinem Vorgänger ab: Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) bewertete den Vorschlag einer Grundgesetzänderung für mehr Zuständigkeit des Bundes als „kontraproduktiv“.

Klar: Wer am Tischlein-deck-dich sitzt, für den sieht die Welt ganz anders aus. Nur: Wie erklärt man das dem Kindergartenkind, dem Schüler, dem Studenten, die allesamt nicht an dieser prächtigen Tafel sitzen, weil sie im falschen Land wohnen?

Das Kooperationsverbot von Bund und Ländern ist kontraproduktiv. Es gehört zum Wohle aller abgeschafft.

Jetzt kommentieren

Videonachrichten Wissen
Spezial
Blick in die Magellanwolke

Der Blick in den Weltraum auf ISS, Planeten, Sterne, Monde und die Sonne: Hintergründe, interaktive Grafiken, Fotostrecken und Videos.

Bildung

„Die Schule ist entbehrlich“

        

André Stern ist auch Gitarrist und Gitarrenbauer.

Der Franzose André Stern hat nie dauerhaft eine Bildungseinrichtung besucht. Er ermuntert dazu, das zu lernen, wofür man sich interessiert. Mehr...

Schulen

Grenzen für Lehrer fallen

Von Torsten Harmsen | 1 Kommentar
Ab 2014 können Lehrer endlich in ganz Deutschland unterrichten - sogar in Bayern.

Wenn ein Hamburger Lehrer in Bayern unterrichten wollte, hatte er bisher ein Problem. Ab dem kommenden Jahr soll sich das ändern.  Mehr...

Geschlechterlehre

Gesunde Faulheit zählt nicht mehr

Von Torsten Harmsen | 1 Kommentar
Ausgeprägtes Selbstbewusstsein: „Jungen sehen Lernanstrengung als Beweis für das Fehlen natürlicher Begabung – die sie für sich in Anspruch nehmen.“

Wenn Mädchen häufiger Abitur als Jungen machen, könne man das nicht auf eine Krise der Junge zurückführen. Mädchen sind schlichtweg leistungsbereiter - zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin.  Mehr...

Medien

Facebook auf dem Stundenplan

Von Katja Irle | Kommentieren
Nichts geht ohne: Digitale Medien und soziale Netzwerke gehören für Kinder und Jugendliche längst zum Alltag

Medienkompetenz ist neben Lesen, Schreiben und Rechnen die vierte Kulturtechnik, sagt der Schweizer Professor Beat Döbeli Honegger. Deshalb plädiert er für ein Schulfach Medienbildung. Mehr...

Wirtschaftskrise

Das harte Los der Migrantenkinder

Von Katja Irle | 5 Kommentare
Die wirtschaftliche Misere eines Landes lässt sich an den steigenden Zahlen von Einwandererkindern in den Vorbereitungsklassen ablesen.

Die Euro-Krise treibt viele Familien aus Süd- und Südosteuropa nach Deutschland. Einige verlassen nicht zum ersten Mal ihre Heimat. Für die Kinder ist die Auswanderung oft eine Herausforderung - und trotz Bemühungen können Schulen in Deutschland nicht so gut helfen, wie sie möchten.  Mehr...

Volksbegehren in Bayern

"Studiengebühren werden abgeschafft"

Früher war Ministerpräsident Seehofer für Studiengebühren, aber er hat es sich anders überlegt.

Ein Volksbegehren in Bayern zwingt den Landtag, noch einmal über Studiengebühren abzustimmen. Gibt es dort keine neue Mehrheit, entscheidet das Volk. Dem Ministerpräsidenten Seehofer kommt das gerade Recht.  Mehr...

Kinder und Bewegung

Noch weniger Sportstunden

Von Gudrun Weitzenbürger | 1 Kommentar
        

„Nun hängen wir hier. Macht was mit uns!“

Kinder verlernen die Bewegung. Wissenschaftler fordern eine Reform des Unterrichts.  Mehr...

G8

Turbo-Abitur bringt bessere Leistungen

Von Torsten Harmsen | 6 Kommentare
Eine Studie untersuchte erstmals die Auswirkungen der verkürzten Schulzeit auf die Schülerleistung.

Einer Hamburger Studie zufolge bringen Schüler, die nach zwölf Jahren das Abitur ablegen, bessere Leistungen als ältere Jahrgänge, die noch 13 Jahre zur Schule gingen. Mehr...

Islamunterricht

Nach dem Ramadan gibt es Süßes

Von Gudrun Weitzenbürger | Kommentieren
Lehrer im islamischen Religionsunterricht, Bonn.

In diesem Jahr ist der islamische Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen gestartet. Zunächst werden Grundschüler unterrichtet, nächstes Jahr sollen weitere Jahrgänge folgen. In Hessen gibt es bisher nur Vorgespräche mit Vertretern aus Glaubens- und Regierungskreisen. Mehr...

Bildungspolitik

„Schulnoten gehören abgeschafft“

Melden für die Bildungsrevolution.

"Was bildet ihr uns ein?" fragt eine Gruppe junger Autoren in ihrem Buch und fordert eine Bildungsrevolution in Deutschland. Susanne Czaja, eine Autorin des Buches, über fehlende soziale Durchlässigkeit und veraltete Lernmethoden. Mehr...

Peter Struck über Schule

Kinder lernen heute anders

Von Peter Struck | Kommentieren
Zum Lehrerberuf gehört heute mehr als nur Lesen und Schreiben beibringen - sie helfen bei der Erziehung.

Wie gelingt Erziehung? Der Bildungsforscher Peter Struck fordert eine vielfache Stärkung der Schule, die endlich ein Lebensort werden soll. Dafür müssten die Kinder so früh wie möglich gefördert werden.  Mehr...

Abitur

Minister wollen gleichen Abiturtest für alle

Abiturienten schreiben ihre Prüfung in Deutsch in einem bayrischen Gynasium.

Lange wurde debattiert und um Formulierungen gerungen: Heute wollen die Kultusminister der Länder einheitliche Leistungskriterien für Abiturienten vorstellen, damit die Prüfungen von der Nordsee bis zu den Alpen künftig besser verglichen werden können. Mehr...

EU-Bildungsvergleich

Zu wenige Schüler und Studenten

Von Tino Brömme | 1 Kommentar
In der neuen EU-Studie geht es auch um die Ursachen der Bildungsunterschiede.

Eine neue Studie macht Aussagen zur deutschen Bildungsbeteiligung im europäischen Vergleich. Einige deutsche Bundesländer schneiden dabei äußerst schlecht ab. Die Aussagekraft der Studie wird vom Wissenschaftsministerium bezweifelt.  Mehr...

Leistungsgefälle an Grundschulen

Fleiß und Glück führen zum Erfolg

Von Torsten Harmsen | 1 Kommentar
Sich zu bilden, kann Spaß machen. Eine Schülerin in der Ausstellung „Erlebnisland Mathematik“ in Sachsen  –  einem Siegerland der neuen Studie.

Das Gefälle zwischen den Grundschulleistungen der verschiedenen Bundesländer ist überaus groß. Woran aber liegen diese gewaltigen Unterschiede? Erklärungsansätze gibt es mehr als genug. Mehr...

Schulen im Vergleich

Leistungsgefälle von bis zu einem Schuljahr

Von Torsten Harmsen | 2 Kommentare
Die Grundschüler wurden in Deutsch und Mathe getestet.

Der neue bundesweite Grundschüler-Vergleich in Deutsch und Mathematik wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet. Viele Bildungspolitiker fragen sich, was der Vergleich überhaupt aussagt. Mehr...

Vergleich von Grundschulen

Bayerns Viertklässler lernen am besten

Mehr als 30.000 Grundschüler machten beim Vergleich mit, den Forscher für diskutabel halten.

Egal ob Lesen, Zuhören oder Rechnen: Im Süden lernen die Kinder vielfach besser. Die größten Probleme haben Berlin, Bremen und Hamburg. Das zeigt ein bundesweiter Vergleich von Grundschülern. Mehr...

Gemeinschaftsschulen

Starke und Schwache lernen zusammen

Von Jeannette Goddar | Kommentieren
Gemeinsam klüger werden: Gemeinschaftsschule in Tübingen.

Eine Studie bestätigt den Erfolg von Gemeinschaftsschulen. Der gemeinsame Unterricht nutzt sowohl den Schwachen als auch den Starken. Mehr...

Interview mit Bildungsforscher

Schulnoten machen süchtig

Kinder eifern eher den Schulnoten nach, als dem Ziel, sich den Lernstoff anzueignen.

Eine neue Form der Leistungsbewertung wird gebraucht, sagt der Psychologe und Bildungsforscher Georg Lind. So sollen nämlich Lehrinhalte und persönliche Leistungen der Schüler durch klassische Schulnoten in den Hintergrund geraten. Mehr...

Stadt der jungen Forscher 2014

Schüler für die Wissenschaft begeistern

Die Auszeichnung würdigt Städte, die Jugendliche für Wissenschaft begeistern.

Drei Stiftungen suchen die "Stadt der jungen Forscher 2014". Zum sechsten Mal soll eine Stadt gewürdigt werden, die in vorbildlicher Weise Jugendliche für Wissenschaft begeistert.  Mehr...

Hochbegabtenförderung

Hochbegabte haben es schwer

Deutschland hat in der Förderung von Hochbegabten noch Nachholbedarf, findet Christian Fischer von der Uni Münster.

Christian Fischer ist Experte für Begabungsforschung an der Uni Münster. Er findet, dass Deutschland sich am Mittelmaß orientiert und die Schulen bisher zu wenig auf Hochbegabte ausgelegt sind.  Mehr...

Thema Tod in der Schule

Für Kinder soll der Tod kein Tabu sein

Von Torsten Harmsen | 1 Kommentar
 Engel auf einem Kindergrab im irischen Killeany.

Der Deutsche Kinderhospizverein fordert, das schwierige Thema fest in den Unterricht zu integrieren. Psychologen unterstützen die Idee möglichst sachlicher Information, auch um überbordenden Fantasien und Ängsten bei Kindern entgegenzuwirken. Mehr...

Gegen G8

Kritik am Turbo-Abi

Von Luisa Rische | 1 Kommentar
Lernen in der Ganztagschule. Viele Eltern fordern das für ihre Kinder.

Eltern-Ohrfeige für die Bildungspolitik: Eine neue Studie zeigt, dass Mütter und Väter die Schulzeitverkürzung ablehnen. Dafür fordern ein Großteil Ganztagsschulen. Mehr...

Bußgeld für Schulschwänzer

Geteiltes Echo auf Bußgeld-Vorstoß

Ab in die Schule - sonst droht ein Bußgeld. Zumindest, wenn es nach den neuesten Plänen der Arbeitsministerin geht.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will Schulschwänzer mit einem Bußgeld bestrafen. Die Idee stößt nicht überall auf Begeisterung.  Mehr...

Schüler wählen wieder Latein

Potter erweckt Latein zum Leben

Von Katja Irle | 2 Kommentare
Auch wenn der größte Hype um den zaubernden Romanhelden Harry Potter längst vorbei ist - die gestiegene Nachfrage nach Lateinunterricht könnte eine langfristige Folge sein

Caesar ist tot, es lebe Latein! Die Zahl der Lernenden steigt wieder, jeder zehnte Schüler in Deutschland wählt Latein als Fremdsprache. Eine Gegenbewegung zur schnellen Kommunikationswelt? Mehr...

Kopfnote

Visionen

Von Alice Ahlers | Kommentieren
Die Übermotivation nach den Ferien lässt oft schnell wieder nach. (Archivbild)

Die Ferien sind vorbei, wir sind ausgeruht und sprühen vor Energie und Motivation. Plötzlich fangen wir an, Pläne zu machen, uns alles Mögliche vorzunehmen. Dahinter steckt pure Psychologie. Alice Ahlers erklärt, welche Schüler tatsächlich Erfolg haben. Mehr...

Bildungsmonitor

Sachsen siegt wieder im Schulvergleich

Von Torsten Harmsen | Kommentieren
Manche Bundesländer haben bei den Bildungschancen enorm aufgeholt, beispielsweise Bremen.

Das Ergebnis des Bildungsmonitors 2012 ist erschienen. Laut der Studie führen Sachsen und Thüringen. Hessen ist auf dem 9. Platz. Maßgebend für die Bewertung waren beispielsweise gute Bedingungen für eine individuelle Förderung von Kindern und der Zugang zu akademischen Abschlüssen. Mehr...

Bildungsmonitor

Deutschlands Schulen werden besser

Die Zahl der Ganztagsschüler hat sich in wenigen Jahren verfünffacht.

Mehr Migrantenkinder studieren, die Zahl der Betreuungsplätze steigt - insgesamt entwickelt sich das Bildungssystem in Deutschland positiv, zeigt der industrienahe "Bildungsmonitor". Neues Schlusslicht der Studie ist ein Bundesland im Norden.  Mehr...

Übergewicht bei Kindern

Einschulung macht dick

Hier wäre die Gewichtszunahme zumindest erklärlich. Jedes fünfte achtjährige Kind in Deutschland ist zu dick.

Analysen von Sportmedizinern der Uni Mainz zeigen: Im Alter von sieben Jahren nehmen Kinder häufiger zu, mit acht Jahren sind viele übergewichtig und bleiben es. Die Gründe dafür liegen aber nicht nur im Schulstress. Mehr...

Geschichtswissen

Der Osten hängt den Westen ab

Das Geschichtswissen der Schüler zeigt ein starkes Ost-West-Gefälle.

Das Wissen der Schüler über Geschichte zeigt ein starkes Gefälle zwischen den neuen und den alten Bundesländern. Eine Studie zeigt, dass ostdeutsche Schüler mehr wissen, vor allem über Zeitgeschichte. Mehr...

Pisa-Chef Andreas Schleicher

Mehr wissen als ein Smartphone

Ein Hauptschüler im sauerländischen Arnsberg.

Über kreativen Unterricht und das Lernen für die Welt von morgen berichtet Andreas Schleicher, der Leiter der internationalen Schulleistungsstudie Pisa. Warum Fachidioten künftig überflüssig sein werden. Mehr...

Gewalt im Klassenraum

"Lehrer darf kein Beschämungspädagoge sein"

Neue Formen der Gewalt: Lehrer üben psychische und verbale Gewalt auf ihre Schüler aus.

Pädagogik ist noch immer durch Gewalt geprägt, auch wenn sie meist subtil auftritt. Der Erziehungswissenschaftler Benno Hafeneger fordert eine neue Schulkultur Mehr...

Grundschule

Migranten werden nicht diskriminiert

Von Birgitta vom Lehn | 7 Kommentare
Dass Kinder von Migranten selten aufs Gymnasium kommen, hat mit den niedrigen Bildungsabschlüssen vieler Eltern zu tun.

Kinder von Migranten kommen selten aufs Gymnasium. An den Vorurteilen der Lehrer liegt das nicht, zeigt eine aktuelle Studie. Das schlechte Abschneiden hat andere Gründe.  Mehr...

Abitur für Zirkuskinder

Von der Manege in den Schulwagen

Von Michael Billig | Kommentieren

Weil Nachwuchsartisten im Zirkus zwischen Wohnwagen und Manege aufwachsen, kommt die Schule oftmals zu kurz - oder die Lehrer gaben ihnen eine Sonderrolle. Nun haben erstmals haben zwei Zirkuskinder in Deutschland ihr Abitur gemacht - in einem rollenden Klassenzimmer. Mehr...

Deutscher Schulpreis 2012

Beste deutsche Schule steht in Neuruppin

Von Jeannette Goddar | Kommentieren
Die Evangelische Schule im brandenburgischen Neuruppin.

Erstmals wird ein Gymnasium zur besten Schule Deutschlands gekürt. Der Preis belohnt auch Mut, Neues zu versuchen. Besonders beeindruckt hat die Jury die enge Bindung zwischen Lernenden und Lehrenden. Mehr...

Ernährung in der Schule

Viel Fett und wenige Nährstoffe im Schulessen

Von Katja Tichomirowa | 3 Kommentare
Ob's schmeckt? Das Schulessen ist zumeist mangelhaft.

Das deutsche Schulessen ist mangelhaft. Aber warum ist das so? Wir zählen sieben Gründe auf, die das Problem erklären. Mehr...

Lehrer in Deutschland

Schüler überfordern ihre Lehrer

Von Torsten Harmsen | 4 Kommentare
Der Ruf der Lehrer hat sich verbessert.

Das Image der Lehrer in Deutschland hat sich verbessert. Gleichzeitig findet jeder zweite Lehrer, der Umgang mit Schülern sei heute schwieriger als früher. Genauso viele fühlen sich durch die Lehrerausbildung nur unzureichend vorbereitet. Mehr...

Zeugnisse

Schulnoten sind häufig ungerecht

Von Stephan Lüke | 1 Kommentar
Zeugnisvergabe an der Frankfurter Wöhlerschule.

Zensuren geben Leistungen oft nicht gerecht wieder. Sie hängen auch von der Schulklasse und der Herkunft ab. Viele Begabungen der Kinder werden nicht erfasst. Mehr...

Schulbildung

Was soll mein Kind noch lernen?

Von Torsten Harmsen | Kommentieren
Was sollen Schüler heute noch in der Schule lernen, wenn in Zeiten des Internets Wissen überall und jederzeit verfügbar ist?

In Zeiten des Internets, in dem Wissen überall und jederzeit verfügbar ist, wollen Forscher und Politiker gemeinsam einen neuen Bildungskanon finden. Mehr...

Schule und Noten

Schöne Schüler bekommen bessere Noten

Von Torsten Harmsen | 1 Kommentar
Natürlich lässt sich nicht jede Lehrerin von jedem Schönling einwickeln. Aber einen Einfluss hat das Äußere auf Schulnoten durchaus.

Lehrer sind halt auch nur Menschen: Schüler, die als attraktiv gelten, bekommen meist die besseren Noten, wie eine Studie zeigt. Doch Vorsicht: Sonnenbank, Schminken, coole Haare und Klamotten führen nicht unbedingt zum besseren Zeugnis! Mehr...

Bildungsstudie

Land der Bildungsabsteiger

Von Jeannette Goddar | Kommentieren
Schulanfänger in Düsseldorf.

Es bleibt dabei: Auch gut zehn Jahre nach dem Pisa-Schock haben es Kinder aus armen und zugewanderten Familien schwer in Deutschland. Der Chancenspiegel zeigt: „Durchlässigkeit“ gibt es vor allem nach unten. Mehr...

Bildung

Das Märchen von der Jungenkrise

Von Jana J. Bach | 1 Kommentar
Auch Jungen können glücklich und erfolgreich in der Schule sein.

Sind männliche Schüler Bildungsverlierer, weil in Grundschulen vor allem Frauen unterrichten? Forscher bezweifeln diese These Mehr...

Langzeitstudie

Zu frühe Einschulung verkürzt das Leben

Von Birgitta vom Lehn | 1 Kommentar

Der Trend geht derzeit zu Chinesisch schon im Kindergarten. Doch eine amerikanische Langzeitstudie warnt davor, Kinder zu früh einzuschulen. Mehr...

Lernen mit Salman Khan

Pablo will es wissen

Von Lilo Berg | Kommentieren
Salman Khan, 36, ist der momentan populärste online-Lehrer der Welt. Seine Lektionen hält der ehemalige Hedgefonds-Manager von seiner Wohnung im kalifornischen Mountain View aus. Mehr als 3000 seiner Videos sind im Internet abrufbereit.

Sie kommen aus Familien, in denen es noch niemand auf ein College geschafft hat. 300 Migrantenkinder lernen in einer Schule am Rande des kalifornischen Silicon Valley mit Hilfe von Online-Lektionen.  Mehr...

Elite-Schüler

Hochbegabt und keiner merkt's

Von Katja Irle | Kommentieren
Tiefere Einblicke für Hochgegabte:   Ob aus Kindern, die besonders schnell lernen der nächste Einstein wird, ist nicht garantiert.

Besonders talentierte Schüler gelten als problematisch, dabei sind die meisten unauffällig. Eine Förderung brauchen sie trotzdem - eigentlich. Denn bei der Einschätzung liegen sowohl Pädagogen als auch Eltern oft falsch. Mehr...

Humor in der Schule

Wenn der Lehrer Faxen macht

Von Torsten Harmsen | Kommentieren
        

Mathe bietet selten einen Grund zum Lachen. Hier aber offenbar doch.

Richtig eingesetzt, fördert Humor das Klassenklima und sogar die Lernergebnisse. Psychologen warnen aber vor Missbrauch. Mehr...

Humorstile

Fiese Sprüche schaden der Gesundheit

        

Tabea Scheel ist Psychologin  an der Universität Leipzig.

Die Psychologin Tabea Scheel hat die Wirkungen verschiedener Humorstile an Schulen untersucht. Im Interview warnt sie vor negativen Wirkungen. Mehr...

Kommentar zum Sanierungsstau an Schulen

Verpulvert

Von Torsten Harmsen | Kommentieren

Ein neuer Wettbewerb nutzt allenfalls dem Bundesumweltminister, aber nicht der Umwelt.  Mehr...

Problematische Bewertung

Schulnoten sind ungerecht

Von Alice Ahlers | 3 Kommentare
Kinder in der Goethe-Schule in Potsdam.

Arbeiterkinder und Jungen werden bei der Empfehlung fürs Gymnasium benachteiligt. Das hat eine Studie der Vodafonestiftung ergeben. Experten plädieren für die Abschaffung von Noten und die Einführung einer schriftlichen Beurteilung. Mehr...

10 Jahre Pisa-Studie

Der heilsame Pisa-Schock

Lernen für Pisa.

Der erste Pisa-Befund vor zehn Jahren war für die deutschen Schulen vernichtend. Über die Therapie des Schulsystems wird immer noch gestritten. Auch die Behandlung dauert an.  Mehr...

Deutscher Lernatlas

Im Norden herrscht große Leere

Von Torsten Harmsen | Kommentieren
Screenshot

Eine bundesweite Erhebung zeigt riesige Unterschiede in den Lern- und Lebensbedingungen für Schüler in Deutschland. Wer die besten Bedingungen vorfinden will, sollte sein Kind im Main-Spessart-Kreis anmelden. Mehr...

Spezial
Kindermund tut Wahrheit kund (FR vom 22. November 2011)

Zeichen für den Klimawandel: Erderwärmung, saure Meere, Treibhauseffekt, Ozonloch, Wetterkapriolen und Naturkatastrophen.

Spezial

Vor vierzig Jahren brachen mutige Männer auf, um einen Menschheitstraum zu erfüllen - die Landung auf dem Mond.