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Terror

08. Januar 2016

Ägypten : Touristen mit Messern verletzt

Bei einem Anschlag auf ein Hotel in Ägypten sind am Freitag mehrere Touristen verletzt worden.  Foto: rtr

Erneut ist Ägypten Schauplatz eines Terroranschlags. Ziel sind wieder Touristen und damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor des Landes. Auswärtiges Amt mahnt Reisende in Hurghada zur Umsicht.

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Die ägyptischen Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben am Freitag einen Angriff auf ein Hotel in dem Touristenzentrum Hurghada am Roten Meer vereitelt. Ein bewaffneter Angreifer sei getötet, ein weiterer schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit. Drei Touristen - zwei Österreicher und ein Schwede - wurden nach Angaben der ägyptischen Behörden mit Messern verletzt. Das Auswärtige Amt in Berlin sprach eine Teilreisewarnung aus.

Die mit Messern bewaffneten Angreifer hätten versucht, vom Restaurant aus in das Hotel Bella Vista vorzudringen, erklärte das ägyptische Innenministerium. Die verletzten Touristen seien mit Messern verwundet worden, sie seien aber in einem "stabilen Zustand", teilte das Gesundheitsministerium mit. Die drei Hotelgäste hätten nur "leichte Verletzungen" davongetragen.

Bei dem getöteten Angreifer handelt es sich nach Angaben des ägyptischen Innenministeriums um einen Studenten. Ein Augenzeuge sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Polizei habe das Hotel evakuiert. Sprengstoffexperten durchsuchten demnach das Gebäude.

Das Auswärtige Amt teilte am Abend mit, die Lage in Hurghada sei noch unklar. "Gesicherte Erkenntnisse, ob deutsche Staatsangehörige betroffen sind, liegen uns bislang nicht vor", erklärte ein Ministeriumssprecher. Reisenden wurde geraten, zunächst in den Hotels zu bleiben. Sie sollten die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes beachten und sich informiert halten.

Buchungen gehen zurück

Hurghada ist in den Wintermonaten ein beliebtes Reiseziel. Die Tourismus-Industrie ist eine der wichtigsten Einnahmequellen Ägyptens. Die Reisebuchungen gingen spürbar zurück, seit am 31. Oktober eine russische Passagiermaschine abstürzte, die vom ägyptischen Badeort Scharm el-Scheich gestartet war. Bei dem Absturz kamen alle 224 Insassen ums Leben. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich dazu, den Absturz verursacht zu haben.

Der IS bekannte sich am Freitag auch zu einem Anschlagsversuch in Kairo. Der Angriff vom Donnerstag galt einem Bus, der vor einem Hotel in Kairo stand. Der Bus habe für eine Gruppe von 40 arabischen Israelis bereit gestanden, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte, der nicht namentlich genannt werden wollte. Jugendliche hatten Feuerwerkskörper geworfen, einer von ihnen schoss mit Schrot auf Polizisten. Verletzt wurde niemand. (afp/dpa)

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Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Hintergrund

Das französische Wochenblatt "Charlie Hebdo" ist inhaltlich mit dem deutschen Satiremagazin "Titanic" vergleichbar. Es veröffentlichte 2006 umstrittene Mohammed-Karikaturen. Im Jahr 2011 hatte "Charlie Hebdo" zum Wahlerfolg der Islamisten in Tunesien eine Sonderausgabe mit einem "Chefredakteur Mohammed" herausgebracht. Anschließend verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf die Redaktionsräume in Paris.

Autoren und Zeichner scheren sich wenig um politische Korrektheit in ihren Attacken gegen die Mächtigen aus Politik und Wirtschaft, aber auch gegen Sekten, Rechtsextreme oder religiöse Eiferer.

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Mohammed-Karikaturen in der dänischen Zeitung "Jyllands-Posten", ein Bericht des US-Magazins "Newsweek" über die angebliche Schändung des Korans im Gefangenenlager Guantánamo, ein in den USA produziertes Schmäh-Video über Mohammed - die bisherigen Fälle. Eine Zusammenstellung.

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