Aktuell: Fußball-EM 2016 | Brexit | HIV und Aids | Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Zuwanderung Rhein-Main
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Terror

18. Januar 2016

Marokko: Belgier mit Verbindung zu Paris-Attentätern festgenommen

Menschen trauern vor dem Bataclan in Paris.  Foto: imago/ZUMA Press

Er soll in Syrien für Al-Nusra gekämpft und sich später dem IS angeschlossen haben: In der Nähe von Casablanca wird ein Belgier festgenommen, der offenbar mit einem der Attentäter von Paris nach Syrien zog.

Drucken per Mail

Marokkanische Sicherheitskräfte haben einen Belgier festgenommen, der eine direkte Verbindung zu den Attentätern der Pariser Terroranschläge gehabt haben soll. Der Mann habe marokkanische Wurzeln, erklärte das Innenministerium in Rabat am Montag. Bei den Anschlägen Mitte November hatten Terrorkommandos 130 Menschen getötet.

Dem marokkanischen Innenministerium zufolge wurde der Verdächtige in der Stadt Mohammedia nahe Casablanca festgenommen. Demnach kämpfte er früher in den Reihen der Nusra-Front, des syrischen Ablegers des Terrornetzwerks Al-Kaida. Später sei er zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gewechselt, hieß es weiter. Diese hatte sich zu den Pariser Anschlägen bekannt.

Über die Türkei, Deutschland, Belgien und die Niederlande sei der Mann nach Marokko gekommen, erklärte das Innenministerium. Details zu den Anschuldigungen und seiner Identität nannte es nicht. Es erwähnte lediglich die Anfangsbuchstaben seines Namens.

Belgische Polizisten hatten im Dezember mehrere Verstecke der Attentäter entdeckt. Nach Medienberichten sollen - bisher nicht klar identifizierte - Hintermänner aus Belgien die Pariser Angriffe gesteuert haben. Die belgische Justiz nahm nach den Anschlägen zehn Personen vorläufig in Haft. (dpa)

[ Lesen Sie jetzt das EM-Spezial der FR - digital oder gedruckt sechs Wochen lang ab 27,30 Euro. Hier geht’s zur Bestellung. ]

Zur Homepage

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Dossier

Paris, Istanbul, Brüssel - der Terror erreicht Europa. Das Dossier.

Anschläge in Paris

Orgie von Gewalt und Tod

Von Kugeln durchlöchert: ein Fenster des Restaurants Carillon.

An den Schauplätzen des islamistischen Terrors kann man im Umkehrschluss erkennen, was es zu verteidigen gilt: die Freiheit, die Vielfalt der Lebensstile, Kunst und Kultur, Geschichte und Tradition. Mehr...

Videonachrichten Terror

Dossier

Flucht und Zuwanderung



Millionen Menschen sind auf der Flucht vor Krieg und Terror, viele sterben auf dem Weg nach Europa. Dort steht die Politik vor Herausforderungen. Wenige protestieren, viele Menschen helfen.

Dossier-Übersicht - alles auf einen Blick
Kommentare und Leitartikel - Meinung der FR
Zuwanderung in Rhein-Main - Lage vor Ort

Anzeige

Verlagsveröffentlichung


Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Hintergrund

Das französische Wochenblatt "Charlie Hebdo" ist inhaltlich mit dem deutschen Satiremagazin "Titanic" vergleichbar. Es veröffentlichte 2006 umstrittene Mohammed-Karikaturen. Im Jahr 2011 hatte "Charlie Hebdo" zum Wahlerfolg der Islamisten in Tunesien eine Sonderausgabe mit einem "Chefredakteur Mohammed" herausgebracht. Anschließend verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf die Redaktionsräume in Paris.

Autoren und Zeichner scheren sich wenig um politische Korrektheit in ihren Attacken gegen die Mächtigen aus Politik und Wirtschaft, aber auch gegen Sekten, Rechtsextreme oder religiöse Eiferer.

Zeittafel

Mohammed-Karikaturen in der dänischen Zeitung "Jyllands-Posten", ein Bericht des US-Magazins "Newsweek" über die angebliche Schändung des Korans im Gefangenenlager Guantánamo, ein in den USA produziertes Schmäh-Video über Mohammed - die bisherigen Fälle. Eine Zusammenstellung.

Meinung