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Terror

14. Januar 2016

Indonesien: IS-Miliz bekennt sich zu Anschlagserie

Scharfschützen verbarrikadieren sich hinter einem Polizeiwagen.  Foto: afp

Bei einer Anschlagserie in Jakarta kommen mindestens sieben Menschen ums Leben. Bomben detonieren im Zentrum der Stadt. Präsident Widodo spricht von einem Terroranschlag, mittlerweile ist der Anti-Terror-Einsatz beendet.

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Bei mehreren Bombenexplosionen im Zentrum der indonesischen Hauptstadt Jakarta sind am Donnerstag mindestens sieben Menschen getötet worden. Fünf Attentäter seien unter den Toten, sagte der Sprecher der Stadtverwaltung, Mohammad Iqbal.

Auch Schüsse waren vor einem Starbucks-Café gegenüber von einem Einkaufszentrum zu hören, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die Polizei warnte die Bevölkerung, es könnte noch mehr Bomben geben.

Mindestens sechs Explosionen waren in Jakarta zu hören, wie der AFP-Journalist berichtete. Eine Polizeistation sei beschädigt worden. Polizeisprecher Anton Charliyan sprach von Bombenexplosionen: "Das ist eine Bombe", sagte er.

Zunächst war unklar, wer hinter dem Anschlag stecken könnte. Erst vor wenigen Wochen waren in Indonesien nach einer Drohung gegen den Flughafen von Jakarta die Sicherheitsvorkehrungen erhöht worden.

Nach den Worten von Präsident Joko Widodo handelt es sich um Terroranschläge, zu denen sich jetzt eine IS-Miliz bekannt hat. Er rief die Bevölkerung am Donnerstag zur Ruhe auf. Jetzt hat die schwer bewaffnete Polizeieinheit ihren Anti-Terror-Einsatz beendet.

Das Land, in dem zahlenmäßig die meisten Muslime weltweit leben, war in den Jahren 2000 bis 2009 Ziel mehrerer schwerer Bombenanschläge. Allein bei einem Attentat auf der Urlaubsinsel Bali wurden im Jahr 2002 insgesamt 202 Menschen getötet. Seither gehen die Behörden hart gegen Extremisten vor. In den vergangenen Jahren hatten diese ihre Anschläge vor allem gegen innere "Feinde des Islam", vor allem die Polizei, gerichtet. Seit 2009 hatte es keine Anschläge mehr gegen Ausländer gegeben. (ktho/afp)

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Hintergrund

Das französische Wochenblatt "Charlie Hebdo" ist inhaltlich mit dem deutschen Satiremagazin "Titanic" vergleichbar. Es veröffentlichte 2006 umstrittene Mohammed-Karikaturen. Im Jahr 2011 hatte "Charlie Hebdo" zum Wahlerfolg der Islamisten in Tunesien eine Sonderausgabe mit einem "Chefredakteur Mohammed" herausgebracht. Anschließend verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf die Redaktionsräume in Paris.

Autoren und Zeichner scheren sich wenig um politische Korrektheit in ihren Attacken gegen die Mächtigen aus Politik und Wirtschaft, aber auch gegen Sekten, Rechtsextreme oder religiöse Eiferer.

Zeittafel

Mohammed-Karikaturen in der dänischen Zeitung "Jyllands-Posten", ein Bericht des US-Magazins "Newsweek" über die angebliche Schändung des Korans im Gefangenenlager Guantánamo, ein in den USA produziertes Schmäh-Video über Mohammed - die bisherigen Fälle. Eine Zusammenstellung.

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