Aktuell: Fußball-EM 2016 | Brexit | HIV und Aids | Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Zuwanderung Rhein-Main
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Ukraine
In der Ukraine gewinnen die pro-europäischen Kräfte den Machtkampf. Aber die neue Regierung in Kiew verliert die Kontrolle über die Halbinsel Krim.

03. September 2014

Fußball-WM 2018: EU erwägt WM-Boycott

Fifa-Präsident Josef Blatter (links) und Russlands Präsident Vladimir Putin.  Foto: dpa

Die Europäische Kommission erwägt bei der Suche nach neuen Sanktionen gegen Russland einen Boykott der Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland sowie der Formel 1. Letztere gastiert Mitte Oktober erstmals im russischen Sotschi.

Drucken per Mail

Bei der Suche nach möglichen neuen Strafmaßnahmen gegen Russland im Ukraine-Konflikt schließt die Europäische Kommission offenbar langfristig auch einen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland nicht aus. Wie am Mittwoch von einem EU-Vertreter in Brüssel zu erfahren war, nennt ein internes Arbeitspapier als Sanktionsmöglichkeit unter anderem den Ausschluss Russlands von sportlichen Großveranstaltungen und den Boykott der Fußball-WM. Bei diesem Vorschlag handele es sich aber eher um eine Idee "für später, nicht für jetzt", sagte der EU-Vertreter.

Die Europäische Union will bis Freitag über mögliche neue Sanktionen gegen Russland entscheiden. Am Mittwoch sollte die EU-Kommission ein mögliches Maßnahmenpaket vorlegen, das die EU-Staaten diskutieren wollten. Ein möglicher Ausschluss Russlands von "kulturellen, wirtschaftlichen oder sportlichen Großereignissen" könnte von den sieben führenden Industriestaaten (G-7) koordiniert werden, zitierte die "Financial Times" aus dem Arbeitspapier.

Formel 1 explizit erwähnt

In Berlin sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch, die Fußball-WM in vier Jahren sei "nichts, was wir jetzt schon besprechen müssen". Sanktionen gegen Russland seien aber notwendig. Die Idee, die Fußball-WM in Russland zu boykottieren, hatten in den vergangenen Wochen schon mehrere deutsche und britische Politiker geäußert.

Der "Financial Times" zufolge erwähnen die Autoren des EU-Arbeitspapiers neben Fußball als Sanktionsmöglichkeit auch explizit die Formel 1. Die höchste Klasse des Motorsports gastiert Mitte Oktober erstmals im russischen Sotschi, dem Schauplatz der vergangenen Winterolympiade am Schwarzen Meer. Dort wurde extra eine Rennstrecke errichtet. Im kommenden Jahr sollen in Russland zudem die Schwimm-Weltmeisterschaften stattfinden. (afp)

[ Lesen Sie jetzt das EM-Spezial der FR - digital oder gedruckt sechs Wochen lang ab 27,30 Euro. Hier geht’s zur Bestellung. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Dossier

In der Ukraine gewinnen die pro-europäischen Kräfte den Machtkampf. Aber die neue Regierung in Kiew verliert die Kontrolle über die Halbinsel Krim. Russland und die Ukraine bereiten sich auf einen militärischen Konflikt um die Halbinsel vor.

Leitartikel
Putins Invasion hat eine lange Vorgeschichte

Für die Eskalation der Lage auf der Krim ist nicht allein Wladimir Putin verantwortlich. Auch der Westen hat aus seinen Fehlern der Vergangenheit nicht gelernt. Ein Leitartikel zum Krim-Konflikt von FR-Politikredakteur Viktor Funk.

Videonachrichten Ukraine
Hintergrund
Die Lage auf der Krim bleibt angespannt. Foto: Maxim Shipenkov

Der ukrainische Machtkonflikt spitzt sich auf der russisch geprägten Halbinsel Krim zu. Dabei geht's um alles - auch ums Gas und die Geschichte.

Leitartikel
Russische Soldaten bewachen den Flughafen Simferopol.

Das neue Regime in Kiew zeigt, wie wenig ihm der Osten wert ist. Moskau fördert die Unruhe auf der Krim nach Kräften. Doch ist eine diplomatische Lösung des Konflikts möglich – noch. Ein Leitartikel von FR-Korrespondent Christian Esch.

Meinung
Videonachrichten
Spezial

Bombardiert Israel die iranischen Atomanlagen? Weitet sich der Konflikt zum Regionalkrieg aus? Werden gar die USA hineingezogen? Die Lage in Nahost spitzt sich dramatisch zu. Das Spezial.