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15. März 2010
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Drogeriekette

Hebelt Schlecker Tarifverträge aus?

Von Eva Roth

Trickst Schlecker die Beschäftigten und Gewerkschaften aus? In den nächsten Jahren wolle die Drogeriekette rund 4000 kleinere Filialen schließen, berichtet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) und beruft sich auf eigene Recherchen. In diesem Jahr seien bereits etwa 600 Geschäfte geschlossen worden, sagt Gewerkschafter Achim Neumann.

Gleichzeitig eröffne die Drogeriekette seit Anfang des Jahres sogenannte XL-Filialen. Dort seien die Arbeitsbedingungen deutlich schlechter als in den bisherigen Filialen. Die Beschäftigten würden nicht nach Tarif bezahlt; sie erhielten nur 6,50 bis 8 Euro pro Stunde - damit würden sie bis zu 50 Prozent unter Tarif bezahlt. Viele erhielten nur einen befristen Vertrag, der oft gerade mal ein halbes Jahr laufe.

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Damit das möglich sei, habe Schlecker eine Gesellschaft gegründet, sagte Verdi-Mann Neumann. "Das ist Tarifflucht und Lohndumping." In den bisherigen Schlecker-Filialen hätten Verkäuferinnen Anspruch auf Tariflöhne, denn in dem Unternehmen gelte ein sogenannter Anerkennungs-Tarifvertrag.

Bei den bisherigen Filialschließungen haben Schlecker einigen Beschäftigten neue Arbeitsverträge mit den schlechteren Bedingungen angeboten. Andere sei "rigoros" gekündigt worden.

Protestaktionen der Beschäftigten


Die Gewerkschaft fürchtet, dass durch die Schließung von 4000 kleinen Filialen 12.000 Arbeitsplätze in Gefahr sind. Verdi gehe nicht davon aus, dass in den neuen XL-Filialen gleichzeitig ebenso viele Jobs geschaffen werden, so Neumann. Unterm Strich sei zu befürchten, dass Tausende Stellen wegfallen. Derzeit beschäftigte die Drogeriekette rund 35.000 Menschen.

Am Montag kamen nach Gewerkschaftsangaben rund 600 Beschäftigte in Ulm zu einer Kundgebung zusammen und protestierten anschließend vor der Firmenzentrale in Ehingen. Die Aktion sei erst der Anfang einer Kette von Protesten, mit denen erreicht werden solle, dass Schlecker zu tariflichen Mindestbedingunen zurückkehrt, erklärte Verdi-Vizechefin Margret Mönig-Raane.

In einer Mitteilung erklärte Schlecker: "Behauptungen von Verdi, Schlecker plane, noch im laufenden Jahr tausende Verkaufsstellen zu schließen, sind frei erfunden und völlig haltlos - es gibt bei Schlecker kein Programm zur pauschalen Stilllegung kleiner Verkaufsstellen." Gegenüber der FR hatte Verdi freilich von Plänen gesprochen, die sich über mehrere Jahre hinziehen. Zudem erklärte Schlecker: "Geeignete Mitarbeiter" könnten sich bei der Schlecker XL GmbH um eine Stelle bewerben. Die neue Gesellschaft zahle "marktgerechte Vergütungen".
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Dokument erstellt am 18.05.2009 um 12:12:02 Uhr
Letzte Änderung am 18.05.2009 um 19:37:43 Uhr
Erscheinungsdatum 18.05.2009
Kommentare
1. Kommentar zu Schlecker
Ich glaube genau was hier geschrieben wird, es sind unmögliche Bedingungen bei Schlecker zu arbeiten, Verträge sind schleierhaft und fernab von jedem Tarif, es gibt gerade mal 6,50 die Stunde keinen bezahlten Urlaub und und das System der Bereichsleiter ist festgefahren und es werden keine Meinungen der Mitarbeiter zugelassen, da wird mit Abmahnung oder Kündigung gedroht und die Arbeitsbedingungen sind unter aller Würde ich könnte noch Seiten schreiben.....



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