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US-Wahl
Berichte, Analysen, Kommentare zur US-Präsidentschaftswahl 2016

09. März 2016

US-Vorwahlkampf: Trump gewinnt und Clinton schwächelt

Milliardär ist klarer Favorit auf die republikanische Präsidentschaftskandidatur.  Foto: dpa

Donald Trump siegt wieder. In Michigan, Mississippi und auf Hawaii fuhr der bei seinen Parteifunktionären unbeliebte Republikaner wichtige Siege ein. Und Hillary Clinton muss eine empfindliche Niederlage einstecken.

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Der rechte Immobilien-Milliardär Donald Trump ist nach einer kurzen Wackelphase im US-Vorwahlkampf wieder auf der Erfolgsspur. Am Dienstag gewann er mit Mississippi, Michigan und Hawaii drei weitere Staaten und baute damit seine Führung bei den Delegierten der Republikaner für den Parteitag im Juli aus. In Idaho unterlag er allerdings seinem Konkurrenten Ted Cruz. Der erzkonservative Senator aus Texas gewann in dem US-Staat im Nordwesten mit deutlichem Vorsprung vor dem umstrittenen Milliardär.

Bei den Demokraten siegte die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton mit großem Abstand in Mississippi, wo viele Afro-Amerikaner leben. Im wichtigen Bundesstaat Michigan musste sie aber eine empfindliche Niederlage gegen ihren hartnäckigen parteiinternen Widersacher Bernie Sanders einstecken. Der 74-jährige Linke führte nach Auszählung von über 95 Prozent der Stimmen uneinholbar mit etwa zwei Prozentpunkten Vorsprung.

„Die politische Revolution, über die wir hier sprechen, ist stark“, sagte der 74-Jährige. Er wolle weitere Staaten gewinnen. „Die stärksten Teile kommen erst noch“, sagte er. Clinton wandte sich nach ihrem Sieg in Mississippi an ihre Anhänger. „Wir sind besser als das, was uns die Republikaner anbieten“, rief die frühere Präsidentengattin.

Hilary Clinton verliert überraschend in Michigan gegen Sanders.  Foto: dpa

Trump hatte am vergangenen Wochenende mit Kansas, Maine und Puerto Rico drei Wahlen klar verloren. Vorausgegangen war eine beispiellose Kampagne der eigenen Parteiführung gegen den Unternehmer aus New York. Sein Widersacher Cruz konnte bei der Vergabe der Delegierten leicht aufholen.

„Ich hoffe, dass die Republikaner es annehmen werden“, sagte der 69-Jährige am Dienstagabend (Ortszeit) in Florida. „Umfragen zeigen, dass ich Hillary schlagen kann. Wir werden viele, viele Menschen von den Demokraten zu uns holen“, fügte er hinzu. Tatsächlich sehen die meisten Umfragen Clinton im Vergleich mit Trump deutlich vorn.

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Für Marco Rubio, den Favoriten des republikanischen Partei-Establishments, bahnte sich wie schon am vergangenen Samstag ein rabenschwarzer Tag an. Sowohl in Michigan als auch in Mississippi kam er nur auf einstellige Prozentsätze. Rubio muss am kommenden Dienstag in seinem Heimatstaat Florida unbedingt gewinnen, will er im Rennen bleiben.

Trump hat bei den Republikanern die meisten Vorwahlen gewonnen. Im Ringen um die meisten Delegiertenstimmen konnte er sich aber noch immer nicht entscheidend absetzen. Eine starke Strömung innerhalb der Republikaner versucht mit aller Macht, ihn als Präsidentschaftskandidaten zu verhindern. Viele Analysten gehen inzwischen von einer Kampfabstimmung auf dem Parteitag im Juli in Cleveland aus. (dpa)

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