Aktuell: US-Wahl | Türkei | Brexit | Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Zuwanderung Rhein-Main
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Islamischer Staat (IS, Isis)
Islamischer Staat (IS) oder Isis (Islamischer Staat im Irak und Syrien) nennt sich jene Terrorgruppe, die ein Kalifat anstrebt.

26. September 2014

IS: Großbritannien macht mobil gegen IS

Dänemark schickt sieben Kampfjets vom Typ F-16 in den Kampf gegen IS.  Foto: dpa

Das Bündnis gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erhöht den Druck: Dänemark will Kampfjets und Soldaten schicken. Auch Großbritannien will Kampflugzeuge schicken. Nach Medienberichten könnten die Royal Air Force noch heute eingreifen.

Drucken per Mail
Damaskus/Berlin –  

Mit Kampfflugzeugen wollen weitere europäische Staaten die Luftangriffe gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützen: Die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt sagte am Freitag, ihr Land werde sieben F16-Maschinen und Soldaten für die Ausbildung der IS-Gegner entsenden. Folgen wird Großbritannien: Das Parlament stimmte am Freitag nach mehrstündigen Debatte für eine Beteiligung an Luftangriffen gegen die Milizen des IS.

Der IS sei «eine klare und erwiesene Bedrohung für das Leben von Briten», sagte Cameron zuvor in der mehrstündigen Debatte. Die Militäraktion werde «eher Jahre als Monate» dauern. Britische Medien spekulierten darüber, dass erste Kampfflugzeuge der Royal Air Force noch am Freitag in die Kämpfe eingreifen könnten.

Ablehnung vor einem Jahr

Die Abgeordneten waren für die Abstimmung aus der Sommerpause zurückgeholt worden. Das Unterhaus gab der Regierung von Premierminister David Cameron am Freitag mit großer Mehrheit grünes Licht für den Militäreinsatz. 524 stimmten für den Regierungsantrag, 43 stimmten dagegen.

Das Mandat schließt den Einsatz von Bodentruppen aus. Ausgeklammert ist ebenso eine mögliche Beteiligung an Luftschlägen gegen den IS auf syrischem Boden.

Im vergangenen Jahr war eine britische Beteiligung an US-geführten Luftschlägen überraschend im Unterhaus abgelehnt worden - die Entscheidung hatte Cameron international unter Druck gesetzt.

Setzt auf einen breiten Konsens: Der britische Premierminister David Cameron.  Foto: Reuters

Großbritannien ist von den Gräueltaten der IS in besonderer Weise betroffen. Eine britische Geisel wurde bereits enthauptet, das Leben zweier weiterer wird bedroht. Möglicherweise sind die Täter im Besitz britischer Pässe. Die britische Regierung geht davon aus, dass mindestens 500 Briten im Irak und in Syrien für den IS kämpfen.

Sieben Kampfjets aus Dänemark

Zuvor hatte bereits Dänemark einen Militäreinsatz gegen IS angekündigt: Dänemarks Ministerpräsidentin Thorning-Schmidt sagte, sie freue sich über die mittlerweile "breite Koalition" gegen die Islamisten, zu der auch Länder der Region ihren Beitrag leisteten. Der Einsatz der sieben Kampfjets vom Typ F-16 bleibt demnach aber auf den Irak beschränkt, in Syrien will sich die dänische Regierung nicht am Einsatz gegen den IS beteiligen.

Auf Bitten der US-Regierung hatten auch Belgien und die Niederlande kürzlich angekündigt, Kampfjets für den Einsatz gegen die Dschihadisten im Irak zu entsenden. Die USA fliegen bereits seit Anfang August Luftangriffe auf IS-Stellungen im Irak und weiteten diese gemeinsam mit arabischen Verbündeten kürzlich auf Syrien aus. Als erstes europäisches Land hatte sich dort Frankreich an den Luftangriffen beteiligt. (dpa/afp/zys)

Zur Homepage

Anzeige

Anzeige

Dossier

Islamischer Staat (IS) nennt sich jene islamische Terrorgruppe, die ein Kalifat anstrebt. Gelegentlich auch Isis - die Abkürzung für "Islamischer Staat im Irak und Syrien". In Deutschland ist die Organisation seit kurzem verboten.

Videonachrichten zur Terrorgruppe IS

Anzeige

Videonachrichten Politik
Meinung