Domnica Cemortan war zum Unglückszeitpunkt auf der Brücke der "Costa Concordia".
Foto: rtr/Adevarul
Domnica Cemortan war zum Unglückszeitpunkt auf der Brücke der "Costa Concordia".
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Italienische und internationale Medien spekulieren seit Wochen über eine mögliche Geliebte des "Costa Concordia"-Unglückskapitäns Francesco Schettino. Die junge Moldauerin wehrt sich jetzt in einem Interview und prangert die Berichterstattung an.
"Ich liebe Kapitän Schettino". Diesen Satz soll jene junge Moldauerin, die angeblich zum Zeitpunkt des Unglücks auf der Brücke des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" war, bei ihrer Befragung gegenüber der italienischen Justiz gesagt haben. Alles erfunden, sagt die 25-jährige Domnica Cemortan jetzt in einem Interview mit der italienischen Wochenzeitschrift Oggi. Italienische Medien hätten die Liebesgeschichte frei erfunden - aus purer Sensationsgier und um Kapitän Schettino, der nach wie vor unter Hausarrest steht, zu schaden.
Cemortan behauptet, Richter und Staatsanwälte hätten sie nur dazu befragt, was auf der "Costa Concordia" vor und nach dem Unglück geschehen sei, gleich zu Beginn der sechsstündigen Vernehmung habe ein Staatsanwalt zu ihr gesagt: "Wir interessieren uns nicht für Persönliches, wir wollen nur wissen, was auf der Brücke geschehen ist". Ihr angebliches Liebesgeständnis sei eine dreiste Lüge sensationslüsterner Journalisten. Außerdem wolle man offenbar alles tun, um Kapitän Schettino zu schaden und ihn auch bei seiner Familie in Misskredit zu bringen, empört sich die junge Moldauerin.
Costa Concordia - das Unglück in Italien
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Costa Concordia - das Unglück in Italien
Elf Tage nach dem Unfall der «Costa Concordia» haben die Vorbereitungen für das Abpumpen des Schweröls begonnen. Foto: Enzo Russo
Für das Abpumpen der rund 2300 Tonnen Treibstoff wurde eine niederländische Spezialfirma beauftragt. Foto: Vigili del Fuoco
Medienvertreter aus aller Welt verfolgen das Geschehen auf der Insel Giglio. Foto: Enzo Russo
Das Schiff droht nach neuesten Messungen nicht weiter zu sinken. Foto: Vigili del Fuoco
Laut Auswärtigem Amt gelten noch zwölf Deutsche als verschollen. Vigili del Fuoco
Seit der Havarie vor elf Tagen wurden 15 Tote geborgen, etwa 20 Menschen werden noch vermisst. Foto: Carlo Ferraro
Die Retter suchen unermüdlich weiter nach den Vermissten. Foto Vigili del Fuoco
Erschreckend: Diese Touristen nehmen ein Foto vor der gekenterten Costa Concordia als Urlaubssouvenir mit nach Hause.
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Zwei Taucher der italienischen Marine sehen sich im Schiffsinneren um.
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Im Inneren der Costa Concordia schwimmt das zerstörte Mobiliar.
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Feuerwehrleute müssen das Rettungsequipment über den Luftweg heranschaffen.
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Angehörige der Opfer warten in dem kleinen Örtchen Giglio auf Nachricht.
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Rund um das Schiff wurden Öl-Barrieren gezogen, die verhindern sollen, das Treibstoff aus dem Schiff ins offene Meer fließt.
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Helfer sprengen Löcher in das Schiff, um an schwer zugängliche Stellen zu gelangen.
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Ein Marineoffizier koordiniert den Einsatz.
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Ein Polizeiboot nähert sich dem verunglückten Schiff.
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An Bord des Luxus-Schiffs befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls 4200 Menschen.
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Der Luxusliner "Costa Concordia" lief auf Grund.
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Mehrere Menschen sollen ins Wasser gesprungen worden sein, als das Schiff kippte.
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Entgegen ersten Angaben gab es doch Opfer.
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Ein älterer Mann soll nach dem Sprung ins Wasser einem Herzinfarkt erlegen sein.
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Die Crew bestand aus 1000 Mitgliedern, sie und die Passagiere wurden in Rettungsinseln zur Küste geschleppt.
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Die Costa Concordia nachdem sie auf Grund gelaufen war.
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Die Rettungsboote der Costa Concordia.
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Passagiere in ihren Rettungswesten.
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Die Costa Concordia liegt mit schwerer Schlagseite im Wasser.
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Gerettete Passagiere kommen im Hafen von Giglio an.
Foto: dapd
Auf dem Weg nach Porto Santo Stefano.
Foto: dapd
Rettungskräfte im Einsatz.
Foto: dapd
Teilweise im Wasser versunken.
Foto: dapd
Gerettete Passagiere landen in Porto Santo Stefano.
Foto: dapd
Ein Boot der Carabinieri vor Ort.
Foto: AFP
Ein Polizist hält ein Kleinkind in den Armen.
Foto: dapd
Nach Angaben des Schiffsbetreibers waren 566 Deutsche an Bord...
Foto: REUTERS
...die Gruppe der Deutschen war nach Angaben des Veranstalters eine der größten an Bord...
Foto: dpa
...knapp ein Drittel der rund 3200 Passagiere stammten dem Veranstalter zufolge aus Italien, etwa 160 Gäste aus Frankreich....
Foto: REUTERS
...bei Deutschlands größtem Reisekonzern TUI hatten nach Angaben eines Sprechers 14 Touristen aus der Schweiz Plätze auf der „Costa Concordia“ gebucht.
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Auch in der Nacht laufen die Bergungsarbeiten auf Hochtouren.
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dapd
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Dass sie zum Zeitpunkt des Unglücks an Bord war, bestätigt die Frau, sie sei aber nicht wie behauptet als blinde Passagierin an Bord gegangen und habe auch nicht in der Kabine des Kapitäns übernachtet, sondern "als ganz normal registrierte Passagierin." Sie habe sogar noch den Kabinenschlüssel mit ihrem Namen, versichert Domnica Cemortan gegenüber "Oggi". Das Gerücht, in der Kajüte des Kapitäns sei ihr Bikini gefunden worden, sei ebenfalls Blödsinn. Warum sie als gewöhnliche Passagierin bei Francesco Schettino auf der Brücke war, erklärt Domnica Cermortan allerdings nicht.
Gerüchte über Kind mit dem Kapitän
Unglaublich findet die 25-Jährige die Behauptung, sie habe ein Kind mit dem "Costa Concordia"-Kapitän: "Was soll ich dazu sagen? Ja oder Nein etwa? Schettino hat schwarzes Haar, meine Tochter ist blond. Ich glaube nicht, dass sie das Kind des Kapitäns ist." Es sei ihr aber auch egal, die Journalisten sollten darüber schreiben, was sie wollten.
Innenansichten des Luxusliners Costa Concordia
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Innenansichten des Luxusliners Costa Concordia
Mehrere Pools, eine Rutsche, Sonnendeck: Kreuzfahrtpassagiere auf der Costa Concordia im Sommer 2011.
Foto: Jörg Hanau
Das Schiff beherbergt unter anderem sieben Restaurants, einen großen Spa-Bereich sowie Bars, Kinos und Diskotheken. Das Atrium erstreckt sich über mehrere Stockwerke, durch einen Aufzug (links) verbunden.
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Das Atrium: Blick aus der Vogelperspektive.
Foto: Jörg Hanau
Im Theater gehen jeden Abend zwei Live-Shows über die Bühne.
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Risikofreudige finden an Bord ein Spielkasino ...
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... Ruhebedürftigen steht eine Kapelle zur Verfügung.
Foto: Jörg Hanau
2000 Kabinen hat das Schiff – hier eine Außenkabine mit Balkon.
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Blick in eine Innenkabine.
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Das Schiff gehört über Costa Crociere zum Kreuzfahrtkonzern Carnival.
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Das US-Unternehmen zählt zu den Branchenriesen und besitzt unter anderem auch den deutschen Marktführer Aida.
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Im Hafen von La Valetta wirkt die Costa Concordia mit ihrer Länge von rund 290 Metern neben einem kanadischen Kriegsschiff wie ein Riese.
Foto: Jörg Hanau
Die Costa Concordia im Hafen von La Valetta, Malta: Das 450 Millionen Euro teure Kreuzfahrtschiff wird 2005 in Dienst gestellt.
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Jörg Hanau
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Nicht egal ist Domnica Cemortan allerdings, dass sie in der Klatschpresse als "Blonde des Kapitäns" und als "Sirene der Costa Concordia" dargestellt wurde. Ganz Italien lache und rede über sie, viele Menschen hielten sie für eine Schlampe. Sie habe Angst, ihren Nachbarn ins Gesicht zu schauen und schäme sich, in ein Geschäft zu gehen.
Die junge Moldauerin fühlt sich von den Journalisten "in den Dreck gezogen": Sie habe viel Zeit und Mühe in ihre Ausbildung investiert, an einer renommierten Hochschule in Frankreich studiert und vier Fremdsprachen erlernt. Und jetzt stehe wegen der Sensationsgier italienischer Medien plötzlich ihre Zukunft auf dem Spiel, klagt Domnica Cemortan. Auch in ihrem Heimatland Moldau werde sie verachtet: "Die Menschen werfen mir vor, den Ruf meines Landes und seiner Bevölkerung zu ruinieren." (dak)
Bergungsarbeiten an der Costa Concordia
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Bergungsarbeiten an der Costa Concordia
Die Hilfsmannschaften befürchten ein komplettes Untergehen des auf der Seite liegenden Kreuzfahrtschiffes. Foto: Massimo Percossi
Auch eine Woche nach dem Unglück wird noch im Wrack des Schiffs nach Vermissten gesucht. Foto: Massimo Percossi
Das Wrack des gekenterten Kreuzfahrers vor der Insel Giglio. Foto: Massimo Percossi
Ein Hubschrauber über dem Wrack der "Costa Concordia". Foto: Massimo Percossi
Ein Taucher vor der Glocke des auf einen Felsen gelaufenen Schiffes. Foto: UFFICIO STAMPA GRUPPO CARABINIERI SUBAQUEI
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