Athen. Die außer Kontrolle geratenen Waldbrände am Rande von Athen haben Hunderte Menschen in die Flucht getrieben. Angefacht durch starke Winde erreichte die Feuerwand in der Nacht zum Sonntag die nördlichen Vororte der griechischen Hauptstadt.
Über der Akropolis hingen dichte Rauchwolken. Zahlreiche Häuser wurden bereits durch die seit zwei Tagen wütenden Brände zerstört. Viele Bewohner versuchten verzweifelt, ihre Häuser zu retten und das Feuer mit Wasser aus Gartenschläuchen zu löschen. Einige Menschen weigerten sich, ihre Häuser zu verlassen.
Mehrere Menschen wurden mit Atemwegsbeschwerden und Verbrennungen in Krankenhäuser gebracht, wie das griechische Staatsradio berichtete. Brände tobten auch auf den Insel Euböa und Skyros. Insgesamt waren seit Samstagmorgen mehr als 140 Waldbrände in Griechenland ausgebrochen.
Die Behörden sprachen von einer Umweltkatastrophe und riefen den Notstand aus. Mehr als 12.000 Hektar Wald, Felder und Olivenhaine seien bereits vernichtet worden. "Die Situation ist wegen der Wetterbedingungen extrem schwierig", beklagte der griechische Innenminister Prokopis Pavlopoulos.
Meteorologen zufolge flauen die feueranfachenden Winde nicht vor Montagnacht ab. Im Kampf gegen die Flammen waren rund 600 Feuerwehrleute im Einsatz, zudem wurden 340 Soldaten in das Gebiet verlegt.

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