Finanzminister Brian Lenihan teilte am Dienstag mit, die Garantie für alle Guthaben und Verbindlichkeiten der sechs in Irland registrierten Banken gelte mindestens zwei Jahre. Die Ankündigung sorgte umgehend für steigende Aktienkurse.
Lenihan sagte, im Falle einer drohenden Bankenpleite werde die Regierung mit Steuergeldern einspringen. Diese Garantie geht weit über eine Ankündigung aus der vergangenen Woche hinaus, in der die Regierung versprochen hatte, für die ersten 100.000 Euro zu bürgen.
Es gehe darum, das Finanzsystem des Landes abzusichern, sagte der Minister. Seit dem Zusammenbruch mehrerer US-Banken sei es für irische Kreditinstitute sehr schwierig geworden, sich auf dem internationalen Finanzmarkt Geld zu besorgen. Für die Bürgschaft wird laut Lenihan eine Gebühr fällig und sie ist zudem Bedingungen unterworfen.
Großanleger sollten ihr Geld nicht abziehen
Am Montag waren die Kurse in Dublin um 12,7 Prozent gefallen - der höchste Verlust in der Geschichte der Börse. Zugleich hielten sich hartnäckig Gerüchte, dass Großanleger ihr Geld aus Irland abziehen wollten, weil ihnen die Sicherheiten der Regierung zu gering waren.
Die Staatsgarantie gilt für die Allied Irish Banks, die Bank of Ireland, die Anglo-Irish Bank Corp., Irish Life & Permanent, Irish Nationwide Building Society und die Educational Building Society.
Die Aktien der vier am schwersten gebeutelten Banken machten nach der Ankündigung binnen Minuten ihre Vortagesverluste wett. Gegen Mittag lag die Dubliner Börse mit 2,4 Prozent im Plus.
Der Analyst Kevin McConnell von Bloxham Stockbrokers sagte, Irland sei nunmehr für Einlagen der sicherste Platz in Europa. "Das könnte ein Vorbild für viele andere europäische Länder werden, mit der Finanzkrise fertig zu werden." Scott Rankin von Davy Stockbrokers wies jedoch darauf hin, dass der Steuerzahler im schlimmsten Fall mit 500 Milliarden Euro belastet würde - mehr als das doppelte des irischen Bruttoinlandsprodukts und zehn mal so viel wie die Staatsschulden des Landes.(ap)


Verlinken





