Berlin/Neu Delhi. Am dritten Tag nach den Terrorangriffen in Bombay haben Sicherheitskräfte das umkämpfte Oberoi-Trident-Hotel nach eigenen Angaben unter ihre Kontrolle gebracht. Der Chef der indischen Elite-Einheit NSG (National Security Guard), J.K. Dutt, sagte am Freitag in der westindischen Finanzmetropole, die beiden Terroristen, die sich in dem Hotel verschanzt hatten, seien getötet worden. Angaben zu möglichen Opfern unter den Hotelgästen machte Dutt nicht. Am ebenfalls von Terroristen gestürmten Taj-Hotel und dem Nariman-Gebäude waren weiterhin Schüsse zu hören.
Die Zahl der Todesopfer stieg nach dem Fund von 24 Leichen im Oberoi-Hotel auf 143, darunter sind nach Angaben der Behörden vom Freitag auch vier Deutsche. Das Auswärtige Amt kann Berichte von vier deutschen Todesopfern im indischen Bombay derzeit aber nicht bestätigen. Ein Außenamtssprecher sagte am Freitag in Berlin: "Wir gehen Meldungen, denen zufolge weitere Deutsche unter den Todesopfern sind, mit Hochdruck nach." Ein Team des Bundeskriminalamtes (BKA) sei am Freitag nach Bombay entsandt worden, um eine Identifizierung möglicher weiterer deutscher Opfer vorzunehmen. Zudem stehe das Amt in engem Kontakt mit den indischen Behörden.
Die Zahl der Todesopfer stieg nach dem Fund von 24 Leichen im Oberoi-Hotel auf 143, darunter sind nach Angaben der Behörden vom Freitag auch vier Deutsche. Das Auswärtige Amt kann Berichte von vier deutschen Todesopfern im indischen Bombay derzeit aber nicht bestätigen. Ein Außenamtssprecher sagte am Freitag in Berlin: "Wir gehen Meldungen, denen zufolge weitere Deutsche unter den Todesopfern sind, mit Hochdruck nach." Ein Team des Bundeskriminalamtes (BKA) sei am Freitag nach Bombay entsandt worden, um eine Identifizierung möglicher weiterer deutscher Opfer vorzunehmen. Zudem stehe das Amt in engem Kontakt mit den indischen Behörden.
Bislang war nur der Tod eines Deutschen bekannt gewesen. Der Münchner Medienunternehmer war bei einem dramatischen Fluchtversuch aus dem Hotel "Taj Mahal" ums Leben gekommen. Insgesamt sei bisher der Tod von acht Ausländern bestätigt, sagte ein Sprecher der Sicherheitsbehörden, M.L. Kumawat. Je ein weiteres Opfer stammten aus Japan, Kanada und Australien. Die Nationalität von zwei Toten sei bislang ungeklärt. Mehr als 250 Menschen waren bei der Anschlagswelle verletzt worden, unter ihnen ebenfalls vier Deutsche und 19 weitere Ausländer. Nach Angaben des Innenministeriums wurden ein Österreicher, ein Italiener, fünf Briten, ein Norweger, ein Finne, ein Spanier, ein Kanadier und ein Chinese verletzt worden. Außerdem hätten ein Staatsbürger der Philippinen und zwei aus dem Oman Verletzungen erlitten.
Am Vormittag wurden rund 100 Gäste aus dem von Sicherheitskräften umstellten Trident-Oberoi-Hotel in Sicherheit gebracht. Unter den Befreiten sind auch zwei deutsche Mitarbeiterinnen des Auswärtigen Amtes und sieben Mitarbeiter der Deutschen Lufthansa. Die Mitarbeiterinnen des Außenministeriums seien wohlauf und befänden sich in der Obhut des Generalkonsulats, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Berlin. Sie hätten sich bereits vor Beginn der Attentatswelle in dem Hotel aufgehalten, das am Mittwochabend von Terroristen gestürmt worden war. Unklar war, ob die Deutschen als Geiseln festgehalten worden waren oder ob sie sich in Zimmern des Hotels in der westindischen Finanzmetropole verschanzt hatten.
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Bei den Lufthansa-Mitarbeitern handelt es sich nach Angaben der Fluggesellschaft um drei Deutsche, eine Österreicherin und drei Inder. Die Inder seien bei ihren Familien in Bombay. Die Europäer befänden sich in der Obhut der Lufthansa und würden medizinisch und psychologisch betreut. Sie sollen noch heute nach Deutschland gebracht werden. Nach Angaben des Unternehmens sind jetzt keine Mitarbeiter mehr in Bombay als Geiseln genommen.
Unterdessen trafen drei Mitarbeiter des psychologischen Dienstes des Auswärtigen Amts in Bombay ein, um Opfer der Terroranschläge zu betreuen.
Frankreich fliegt Europäer aus
Frankreich schickte am Freitag ein Flugzeug nach Bombay, um Europäer nach den Terroranschlägen in ihre Heimat zurückzubringen. Außenminister Bernard Kouchner erklärte, an Bord seien neben drei Ärzten auch Konsularmitarbeiter. Diese sollten Menschen helfen, die in dem Chaos der Terrorwelle ihre Ausweise verloren haben. Deutschland und Spanien hätten Paris gebeten, auch ihre Staatsangehörigen nach Hause zu bringen, sagte Kouchner. Die Maschine traf am Morgen in Bombay ein und sollte bereits am Abend die Rückreise antreten.
Zeitleiste der Ereignisse in Bombay bei Dipity:


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