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Krieg in Syrien
In Syrien soll Präsident Al-Assad Giftgas eingesetzt haben. Der Westen erwägt einen Militärschlag.

17. Januar 2014

Syrien : Russland liefert Assad mehr Waffen

Für Jesus und Baschar: Bild eines Milizionärs, der für Assad kämpft.  Foto: AFP

Während westliche Länder für Friedensgespräche in Syrien werben, verstärkt Russland seine Waffenlieferungen an das Assad-Regime. Sogar Drohnen und lenkbare Bomben sollen dabei sein.

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Russland hat in den vergangenen Wochen seine Waffenlieferungen an Syrien intensiviert. Wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Kreisen erfuhr, die Informationen über diese Lieferungen haben, erhielten die Truppen von Präsident Baschar al-Assad auch gepanzerte Fahrzeuge, Drohnen und lenkbare Bomben.

Russland, das seinen Einfluss im Nahen Osten behalten und ausbauen will, ist schon seit jeher der wichtigste Waffenlieferant Syriens. Es hat auch in den drei Jahren des Bürgerkrieges in seiner Unterstützung für Assad nicht nachgelassen. Die jüngsten Waffenlieferungen fallen allerdings in eine kritische Phase der diplomatischen Bemühungen des Westens, Regierung und Opposition für Friedensgespräche an einen Tisch zu bekommen.

Seit Dezember seien Lieferungen von Waffen und militärischen Ausrüstungen von Russland direkt oder über Umwege nach Syrien gelangt, bestätigten mehrere Informanten. "Dutzende Antonow 124 (Transportflugzeuge) haben gepanzerte Fahrzeuge, Aufklärungs- und Radartechnik, Geräte zur elektronischen Kriegsführung, Hubschrauber-Ersatzteile und verschiedene Waffen wie Lenkbomben gebracht", sagte ein Nahost-Sicherheitsexperte. "Russische Berater und Geheimdienstexperten steuern rund um die Uhr Aufklärungsdrohnen, um den syrischen Truppen zu helfen, Positionen der Rebellen auszuspähen, deren Kapazitäten zu analysieren und präzise Schläge von Artillerie und Luftwaffe gegen sie auszuführen", sagte der Informant, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Der Sprecher des russischen Rüstungsexport-Monopolisten Rosoboronexport, Wjatscheslaw Dawidenko, sagte, er könne sich zu Waffenlieferungen nach Syrien nicht äußern. Russland erklärte mehrfach offiziell, seine Lieferungen nach Syrien verletzten keine internationalen Verträge und Abkommen. Außerdem würden keine Angriffswaffen dorthin exportiert. Syrische Vertreter waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Bulgarien und Ukraine bestreiten Lieferungen

Ein weiterer Informant aus der internationalen Rüstungsindustrie mit Kenntnis der Ströme von Militärgütern im Nahen Osten bestätigte die Lieferung an Assad. "Die Ausrüstungen kamen nach Syrien, und entweder wurden sie von Russland selbst geliefert oder sie stammen aus Ländern der Schwarzmeer-Region wie Bulgarien, Rumänien oder der Ukraine, wo es verschiebbare Vorräte gibt." In allen diesen Ländern gibt es Infanteriewaffen russischen Typs, die zu Zeiten des Warschauer Pakts in eigenen Werken hergestellt wurden.

Das bulgarische Außenministerium erklärte dazu, das zuständige Exportkontrollgremium habe keine Ausfuhrerlaubnis für Lieferungen nach Syrien erteilt. Das Außenministerium der Ukraine erklärte, das Land habe freiwillig jegliche militärische und technische Zusammenarbeit mit Syrien gestoppt, und zwar bereits im Mai 2011. Rumänische Behörden reagierten zunächst nicht auf eine entsprechende Anfrage.


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Aus syrischen Oppositionskreisen verlautete, einige der Rüstungslieferungen seien vor etwa drei Wochen über den Flughafen Latakia gekommen, andere über die Häfen Tartus und Latakia. Vor drei oder vier Wochen sei der Hafen von Tartus, wo sich auch eine russische Militärbasis befindet, für mehrere Stunden abgeriegelt worden.

Nur autorisiertes Personal sei hineingelassen worden - ein sicheres Zeichen, dass Lieferungen angekommen seien. Das sei öfter passiert, meist in den Nachtstunden. Experten zufolge würden Fahrzeuge in der Regel mit Schiffen transportiert, wo sie herauf- und herunterfahren können. Leichte Waffen und Ausrüstungen könnten auch in ganz normalen kommerziellen Containern verpackt sein. (rtr)

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