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Theater

03. Februar 2016

Berliner Theatertreffen: Kassel und Karlsruhe zum Theatertreffen eingeladen

Der Intendant der Berliner Festspiele, Thomas Oberender, und das Jurymitglied Barbara Burckhardt bei der Vorstellung des Programms für das 53. Berliner Theatertreffen.  Foto: dpa

Die Auswahl für das Berliner Theatertreffen blickt zu den üblichen Bühnen, aber nicht nur. "Eine neue Generation von Theatermachern" soll sich dabei vorstellen können.

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Berlin –  

Die wie immer etwas kryptische, gleichwohl aber um Ausgleich und Abwechslung bemühte Auswahl für das 53. Berliner Theatertreffen steht: Gleich drei Mal lud die Festivaljury Produktionen von Berliner Bühnen ein, zwei Mal ist Hamburg vertreten. Weitere der wie immer insgesamt zehn Inszenierungen kommen aus München, Kassel, Wien, Karlsruhe und Zürich, wie die mit Theaterkritikern besetzte Jury am Mittwoch bekanntgab.

Zum Theatertreffen deutschsprachiger Bühnen (6. bis 22. Mai) seien dieses Mal „viele Newcomer-Regisseure“ eingeladen worden, sagte Festivalleiterin Yvonne Büdenhölzer. Es scheine sich eine junge, neue Theatergeneration durchzusetzen. Auffallend sei außerdem: Erstmals stamme knapp die Hälfte der eingeladenen Inszenierungen von Regisseurinnen.

Die meisten ausgewählten Produktionen kommen aus der Hauptstadt. Ausgewählt wurde Yael Ronens Nahost-Stück „The Situation“ (Regie Yael Ronen) vom Maxim Gorki Theater. Außerdem dabei ist Regisseur Herbert Fritsch mit der surrealen Sprechoper „der die mann“ nach Konrad Bayer – entstanden an der Berliner Volksbühne. Die dritte Inszenierung aus Berlin ist „Väter und Söhne“ von Brian Friel nach Iwan Turgenjew (Regie Daniela Löffner) vom Deutschen Theater.

Zwei Einladungen erhielt das Hamburger Schauspielhaus. Sie gehen an Karin Beier für ihre Inszenierung „Schiff der Träume“ nach Federico Fellini und an das Autoren- und Regieteam Clemens Sienknecht und Barbara Bürk für „Effi Briest – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie“ nach Fontane.

Die Münchner Kammerspiele schicken „Mittelreich“ nach Josef Bierbichler in der Regie von Anna-Sophie Mahler zum Theatertreffen. Hans-Werner Kroesingers Stück „Stolpersteine Staatstheater“ (Regie Hans-Werner Kroesinger) vom Staatstheater Karlsruhe wird in Berlin ebenso gezeigt wie Ersan Mondtags „Tyrannis“ (Regie Ersan Mondtag) vom Staatstheater Kassel. Vom Schauspielhaus Zürich kommt Ibsens „Ein Volksfeind“ in der Regie von Stefan Pucher. Die Wiener Burg (Koproduktion Wiener Festwochen und Theater Basel) ist mit Ibsens „John Gabriel Borkman“ (Regie Simon Stone) eingeladen.

In der Jury saßen Till Briegleb, Barbara Burckhardt, Wolfgang Huber-Lang, Peter Laudenbach, Bernd Noack, Stephan Reuter und Andreas Wilink. Sie sichteten in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt 394 Inszenierungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. (dpa/fr)

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