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Kommentar zu Bahnpreisen: Stammkunden geschröpft

Mit Preiserhöhungen, die vor allem die Stammkunden trifft, bringt die Bahn das umweltfreundlichste Verkehrsmittel nicht nach vorn. Wir brauchen mehr Service. Von Frank-Thomas Wenzel

Frank-Thomas Wenzel ist Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Rundschau.
Frank-Thomas Wenzel ist Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Rundschau.
Foto: FR

Ist doch logisch, die Bahn erhöht die Preise. An den Aufschlag per Dezember haben wir uns gewöhnt. Die Logik, die dahintersteckt, ist die der Börsenbahn.

Zu einem radikal auf Rendite getrimmten Konzern gehören eben auch Preiserhöhungen, die sich die Bahn erlauben kann, da sie hierzulande das Geschäft mit dem Verkehr auf der Schiene dominiert.

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Da sie zugleich als weltweiter Logistik-Player unterwegs ist, bekommt sie Einbrüche im globalen Handel schmerzhaft zu spüren. Um Einbußen auszugleichen, werden nun die treuen Bahncard-Kunden zur Kasse gebeten.

So bringt der Vorstand das umweltfreundlichste Verkehrsmittel nicht nach vorn. Wir brauchen eine Bahn mit mehr Service, mit integrierten Verkehrsangeboten, die sicherstellen, dass Fahrgäste hoffentlich bald mit einem Elektromobil bequem vom Hauptbahnhof zum Geschäftspartner im Gewerbegebiet kommen. Und es muss attraktive Preise für Stammkunden geben.

Das bringt mehr Menschen auf die Schiene. Manager nennen das expansive Sanierung. Die ist möglich, aber nicht mit weiteren Fahrpreiserhöhungen.

Autor:  Frank-Thomas Wenzel
Datum:  6 | 10 | 2009
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