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09. Februar 2010
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Satire

W wie "Wen wählen?"

Ein satirischer Überblick von Kabarettist Florian Schroeder - für alle, die noch nicht wissen, wen sie am Sonntag wählen sollen.
Demokratie bedeutet übersetzt Volksherrschaft und kommt aus dem antiken Griechenland. Also aus einer Zeit, als alle Männer noch aussahen wie Wolfgang Thierse. Volksherrschaft bedeutet, dass das Volk durch Mehrheiten entscheidet, wer regiert - und nicht der Regierende selbst. Der Unterschied zwischen damals und heute ist aber: Damals durften nicht alle mitmachen - heute wollen nicht alle mitmachen.

C wie CDU/CSU


CDU und CSU sind Schwesterparteien und benehmen sich auch so: Es herrscht ein penetranter Zickenkrieg. Noch schlimmer: Die beiden sind die siamesischen Zwillinge der Parteienlandschaft. Man kriegt die eine nicht ohne die andere.

Zur Person
Florian Schroeder, 30, ist Kabarettist, Parodist und Moderator. Er hat zwei eigene Fernsehsendungen, "Schroeder!" (SWR) und "Seitensprung" (3sat) und ist regelmäßiger Gast bei "Neues aus der Anstalt" und "Ottis Schlachthof". Mit seinem Programm "Du willst es doch auch" ist er derzeit auf deutschen Bühnen unterwegs. Florian Schroeder lebt in Berlin.

Seine CD "Wählen für Anfänger und Fortgeschrittene" ist bei Eichborn erschienen und kostet 14,95 Euro.
Bei der Bundestagswahl hat der Wähler nun gleich mehrere CDUen zur Auswahl: In Hamburg gibt´s die urbane, leicht angegrünte CDU mit dem coolen Freiherrn Ole von Beust vorne auf der Lokomotive; in NRW gibt´s den Arbeiterführer Jürgen Rüttgers, der schon in Chicago war und da ganz allein Opel gerettet hat; in Hessen gibt´s die knallhart-kantige CDU Marke Roland W. Koch, der sich über Schlägereien in der Münchener U-Bahn im Wahlkampf mehr freuen kann als über den Ausbau des Frankfurter Flughafens.

In Bayern dagegen ist die CSU seit gefühlten 200 Jahren mit Mehrheiten ausgestattet, die man sonst nur von der SED kannte. Auf der einen Seite Papa Seehofer - einer der besten Schauspieler Bayerns, zuständig für die kleinen Leute.

Auf der anderen Seite Karl-Theodor zu Guttenberg, der jung-dynamische Wirtschaftsminister, der auch schon mal ins AC/DC-Konzert geht. Ja, das tut er wirklich. Aber als er das zum ersten Mal im Fernsehen ankündigte, dachte man noch, er habe sich vertan - und wolle nur zum ADAC.

Lesen Sie auf den nächsten Seiten, was Florian Schroeder zu den anderen Parteien zu sagen hat.


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Dokument erstellt am 24.09.2009 um 11:57:02 Uhr
Letzte Änderung am 24.09.2009 um 14:31:56 Uhr
Erscheinungsdatum 24.09.2009 | Ausgabe: fr
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