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Ukraine
In der Ukraine gewinnen die pro-europäischen Kräfte den Machtkampf. Aber die neue Regierung in Kiew verliert die Kontrolle über die Halbinsel Krim.

30. September 2014

Ukraine Russland: Stillstand beim russischen Rückzug

Ukrainische Soldaten üben auf einem Schießstand bei Kiew.  Foto: dpa

Seit Beginn der Waffenruhe hat Russland nach Angaben der Nato zahlreiche Soldaten aus der Ukraine abgezogen. Seit einer Woche tut sich allerdings nichts mehr - und das, obwohl laut Nato-Angaben noch hunderte russische Soldaten in der Ukraine sind.

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Brüssel –  

In der Ukraine befinden sich nach Angaben der Nato noch immer hunderte russische Soldaten. Seit Beginn der Waffenruhe Anfang September habe es einen "bedeutenden Rückzug" russischer Truppen aus dem Osten des Landes gegeben, erklärte ein Nato-Militärsprecher am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. "Aber hunderte russische Soldaten, darunter Spezialkräfte, sind noch immer in der Ukraine."

In der vergangenen Woche habe die Nato keine Verringerung der russischen Kampftruppen in der Ukraine beobachtet, erklärte der Sprecher. Außerdem seien noch etwa 20.000 russische Soldaten nahe der Grenze zur Ostukraine stationiert.

Die Nato wirft Russland seit Monaten vor, den Kampf der prorussischen Separatisten gegen die ukrainischen Regierungstruppen mit Soldaten und Waffen zu unterstützen. Die Regierung in Moskau bestreitet dies.

EU verlängert Sanktionen

Die EU-Mitgliedstaaten haben derweil entschieden, im Konflikt um die Ukraine die Strafmaßnahmen gegen Russland weiter in Kraft zu lassen. Trotz "ermutigender Entwicklungen" müssten wichtige Teile des Friedensplans noch immer umgesetzt werden, erklärte die Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton nach einem Treffen der EU-Botschafter am Dienstag in Brüssel. Wenn sich die Lage vor Ort verbessere, könnten die bestehenden Strafmaßnahmen gegen Russland ganz oder teilweise ausgesetzt werden.

Angesichts der leichten Entspannung der Lage in der Ostukraine in den vergangenen Wochen hatten die EU-Staaten angekündigt, die Sanktionen gegen Russland Ende September neu zu bewerten. Die Fortschritte vor Ort reichen der EU aber nicht aus. (afp)

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