stellen
auto
immobilien
marktplatz
inserieren
Top-News
12. März 2010
Anzeigenmarkt | Zeitungsanzeige aufgeben | Abo-Angebote

In- & Ausland
Frankfurt & Hessen
Marktplatz
Verlagsservice
ANZEIGE
Die FR auch bei
Top-News

Beratungshilfe

Bundesrat bremst Hartz-IV-Kläger aus

Berlin. Gegen Hartz IV begehren die Menschen massenhaft auf - und das oft zu Recht: Die Kläger gewinnen fast die Hälfte der Prozesse. Nun reagiert der Bundesrat. Nicht etwa, indem er die Gesetze zum Arbeitslosengeld II ausbessern würde. Stattdessen erschwert er den Betroffenen, sich zu wehren. Die Länderkammer hat einen Gesetzentwurf zur Reform des Beratungshilferechts beschlossen, der den Weg zum Rechtsanwalt steiniger macht.

So soll die Eigenbeteiligung auf 30 Euro steigen, wenn ein Rechtsanwalt die Betroffenen nicht nur berät, sondern auch vertritt. Die Landesjustizverwaltungen werden außerdem verpflichtet, Ratsuchende auf andere Hilfsmöglichkeiten hinzuweisen. Amtsgerichte sollen Listen von Verbänden und Organisationen führen, die kostenlos beraten - und Bedürftige an diese Adressen verweisen.

Zudem will der Bundesrat laut Entwurf die Voraussetzungen für die Beratungshilfe genauer geprüft sehen. Der Begriff der Mutwilligkeit soll dafür konkretisiert werden. Die Länder kritisieren, die Voraussetzungen der Beratungshilfe würden derzeit bei "nicht hinreichender" Prüfung "vorschnell" bejaht. Die Erfolgsquote der Kläger freilich spricht eine andere Sprache.

Beratungshilfe
Das Beratungshilfegesetz sieht vor, dass außergerichtliche Rechtsanwaltskosten für Menschen mit geringem Einkommen sowie Sozialhilfeempfänger und Arbeitlosengeld-II-Bezieher vom Staat übernommen werden.

Bislang müssen Ratsuchende beim Gang zum Rechtsanwalt pro Fall eine Gebühr von zehn Euro zahlen.

Nach dem Gesetzentwurf soll nun eine weitere Gebühr in Höhe von 20 Euro fällig werden, wenn der Rechtsanwalt den Hilfesuchenden nicht nur mündlich berät, sondern für ihn außerdem Schriftsätze verfasst.
Hintergrund ist die Klagewelle nach Einführung der Hartz-IV-Gesetze: Die Zahl der Verfahren brach in der ersten Jahreshälfte mit einem Anstieg um ein Drittel alle Rekorde. Die Kosten für die Beratungshilfe, die allein die Länder bezahlen, sind stark gestiegen. Nach Erhebungen einer Länderarbeitsgruppe haben die Bundesländer schon im Jahr 2006 insgesamt 84,5 Millionen Euro für die Beratungshilfe ausgegeben, etwa viermal so viel, wie damals erwartet worden war.

"Bei der zusätzlichen Gebühr handelt es sich um ein Einsparprogramm", sagt denn auch Caritas-Sozialrechtsanwalt Manfred Hammel. Eine Eigenbeteiligung von 30 Euro könnten Hartz-IV-Empfänger nur schwer aufbringen.

Die Reform ist eine Initiative der Länder Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein.

Das seit 1981 geltenden Beratungshilfegesetz stellt sicher, dass Bedürftige bei rechtlichen Problemen professionelle Hilfe bekommen. Vor einer Bewilligung prüft das zuständige Amtsgericht die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Antragstellers. (bay, Agenturen)
Lesen Sie auch



Empfehlen via:    Twitter    Facebook    StudiVZ    MySpace
[ document info ]
Copyright © FR-online.de 2010
Dokument erstellt am 10.10.2008 um 10:35:30 Uhr
Letzte Änderung am 10.10.2008 um 16:16:40 Uhr
Erscheinungsdatum 10.10.2008
Kommentare
1. 500 € Grundsicherung für die Armen
Das Amtsgericht überprüft auch Inhalt und Anliegen der Situation
ich hörte auch schon denSpruch: "Dann kommen Sie mit einem getätigten Widerspruch wieder."

Die Situation auf der Komm. Vermittlungsstellen ist dafür um so diskriminierender (wie ich es empfinde). Da wird kenne ich ganz billige Formen von Mobbing, Nötigung,Verarschung und zum Idioten gemache .

Und wenn ich ein Gespräche mitschneiden würde, würde mir ein Verfahren und Strafe blühen.
Ich bin für das Recht, die Gespräche bei Behörden aufzunehmen zu dürfen ! Dann bestünde eine Chance auf angebrachte und gerechtfertigte Umgangsformen mit uns Kleinsten und Ärmsten in dieser demokratisch geführten Lebensform, die mit Hilfe der Tafel e.V. noch nicht so viele Suizide produziert hat !



Pfeil-SymbolVerstoß melden

2. 50 € für nicht in Anspruch genomm. B-scheine!
Warum gibt der Bundesrat nicht jedem 30 € für solcherart Vorschläge?
So mancher Hilfeempfänger würde sich freuen, und würde solch Vorschlägle voll unterstützen.
Die das Recht in Anspruch nehmen möchten, dürfen sich die 30 € abhungern von Ihren 290 €/M (-Telefon,Strom) !
Wenn die 30 € wenigstens in Umerziehungslager für Fallmanager fließen würden, welche von 1€ -Jobber geleitet würden....
Ja, das wäre eine Utopie für unsere demokratischen Verhältnisse....

Der arme Michel !
Wieviel verdient so ein Bundesratler ?
Sind das nicht schon Folgen von gen-manipulierten Lebensmittel oral eingenommen ? Teuer dazu, bei diesen Bundesratlern.



Pfeil-SymbolVerstoß melden

3. Verrätertum
Wie lautete das in Schulzeit : "Pfeiff doch, wenn Du gewürgt wirst...!"
Man sollte diesen Herrschaften verbieten Vorstandsgehälter und sonstige Annehmlichkeiten neben Ihren Diäten anzunehmen.
Vielleicht hätten die dann bodenständigere Ideen drauf.
Dieses System ist doch nur noch ein Selbstbedienungssystem für diejenigen, die an die Töpfe kommen. Die Leut´ und Wirtschaft wird durch faule Eier im Milliardenformat abgezockt.
Da verstehe ich immer besser den Spruch: Die Russen werden uns noch fressen...! Na ja, dann wissen wir wenigstens, daß Schrödi auch was von abbekommt.
Gute Nacht, Deutschland



Pfeil-SymbolVerstoß melden

4. Bundesrat bremst Hartz IV-Kläger
Es ist eine Schande. Bei den Klägern geht es meist nur um wenige Euro, die man
ihnen auf linkischer Weise vorenthält. Da gibt der Staat lieber zweistellige
Millionensummen aus, um das Unrecht als Dogma einzuführen.



Pfeil-SymbolVerstoß melden




FR-online.de interaktiv
Datenschutz
Was passiert mit unseren Daten?

Bespitzelung, Datenklau, Elena, Swift - Was passiert mit unseren Daten?

Pfeil-SymbolSpezial zum Datenschutz
FR aufs Handy
Zum Handy-Angebot der Frankfurter Rundschau

Ob Büro, Biergarten oder Badesee: Die FR ist auf dem Handy immer dabei.

Pfeil-SymbolZum mobilen Angebot
Deutschlandwetter




Copyright © 2010 Frankfurter Rundschau
Startseite | Anzeigenmarkt | Hilfe | Politik | Wirtschaft | Frankfurt | Hessen
Sport | Fotostrecken | Kultur | Medien | Blogs | Auto
Reise | Videos | Spiele | Stellenmarkt | Kfz-Markt | Immobilien
Datenschutzerklärung | Abo-Service | Mediadaten | Kontakt | Impressum | Sitemap
realisiert von evolver media®