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Türkei
Berichte, Hintergründe, Analysen zur Türkei

12. Januar 2016

Terror in der Türkei : Was Türkei-Reisende jetzt wissen müssen

Spezialeinheiten des türkischen Militärs in Diyarbakir. In der östlichen Metropole des Landes bekriegen sich das türkische Militär und PKK-Kämpfer.  Foto: dpa

Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden, sich von Demonstrationen und Menschenansammlungen in größeren türkischen Städten fernzuhalten. Von Reisen ins Grenzgebiet wird generell abgeraten.

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Nach dem Anschlag in Istanbul dürften sich viele Urlauber fragen: Wie sicher ist die Türkei als Reiseland noch? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Wie ist die Sicherheitslage in der Türkei?
Sie ist angespannt, immer wieder kommt es zu Gewalt. „Landesweit ist weiter mit politischen Spannungen sowie gewaltsamen Auseinandersetzungen und terroristischen Anschlägen zu rechnen“, schreibt das Auswärtige Amt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat 2015 mehrere Anschläge in der Türkei verübt, bislang jedoch nicht gegen Touristen. Außerdem kommt es im Osten des Landes zu schweren Zusammenstößen zwischen den Sicherheitsbehörden und der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Wie sollten sich Urlauber jetzt verhalten?
Reisende in der Türkei sollten sich grundsätzlich von Demonstrationen und Menschenansammlungen insbesondere in größeren Städten fernhalten. Auf belebten Plätzen und in öffentlichen Verkehrsmitteln halten sie sich am besten so kurz wie möglich auf, rät das Auswärtige Amt. In einem aktualisierten Reisehinweis für das Land wird jetzt Reisenden in Istanbul dringend geraten, Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen ganz zu meiden. Generell wird zu erhöhter Vorsicht bei Reisen nach Istanbul und über Land geraten. Von Reisen ins Grenzgebiet zu Syrien und Irak wird seit einiger Zeit dringend abgeraten.

Demonstranten protestieren gegen die Ausgangsperre in der südöstlichen Stadt Diyarbakir. Die Polizei setzt Tränengas und Wasserwerfer ein.  Foto: REUTERS

Kann ich eine Städtereise nach Istanbul jetzt kostenlos stornieren?
Wahrscheinlich schon. Es bestehe nach derzeitiger Rechtsprechung ein Kündigungsrecht wegen Gefährdung durch höhere Gewalt, erklärt der Reiserechtler Prof. Ernst Führich aus Kempten. Urlauber dürfen ihre Istanbul-Reise also kostenlos umbuchen oder stornieren. Anders sieht es etwa für Badeurlaub in der südlichen Türkei aus. Solche Reisen könnten nicht einfach kostenlos storniert werden, sagte der Jurist.

Reisende in der Türkei sollten sich von Demonstrationen und Menschenversammlungen , rät das Auswertige Amt.  Foto: REUTERS

Wie reagieren die Reiseveranstalter?
Tui bietet für Istanbul-Reisen bis zum 18. Januar kostenlose Umbuchungen und Stornierungen an. Thomas Cook ermöglicht ebenfalls kostenfreies Umbuchen und Stornieren für Istanbul-Reisen mit Beginn bis einschließlich 22. Januar. Bei DER Touristik mit den Marken ITS, Jahn Reisen, Travelix, Dertour, Meier‘s Weltreisen, ADAC Reisen lassen sich Städtetrips nach Istanbul bis zum 10. Februar ohne Gebühren umbuchen oder kündigen.

Thomas Schäfer, Sprecher vom Deutschen Reiseverband

Wie steht es um den Tourismus in der Türkei?
Er leidet derzeit vor allem unter dem Ausbleiben der russischen Urlauber wegen der Sanktionen nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch das türkische Militär. Die Russen waren die wichtigste Urlaubernation für die Türkei. Nun sind es die Deutschen. Zumindest die Pauschalreisehochburg Antalya wurde von ihnen zuletzt schwächer gebucht als im Vorjahr. (dpa)

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