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US-Wahl
Berichte, Analysen, Kommentare zur US-Präsidentschaftswahl 2016

03. März 2016

US-Republikaner : Romney warnt vor "Hochstapler" Trump

Romney: "Das ist genau die Art von Wut, die andere Nationen in den Abgrund geführt hat".  Foto: AFP

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat Mitt Romney warnt in scharfen Worten vor den Folgen einer Nominierung von Donald Trump. Der sei nichts als ein Hochstapler, er würde die USA als Präsident in eine tiefe Krise stürzen.

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Der frühere republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat seine Partei mit scharfen Worten vor einer Kandidatur des populistischen Immobilienmilliardärs Donald Trump gewarnt. "Wenn wir Republikaner Donald Trump als unseren Kandidaten wählen, sind die Aussichten für eine sichere und blühende Zukunft stark vermindert", sagte Romney am Donnerstag in einer Rede in Salt Lake City.

Trump würde das Land mit seiner Wirtschaftspolitik in eine "lange Rezession" stürzen, sagte Romney. Seine Außenpolitik würde "Amerika und die Welt unsicherer" machen. Der Geschäftsmann habe "weder das Temperament noch das Urteilsvermögen" für das Präsidentenamt, sagte Romney. Der einflussreiche Republikaner warf Trump charakterliche Schwächen vor und mokierte sich über gescheiterte unternehmerische Projekte des Geschäftsmanns: "Ein Business-Genie ist er nicht."

Trump sei nichts anderes als ein "Wichtigtuer" und "Hochstapler", fuhr Romney fort und beklagte, dass der Milliardär Muslime und mexikanische Einwanderer zu "Sündenböcken" mache. Außerdem plädiere Trump für Folter sowie das Töten unschuldiger Kinder und Familienmitglieder von Terroristen. Die Pressefreiheit wolle er einschränken. "Das ist genau die Art von Wut, die andere Nationen in den Abgrund geführt hat", warnte Romney.

Der Ex-Gouverneur von Massachusetts hatte bei der Präsidentschaftswahl 2012 für die Republikaner kandidiert, unterlag damals aber Amtsinhaber Barack Obama. Romneys Rede war einer der bislang sichtbarsten Versuche des republikanischen Establishments, die Nominierung Trumps abzuwenden. Der von der Parteiführung lange nicht ernst genommene Milliardär liegt nach Vorwahlen in 15 der 50 Bundesstaaten bei den Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag klar vorne.

Romney kandidiert selbst nicht

Gleich zu Beginn seiner Rede stellte Romney klar, dass er nicht erneut die Kandidatur der Republikaner anstrebe. Seine Parteifreunde rief er auf, sich entweder für den erzkonservativen Senator Ted Cruz, den Senator Marco Rubio oder Ohios Gouverneur John Kasich zu entscheiden, von denen "die einzigen ernsthaften Politikvorschläge" kämen.

Am Donnerstagabend (Ortszeit) treten Trump, Cruz, Rubio und Kasich erneut bei einer Fernsehdebatte gegeneinander an. Nicht mehr im Rennen ist der frühere Neurochirurg Ben Carson, der sich am Mittwoch nach seinem schlechten Abschneiden am "Super Tuesday" zurückgezogen hatte. Die nächsten Vorwahlen der Republikaner finden am Samstag in Kansas, Kentucky, Louisiana und Maine statt.


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Bei den Demokraten steuert die frühere Außenministerin Hillary Clinton auf die Nominierung zu. Die Vorwahlen beider Parteien ziehen sich bis in den Frühsommer hin, ihre Kandidaten küren die Delegierten von Republikanern und Demokraten offiziell auf Parteitagen im Juli. Die USA wählen dann am 8. November ein neues Staatsoberhaupt. Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten. (afp)

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