Francesco Schettino nach seiner Verhaftung.
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Francesco Schettino nach seiner Verhaftung.
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Ein mitgeschnittenes Gespräch zwischen Francesco Schettino und der zuständigen Hafenkommandantur untermauert die Vorwürfe gegen den Kapitän der "Costa Concordia". Lesen Sie hier das Telefonat im Wortlaut.
Nach der Havarie der „Costa Concordia“ führte der Kapitän des Kreuzfahrtschiffs in der Nacht zum Samstag ein erregtes Telefonat mit einem Offizier der zuständigen Hafenkommandantur. Das mitgeschnittene und am Dienstag publik gewordene Gespräch untermauert die Vorwürfe gegen Francesco Schettino, der seit der Katastrophe in Untersuchungshaft besitzt. Das Telefonat begann um 01.46 Uhr und verlief wie folgt:
Kommandant Gregorio De Falco von der Hafenkommandantur in Livorno: „Ja, ich bin De Falco aus Livorno, spreche ich mit dem Kommandanten?“
Schettino: „Ja, guten Abend, Kommandant De Falco.“
De Falco: „Sagen Sie mir bitte Ihren Namen.“
Schettino: „Ich bin der Kommandant Schettino, Kommandant.“
De Falco: „Schettino? Hören Sie, Schettino. Es stecken Menschen an Bord fest. Jetzt begeben Sie sich mit Ihrem Rettungsboot auf die rechte Unterseite des Schiffsbugs. Da ist eine Leiter und Sie besteigen das Schiff. Sie gehen an Bord und Sie sagen uns, wie viele Leute da sind. Ist das klar? Ich zeichne dieses Gespräch auf, Kommandant Schettino.“
Schwierige Bergung der Costa Concordia
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Schwierige Bergung der Costa Concordia
Bei der Suche nach weiteren Opfern sollte auch ein ferngesteuerter Unterwasser-Roboter eingesetzt werden. Foto: Luca Zennaro
Die Zahl der deutschen Toten nach dem Schiffsunglück ist auf sechs gestiegen. Foto: Luca Zennaro
Nach den neuesten Daten der Präfektur sind jetzt noch 16 Menschen verschollen, darunter sechs Deutsche. Foto: Luca Zennaro
Das Unglück geschah am 13. Januar vor der italienischen Insel Giglio. Foto: Luca Zennaro
Die Suche nach Vermissten in dem Wrack der «Costa Concordia» ist wegen schlechten Wetters vorerst unterbrochen worden. Foto: Luca Zennaro
Voraussichtlich bis Mittwoch wird man warten müssen, ehe das Abpumpen des gefährlichen Schweröls beginnen kann. Das Wetter soll bis Dienstag schlecht bleiben. Foto: Luca Zennaro
Im Inneren der Costa Concordia.
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Taucher suchen im Wrack der Costa Concordia noch immer nach knapp 30 Vermissten. Doch die Chance, im Bauch des havarierten Kreuzfahrtsschiffes noch Überlebende zu finden, schwindet von Stunde zu Stunde.
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Die „Costa Concordia“ war am Freitagabend mit mehr als 4.000 Menschen an Bord, darunter 566 Deutsche, nahe Giglio auf einen Felsen aufgelaufen und zur Seite gekippt.
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Die Rettungskräfte der italienischen Marine operieren von Schlauchbooten aus.
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Der Riss im Rumpf des Schiffes ist gewaltig. Ein Felsen hat das Metall auf mehreren Metern Länge aufgeschlitzt.
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Ein Taucher im Inneren des Wracks.
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Große Teile des Luxusliners stehen vollständig unter Wasser.
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Ein Taucher vor der Glocke des auf einen Felsen gelaufenen Schiffes. Foto: UFFICIO STAMPA GRUPPO CARABINIERI SUBAQUEI
Die Hilfsmannschaften befürchten ein komplettes Untergehen des auf der Seite liegenden Kreuzfahrtschiffes. Foto: Massimo Percossi
Auch eine Woche nach dem Unglück wird noch im Wrack des Schiffs nach Vermissten gesucht. Foto: Massimo Percossi
Das Wrack des gekenterten Kreuzfahrers vor der Insel Giglio. Foto: Massimo Percossi
Ein Hubschrauber über dem Wrack der "Costa Concordia". Foto: Massimo Percossi
Die Bergungsarbeiten sind schwierig, weil sich das Schiff stark zur Seite geneigt hat.
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Die Quergänge des Schiffes sind dadurch zu steilen Schächten geworden, unerklimmbar für eingeschlossene Passagiere.
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Die toskanische Feuerwehr ist mit einer Spürhundestaffel vor Ort.
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Die Hunde ins Schiff zu bringen, ist unter den aktuellen Bedingungen allerdings kaum möglich.
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Die Rettungskräfte müssen bei ihren Arbeiten immer das Wetter im Blick behalten, um nicht selbst in Gefahr zu geraten.
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Feuerwehrleute bereiten sich auf der Seite des Schiffes zum Abseilen vor.
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Eine Aufnahme der italienischen Küstenwache aus dem Inneren des Schiffs.
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Sowie hier weitere Außenaufnahmen des Wracks.
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Das Schiff liegt nur wenige Meter von der Küste entfernt auf Grund.
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Eigentlich hätte der Kapitän niemals so dicht am Ufer an der Insel vorbeifahren dürfen.
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Kapitänm Francesco Schettino hatte behauptet, ein Kartenfehler sei die Ursache für das Unglück gewesen.
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Der Felsen, den das Schiff traf, sei nicht in den Karten verzeichnet gewesen.
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Diese Darstellung bewerten Behörden und Seefahrtexperten allerdings als extrem unglaubwürdig.
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Zudem sind jetzt Mitschnitte von Telefonaten bekannt geworden, die den Kapitän weiter belasten.
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Die italienische Nachrichtenagentur Ansa veröffentlichte Zitate aus einem von den Blackboxen aufgezeichneten Telefonat zwischen Francesco Schettino und einem Offizier, der im Hafen der Insel Giglio Dienst hatte.
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Darin wird der schon kurz nach dem Unglück von Zeugen geäußerte Verdacht erhärtet, wonach der Kapitän früh von Bord gegangen war. Der Hafenmitarbeiter wies Schettino darin an, sich zurück auf das Schiff zu begeben.
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Demnach erreichte der Offizier Schettino um 1.46 Uhr auf dem Handy, als noch hunderte Menschen an Bord des sich langsam zur Seite neigenden Schiffes waren.
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Darin forderte der Mitarbeiter des Hafens: „Jetzt begeben Sie sich zum Bug, Sie klettern die Rettungsleiter hoch und leiten die Evakuierung!“
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Der Offizier wurde im Verlauf des Telefonats immer ungehaltener. „Sie müssen uns sagen, wie viele Leute da noch sind, Kinder, Frauen, Passagiere, die genauen Zahlen in jeder Kategorie!“, forderte er Schettino auf.
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„Was machen Sie? Geben Sie die Rettung auf?“, fragte der Offizier. „Nein, nein, ich bin da, ich koordiniere die Rettung“, antwortete Schettino, der von den Zeugen allerdings schon vor Mitternacht am Ufer gesehen wurde.
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Der Offizier sagte, es gebe „bereits Leichen“. „Wie viele?“, fragte Schettino zurück. Der Offizier darauf: „Das müssen doch Sie mir sagen! Was machen Sie? - Jetzt kehren Sie nach da oben zurück und sagen Sie uns, was wir machen können!“
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Schon 1.42 Uhr sagte der Kapitän in einem anderen Telefonat mit der Hafenmeisterei: „Wir können nicht mehr an Bord des Schiffes gehen, weil es zur Heckseite kippt.“ Der Offizier fragte völlig überrascht: „Kommandant, haben Sie das Schiff verlassen?“ Der Kapitän darauf: „Nein, nein, natürlich nicht!“
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Holländische Einsatzkräfte sind für das Abpumpen des Öls zuständig. Hier machen zwei der Arbeiter eine wohlverdiente Pause.
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Interaktiv: Die Havarie der Costa Concordia
Schettino: „Kommandant, ich möchte Ihnen etwas sagen ....“
De Falco: „Sprechen Sie laut. Halten Sie die Hand vor das Mikro und sprechen Sie lauter, alles klar?“
Schettino: „Das Schiff hat sich gerade zur Seite gesenkt ....“
De Falco: „Verstanden. Hören Sie: Leute sind dabei, die Leiter am Bug hinabzusteigen. Sie müssen diese Leiter in die umgekehrte Richtung hoch, das Schiff besteigen und mir sagen, wie viele Menschen da sind und was an Bord los ist. Ist das klar? Sie müssen mir sagen, wie viele Kinder, Frauen und hilfsbedürftige Menschen da sind. Und sie sagen mir, wie viele Menschen aus diesen Kategorien da sind. Ist das klar? Hören Sie, Schettino, Sie haben vielleicht geschafft, sich aus dem Meer zu retten, aber das da, das wird wirklich schlecht ausgehen .... Ich werde Ihnen verdammt viele Scherereien machen. Gehen Sie an Bord, verflucht nochmal!“
Schettino: „Kommandant, ich bitte Sie.“
De Falco: „Nein, ich bitte Sie. Sie gehen jetzt dorthin, Sie gehen an Bord. Sie sagen mir zu, dass Sie dabei sind, an Bord zu gehen.“
Schettino: „Ich bin bereits dabei, dorthin zu gehen, ich bin da, ich gehe nirgendwo hin, ich bin da ....“
Alle Fakten zum Kreuzfahrtriesen Costa Concordia
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Alle Fakten zum Kreuzfahrtriesen Costa Concordia
Sie gehört zu den größten Kreuzfahrtschiffen weltweit. Das Schiff misst 290 Meter und ist über 35 Meter breit. Die Taufe des Schiffes fand am 7. Juli 2006 im Hafen von Rom statt. Taufpatin ist das tschechische Top-Model Eva Herzigová.
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Der Bau des Schiffs kostete rund 450 Millionen Euro. Die Einrichtungen entwarf der amerikanische Innenarchitekt Joe Farcus. Die Costa Concordia hat insgesamt 14 Decks.
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Es gab auf der Costa Concordia mehrere Bars. Die größte war die Grand Bar Berlino. Speziell für die jüngeren Gäste befand sich außerdem eine Disco an Bord. Als Vorbereitung auf die einzelnen Häfen wurden hier Vorträge über die angelaufenen Ziele gehalten.
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Zu insgesamt 13 Bars gehörten unter anderem eine Cognac- und Zigarrenbar sowie eine Kaffee- und Schokoladenbar. Den Gästen stehen insgesamt 21.000 Quadratmeter Bar- und Loungefläche auf der Costa Concordia zur Verfügung.
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Insgesamt 1100 Besatzungsmitglieder kümmerten sich um die Gäste. An Bord befanden sich neben fünf Restaurants auch ein Theater, ein Kino sowie Clubs und Diskotheken.
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An Bord befanden sich neben einem Wellness-Center auch drei Swimmingpools zum Sonnen und Relaxen.
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Luxus an Bord: Das Schiff verfügte über insgesamt 1500 Kabinen. Die Crew bestand aus mehr als 1000 Mitarbeitern.
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Im Spa gab es eine türkische und eine Felsen-Sauna, zehn Behandlungsräume, ein Fitness-Studio und ein Teehaus. Dieser Bereich erstreckte sich über zwei Decks und insgesamt 2100 Quadratmeter.
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Die Costa Concordia ist ein Schiff der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, dem Marktführer in Europa. Sie wurde 2006 gebaut und bietet Platz für 3780 Passagiere.
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De Falco: „Was machen Sie gerade, Kommandant?“
Schettino: „Ich bin da, um die Hilfe zu koordinieren.“
De Falco: „Wer koordiniert dort? Jetzt gehen Sie wieder an Bord, um die Hilfe an Bord zu koordinieren. Weigern Sie sich?“
Schettino: „Nein, nein, ich weigere mich nicht.“
De Falco: „Sie weigern sich, wieder an Bord zu gehen? Sagen Sie mir, aus welchem Grund Sie nicht dorthin gehen?“
Schettino: „Ich bin nicht dabei, dorthin zu gehen, weil das andere Boot (Rettungsboot, Anmerkung der Redaktion) dort festgemacht hat.“
De Falco: „Sie gehen an Bord, das ist ein Befehl. Sie dürfen an nichts Anderes mehr denken. Sie haben die Evakuierung des Schiffs angeordnet. Jetzt habe ich hier das Kommando. Sie gehen zurück an Bord! Ist das klar? Haben Sie mich verstanden? Gehen Sie dorthin und rufen Sie mich sofort vom Schiff aus an. Meine Hilfe aus der Luft ist bereits da.“
Schettino: „Wo ist Ihre Hilfe?“
De Falco: „Sie ist am Bug. Gehen Sie. Es gibt schon Leichen, Schettino.“
De Falco: „Ich weiß nicht. Aber das ist sicher, ich hab's gehört. Es ist Ihr Job, mir zu sagen, wie viele es sind, in Gottes Namen!"
Schettino: „Aber Sie wissen, dass es Nacht ist und man hier nichts sieht?“
Kreuzfahrt: Was Passagiere im Notfall tun sollten
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Kreuzfahrt: Was Passagiere im Notfall tun sollten
2. Nerven behalten, nicht in Panik geraten
In jedem Fall gilt: Nerven behalten und nicht in Panik geraten. „Das ist leicht gesagt, aber das einzig Vernünftige.“ Moderne Kreuzfahrtschiffe seien so gebaut, dass sie auch bei einem Leck - wenn überhaupt - nur sehr langsam sinken.
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3. Wie läuft eine Evakuierung ab?
Die Passagiere werden überall auf dem Schiff per Durchsage aufgefordert, sich zu festgelegten Sammelplätzen zu begeben, erläutert Schmidt. Dort teilt die Besatzung die Menschen auf die Rettungsboote auf und verteilt Schwimmwesten. „Dieser Ablauf ist auf jedem Kreuzfahrtschiff gleich, lediglich die Rettungswege unterschieden sich.“
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4. Wie findet man den Sammelplatz?
Die Besatzung ist dazu verpflichtet, den Ablauf einer Evakuierung und das Treffen am Sammelpunkt innerhalb der ersten 24 Stunden an Bord einmal mit den Passagieren durchzuspielen. „Wenn das Schiff abends ausläuft, wird diese Übung meist am nächsten Morgen gemacht“, sagt Schmidt. Ein Rettungsplan mit den Sammelstellen hänge außerdem in den Kabinen aus. (Bild: dpa)
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5. Wo kann es Probleme geben?
Ab und zu könne es passieren, dass eine einzelne Aussetzvorrichtung für die Rettungsboote versagt, erklärt Schmidt. Die Boote können dann darüber nicht zu Wasser gelassen werden. „Dann muss die Besatzung umorganisieren. Je größer ein Schiff ist und je mehr Gäste an Bord sind, umso schwieriger wird das“, sagt der Experte.
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6. Gibt es genug Rettungsboote?
Die Kapazität der Rettungsboote ist international verpflichtend vorgeschrieben. Sie liegt bei 125 Prozent im Verhältnis zur Zahl der Passagiere. Das heißt, es gibt heruntergerechnet mindestens fünf Plätze für vier Passagiere. Eine Vorschrift - Frauen und Kinder zuerst - gebe es beim Besteigen der Boote nicht.
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7. Soll ich den Anweisungen der Besatzung folgen?
Ja. „Die Besatzung kennt das Schiff und weiß, was sie tun muss“, sagt Schmidt. Das Personal absolviere regelmäßig Lehrgänge und könne mit der Ausnahmesituation einer Evakuierung umgehen. „Ich würde durchaus raten, sich blind auf die Mannschaft zu verlassen.“
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1. Nie ohne Anweisung von Bord gehen
Passagiere sollten in der Regel niemals einfach von Bord springen. Eine Ausnahme sei höchstens, wenn es direkt hinter ihnen brenne und alle Fluchtwege versperrt seien, sagt Ulrich Schmidt, Leiter der Dienststelle Schiffssicherheit bei der Berufsgenossenschaft Verkehr in Hamburg. Im kalten Wasser müssten die Schiffbrüchigen sofort gerettet werden. Das hält die Crew beim Evakuieren der übrigen Passagiere auf.
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De Falco: „Was wollen Sie machen, Schettino, nach Hause gehen? Es ist Nacht, also wollen Sie nach Hause gehen? Gehen Sie die Leiter am Bug hoch und sagen Sie mir, was man tun kann, wie viele Leute da sind, was Sie brauchen. Sofort!“
Schettino: „Ich bin mit dem stellvertretenden Kommandanten (im Rettungsboot, Anmerkung der Redaktion).“
De Falco: „Gehen Sie beide an Bord. Sie und Ihr Adjutant gehen jetzt an Bord, ist das klar?“
Schettino: „Und, Kommandant, ich würde gerne an Bord, aber das andere Rettungsboot hier.... Andere Rettungskräfte sind hier. Es hat angehalten und ist blockiert, ich habe andere Rettungskräfte gerufen.“
De Falco: „Das sagen Sie mir schon seit einer Stunde. Jetzt gehen Sie an Bord, gehen Sie an Bord! Und Sie sagen mir jetzt gleich, wie viele Menschen da sind.“
Schettino: „Jawohl, Kommandant.“
De Falco: „Gehen Sie jetzt endlich!"
Nach Angaben der Hafenkommandantur hat der um kurz nach Mitternacht auf einen Felsen geflüchtete Kapitän sein Schiff auch nach diesem Telefonat nicht wieder betreten. Die Rettungsaktionen gingen bis sechs Uhr morgens weiter. (rtr)