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Krieg in Syrien
In Syrien soll Präsident Al-Assad Giftgas eingesetzt haben. Der Westen erwägt einen Militärschlag.

03. März 2016

Waffenruhe: UN sehen Fortschritte in Syrien

UN-Sondervermittler Staffan de Mistura.  Foto: REUTERS

Seit Samstag gilt in Syrien eine Feuerpause. Der Sondervermittler der Vereinten Nationen sieht besonders bei der humanitären Hilfe bereits eine positive Wirkung. Doch die Situation bleibt fragil.

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Die Vereinten Nationen sehen Fortschritte im syrischen Friedensprozess. „Die generelle Waffenruhe hat gehalten. Die Gewalt hat stark abgenommen“, sagte der UN-Sondervermittler Staffan de Mistura am Donnerstag in Genf. Die seit Samstag geltende Feuerpause habe auch einen positiven Einfluss auf die humanitäre Hilfe für Menschen in schwer erreichbaren Gebieten. Die Situation erleichtere die neue Runde der Friedensgespräche zwischen der syrischen Regierung und der Opposition am 9. März. „Ein Erfolg ist nicht garantiert, aber der Fortschritt ist sichtbar“, sagte de Mistura. Die Situation in Syrien sei aber immer noch fragil.

Viele notleidende Menschen in belagerten Städten könnten nun mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden. Darunter sei auch ein Ort, der seit eineinhalb Jahren keine Hilfslieferungen mehr bekommen habe, sagte UN-Nothilfe-Experte Jan Egeland. In den vergangenen drei Wochen hätten 235 Lastwägen 115 000 Menschen mit Gütern versorgt.

Eine halbe Million Syrer lebe in belagerten Gebieten, vier Millionen hätten nur unregelmäßig Zugang zu Hilfe. Früher habe eine Genehmigung für Transporte oft Monate gedauert. Das solle beschleunigt werden. Gemeinsam mit der Waffenruhe könne das „die bahnbrechende Wende sein, auf die wir schon lange gewartet haben“, so Egeland. (dpa)

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