Knapp drei Wochen nach der Schiffskatastrophe der Costa Concordia haben die italienischen Rettungskräfte die Suche nach Vermissten in dem Wrack offiziell beendet. Grund dafür sei die Sicherheit der Taucher, die am halb untergegangen Wrack des Kreuzfahrtschiffs arbeiteten, berichtete die Nachrichtenagentur ANSA.
Den Verwandten der noch vermissten 15 Opfer und den betroffenen Botschaften sei diese Entscheidung bereits mitgeteilt worden, hieß es.
Das Kreuzfahrtschiff mit etwa 4200 Menschen an Bord war am 13. Januar vor der Insel Giglio vor der toskanischen Küste auf einen Felsen aufgelaufen und gekentert. 17 Opfer der Schiffskatastrophe vom sind bisher geborgen worden, darunter sechs Deutsche. Bei dem sechsten deutschen Todesopfer handelt es sich um eine Frau aus Baden-Württemberg. Die 66-Jährige aus Achstetten sei unter den Toten identifiziert worden, sagte ein Polizeisprecher in Biberach am Dienstag. Insgesamt 15 Passagiere und Crewmitglieder werden nach Angaben der Präfektur im toskanischen Grosseto noch vermisst. Darunter sind weitere sechs deutsche Passagiere.
Schlechtes Wetter hält Taucher ab
Taucher hatten zunächst geplant, die gefährliche Suche nach Opfern in dem gekenterten Kreuzfahrtschiff am Dienstag wieder aufzunehmen, wurden aber von schlechten Wetterbedingungen daran gehindert. Die Bergungsarbeiten waren immer wieder unterbrochen worden, weil sich das Kreuzfahrtschiff bewegt hatte und höherer Wellengang die Arbeiten schwierig machte.
Für Aufregung sorgen auf der toskanischen Urlaubsinsel die Einschätzungen des Krisenstabsleiters Franco Gabrielli, das Schiff könne möglicherweise noch bis zu einem Jahr vor Giglio liegen. Nach der Sicherung des Wracks und den Vorbereitungen des Abtransports dürfte es sieben bis zehn Monate dauern, bis die Costa Concordia geborgen sei.
Nachrichten zum Unfall der Costa Concordia, den Überlebenden des Kreuzfahrtschiffs und den Rettungsarbeiten in Italien.
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