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Studium

01. Februar 2012

Studieren im Grünen: Abfall als Ressource für neue Produkte

 Von Anne Rasmus

In Deutschland gibt es etwa 13.000 Bachelor- und Masterstudiengänge. Die Entscheidung, was man studieren soll, fällt schwer. Immer wieder trifft man auch auf ganz besondere und innovative Fächer. Um einen Eindruck von der Vielfalt der Angebote zu vermitteln, stellen wir in loser Folge Studiengänge vor. Heute: Kreislaufwirtschaft.

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Bring doch mal den Müll raus! Zumindest bei dieser unbeliebten Aufforderung hat jeder auch unbewusst mit Kreislaufwirtschaft zu tun. Abfall gehört ja längst nicht mehr nur in die Müllverbrennung oder auf die Deponie, sondern zu knapp zwei Dritteln nutzen wir ihn als Rohstoff für neue Produkte.

Aber wie das funktioniert, ist für die meisten ein Mysterium. In Magdeburg studieren angehende Kreislaufwirtschaftler, wie aus Plastiktüte, Weinflasche und Zeitung neue Verpackungen werden, was ein Betrieb tun muss, damit er keinen Giftmüll produziert und welche Vorschriften bei alldem zu beachten sind.

„Studieren im Grünen“ ist der Wahlspruch der Hochschule Magdeburg-Stendal, und neben den Strandbars am Elbufer und dem üppigen Rasen des Campus sind damit auch viele umweltbezogene Fächer gemeint. Seit dem deutschen Kreislaufwirtschaftsgesetz von 1996, das Vermeiden und Verwerten von Abfall vor die Beseitigung stellt, boomt die Branche. 560 Kilogramm Abfall oder potenziellen Rohstoff wirft statistisch jeder Deutsche jährlich in den Container.

Um daraus etwas zu machen, belegen die Studierenden verschiedene naturwissenschaftliche Fächer wie Hydrochemie/Abfallchemie, Hydrobiologie, Ökologie, Geologie/Bodenkunde und Gewässerkunde. In modernen Laboren können sie dabei selbst experimentieren, dank der guten Praxisverbindungen der Dozenten auch aktiv forschen. Bei nur 30 Leuten pro Studienjahr klappt der enge Kontakt zu Lehrkräften und Kommilitonen schnell.

Weitere Themen des Studiums sind Abwassertechnik, Abwasservermeidung/Recycling, Biologische Abfallbehandlung, Thermische Abfallbehandlung, Abfalllogistik, Immissionsschutz und Altlasten. Dazu kommt ingenieurwissenschaftliches Wissen.

Wer also technisch interessiert ist und mit seinem Wissen aktiven Umweltschutz betreiben will, ist in diesem Studiengang richtig. Da sich die künftigen Bachelors of Engineering zudem die nötigen Grundlagen in Vermessungstechnik, Raumordnung/Landesplanung, Recht, Volks- und Betriebswirtschaftslehre aneignen, können sie auch in Überwachungsbehörden arbeiten. Die Mehrzahl geht nach dem Studium erst einmal in die Praxis, plant Apparate und Anlagen in der Abfallwirtschaft, managt die Stoffströme in einer Kommune oder arbeitet in Umweltbereichen der Industrie.

Ein Weiterstudieren bis zum Master ist in Magdeburg in der Ingenieur-Ökologie und Wasserwirtschaft möglich. Ein Plus der Fachhochschule sind der niedrige Semesterbeitrag inklusive Ticket für Bus und Bahn, das Wegfallen von Studiengebühren und die günstigen Lebenshaltungskosten.

Das nicht zulassungsbeschränkte Studium dauert sieben Semester und führt zum Bachelor of Engineering (B.Eng.) Ein vierzehnwöchiges Praktikum ist Pflicht.

www.hs-magdeburg.de

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Von Torsten Harmsen | Kommentieren

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Von Alice Ahlers | 3 Kommentare
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