Aktuell: Fußball-EM 2016 | US-Wahl | Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Zuwanderung Rhein-Main
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Theater

19. Januar 2016

Rechtsextremismus: Theater-Leiter gegen Spaltung der Gesellschaft

Stuttgart 2015: Die Staatsoper zeigt ein buntes Banner mit der Aufschrift «Vielfalt» bei der ultrakonservativen «Demo für Alle» als Zeichen von Toleranz. Foto: Daniel Maurer

Theater in Deutschland wollen sich weiter gegen rechtes Gedankengut stellen. 60 Leiter von Theatern und Kulturorchestern diskutieren in Stuttgart, wie sie auf gesellschaftliche Veränderungen, etwa in der Folge des Zuzugs von Flüchtlingen, eingehen können.

Drucken per Mail
Stuttgart –  

Das Theater müsse seine Kultur der nicht radikalisierten Diskussion bewahren, sagte der Vorsitzende der Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein, Ulrich Khuon vom Deutschen Theater in Berlin. Diese Kultur gewinne an Bedeutung, wenn eine Gesellschaft nicht mehr fähig sei, miteinander zu sprechen oder gar eine Spaltung drohe.

Die Politik richte in dieser Situation Erwartungen ans Theater als Institution kultureller Bildung. Es sei Aufgabe der Intendanten, sich nicht instrumentalisieren zu lassen und den Bezug zur Realität zu behalten, sagte Khuon. «Kunst kann sich in zwei Richtungen selbst gefährden.» Zum einen, wenn sie sich nur noch nützlich machen solle, nur noch Sozialarbeit sei und keinen künstlerischen Überschuss mehr bringe. «Und die andere Gefahr ist, dass sie sich völlig in sich selber auflöst, also dass sie mit der Wirklichkeit überhaupt nichts mehr zu tun hat», sagte Khuon.

Rechtspopulistische Gruppen hatten im Laufe des vergangenen Jahres auch vor Theatern in mehreren Städten Kundgebungen abgehalten. Die Häuser wehrten sich dagegen: In Stuttgart zum Beispiel hatte die Staatsoper ein buntes Banner mit der Aufschrift «Vielfalt» bei der ultrakonservativen «Demo für Alle» als Zeichen von Toleranz an ihrer Fassade entrollt.

Über mögliche weitere Aktionen sagte der Stuttgarter Opernintendant Jossi Wieler: «Wir planen, unsere Haltung zu bewahren.» Die Intendantengruppe trifft sich zweimal im Jahr an wechselnden Orten in Deutschland. (dpa)

[ Wie wollen wir wohnen? Die neue FR-Serie - jetzt digital oder gedruckt vier Wochen lang ab 19,50 Euro lesen. Hier geht’s zur Bestellung. ]

Zur Homepage

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Ressort

Kritiken und Nachrichten: Theater, Musik, Literatur, Film und Fernsehen.

Times mager

Wartburg

Von  |
Schauplatz von Wagners Oper  „Tannhäuser“: die Wartburg.

Richard Wagners Oper „Tannhäuser“ auf der Wartburg, sozusagen vor Ort: Man muss das mindestens einmal erlebt haben. Mehr...

Kalenderblatt 2016: 28. Mai

Tag für Tag finden Sie an dieser Stelle einen Rückblick auf Ereignisse, Anekdoten, Geburts- oder Sterbetage, die mit diesem Datum verbunden sind. Foto: dpa

Das aktuelle Kalenderblatt für den 28. Mai 2016: Mehr...

Krimi-Hitliste 2015

Anspruchsvoll fürchten

Klarkommen im Ungewissen: Das gilt für die Auswahl des nächsten Krimis, für die Ermittler gilt es erst recht.

Die besten Krimis des Jahres 2015, die sonderbarsten Ermittler der Saison, gefunden mit Schwarmintelligenz einer Jury, die aus zwanzig Literaturkritikerinnen und -kritikern besteht. Mehr...

Literatur

Aktuelle Rezensionen zu Literatur, Sach- und Kinderbüchern: die Literatur-Rundschau aus dem FR-Feuilleton.

Talkshow-Kritiken auf einen Blick
Videonachrichten Kultur
Kolumne

Briefe des Philosophen Markus Tiedemann richten sich an Menschen extremer Glaubensüberzeugungen. Tiedemann ist Professor am Institut für vergleichende Ethik an der FU Berlin sowie Vorsitzender des Forums Fachdidaktik in der Deutschen Gesellschaft für Philosophie.

Talkshow-Kritiken auf einen Blick

Anzeige

Kulturgeschichte
Karl, der Große

Karl der Große, geboren 748, beherrschte ein Reich, das vom Atlantik bis zur Elbe reichte, von der Nordsee bis Rom. FR-Feuilleton-Chef Christian Thomas beschreibt seine Herrschaft, die Reformen, seine Rolle als Gotteskrieger, die Bedeutung für Frankfurt - und nicht zuletzt derjenigen für Europa.

Teil 1: Bedeutender Mann im Gegenlicht
Teil 2: Sagenhafte Anfänge
Teil 3: Gewalt als Gottesdienst
Teil 4: Die Geschichte mit Karl

Oper
Ganz so schick wie bei den prominenten Vertretern unserer Spezies muss es dann doch nicht immer sein.

Hustenanfälle, Papierknistern, Opernglas ja oder nein - ein kleiner Ratgeber für den gelungenen Opernbesuch.

FR-App und E-Paper

Bei uns bekommen Sie das neue iPad Air von Apple im Paket mit der preisgekrönten FR-App - einschließlich aller FR-Ausgaben im Layout der Zeitung als E-Paper.

Buchtipps