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Studium

11. Juli 2012

Wachsende Studentenzahl: Seminare auch am Wochenende

 Von Christina Michaelis
Studenten der TU Darmstadt sitzen im Audimax. (Archivbild) Foto: dpa

Hessische Unis wappnen sich mit neuen Konzepten für den doppelten Abiturjahrgang 2013. Wochenendseminare erschweren den Studenten künftig das Leben. Und das ist nicht das einzige Problem.

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In Hessen steht der große Ansturm noch aus. Während in Baden-Württemberg, Berlin, Bremen und Brandenburg bereits in diesem Jahr ein doppelter Abiturjahrgang an die Hochschulen drängt, wappnen sich die hessischen Universitäten und Fachhochschulen aktuell schon für 2013. Denn dann werden gleich zwei komplette Jahrgänge aus den Gymnasien entlassen. Und das stellt die Hochschulen im Land vor große Herausforderungen. Um die zu meistern, bedarf es flexibler Konzepte und Lösungen.

An der Goethe-Universität in Frankfurt waren zum Sommersemester 2012 knapp 41.350 Studenten eingeschrieben, die Hochschule zählt zu den größten bundesweit – und wächst weiter. Die Situation ist allerdings nicht neu: „Vor allem in den Metropolen macht sich die steigende Zahl der Studienanwärter schon länger bemerkbar“, sagt Pressereferent Dirk Frank. Um den erhöhten Andrang zu bewältigen, verlege man künftig einige Seminare in den Abend oder das Wochenende und rekrutiere pensionierte Professoren als Unterstützung. Mehr Personal will auch die Justus-Liebig-Universität in Gießen einstellen. Die Mittel dafür sollen größtenteils aus dem Hochschulpakt 2020 kommen.

Mehr zulassungsbeschränkte Fächer

An der Technischen Universität (TU) Darmstadt wurde gleich ein ganzes Maßnahmenpaket verabschiedet, um angesichts der steigenden Studentenzahl die Qualität der Ausbildung zu sichern. In Vorbereitung auf den doppelten Abiturjahrgang arbeitet man mit Hochdruck auch an der räumlichen Situation. Denn schon jetzt sind die Hörsäle bis auf den letzten Stuhl besetzt. Pressesprecher Christian Siemens zeigt sich angesichts der Baukräne vor seinem Fenster allerdings optimistisch. „Wir schaffen neue Hörsäle, eine neue Bibliothek und nicht zuletzt auch neue Arbeitsplätze.“ Um die erwartete Bewerbungsflut zumindest teilweise einzudämmen, plant die TU Darmstadt eine Zulassungsbegrenzung stark nachgefragter Studiengänge, die bisher nicht durch einen Numerus clausus beschränkt waren.

Zusätzliche Angebote

Auch in Nordrhein-Westfalen ist der doppelte Abiturjahrgang im kommenden Jahr ein großes Thema. Die Unis und Fachhochschulen rechnen landesweit mit rund 111.000 Studienanfängern. Zum Vergleich: 2005 waren es knapp 80.000. Die Universität zu Köln will vor diesem Hintergrund bis 2015 insgesamt 8700 neue Studienplätze schaffen sowie das Beratungs- und Betreuungsangebot ausbauen. Zudem, sagt Sprecher Patrick Honecker, habe man sich mit den anderen Hochschulen in NRW auf einen gemeinsamen Zeitplan für die örtliche Vergabe von Zusagen geeinigt.

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