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Exotische Speiseöle sind nur bedingt hitzebeständig

München. Bei exotischen Speiseölen etwa aus Sesam oder Hanf müssen Hobbyköche auf deren Hitzebeständigkeit achten. Denn unter zu starker Hitze können sich in einigen Ölen gesundheitsschädliche Stoffe wie Acrylamid oder Acrolein bilden.

Wer die Öle in der Küche aber richtig anwendet, kann seine Mahlzeiten mit ungewohnten Geschmacksaromen aufpeppen. Darauf weist der TÜV Süd hin. Außerdem enthalten die meist kaltgepressten Öle viele ungesättigte Fettsäuren, die den Angaben zufolge eine positive Wirkung auf den Stoffwechsel haben.

Sesamöl hat beispielsweise einen 80-prozentigen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Das Öl gibt es in zwei Varianten: hell oder dunkel. Das helle Öl ist hitzebeständiger und kann zum Beispiel in Wokgerichten zum Einsatz kommen. Das dunkle Öl sollte nur kalte Speisen verfeinern. Hanföl verträgt ebenfalls keine Hitze: Für Dressings, Marinaden und Brotaufstriche eigne sich Hanföl jedoch, so der TÜV Süd. Mit Arganöl können Verbraucher backen, kochen und dünsten. Arganöl und Hanföl haben wie das Sesamöl rund 80 Prozent ungesättigte Fettsäuren.

Avocado-, Walnuss- und Mohnöl enthalten etwa 75 Prozent dieser Fettsäuren. Avocadoöl ist außerdem reich an Vitamin A, D und E und eignet sich zum Braten. Walnussöl hingegen sollten Verbraucher nur für kalte Speise verwenden, genau wie Mohnöl. Wichtig bei allen genannten Ölen ist, sie im Kühlschrank aufzubewahren, denn sie sind nur begrenzt haltbar. Deshalb sollten Verbraucher nur kleine Mengen kaufen - die Öle haben ohnehin einen sehr kräftigen Eigengeschmack und sollten sparsam dosiert werden. (dpa/tmn)

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