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Verbraucher

16. Juli 2009

Lebensmittel-Imitate: Ehrliches Essen soll in Gaststätten locken

 Von 
Mogelkäse? Ein Bäcker am Frankfurter Hauptbahnhof verspricht Ehrlichkeit. Foto: Bayer

Erst das Rauchverbot in der Kneipe, dann in der Krise geizig gewordene Unternehmen: Hotels und Gaststätten geht's schlecht, wie auch die aktuellen Mai-Zahlen zeigen. Nun trägt die Branche eine zündende Idee vor. Von Michael Bayer Fotostrecken: Mogel-Lebensmittel und Mogel-Verpackungen

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Erst das Rauchverbot in der Kneipe, dann die in der Krise geizig gewordenen Unternehmen - Hotel- und Gaststättenbetreiber haben genug Grund zur Klage. Doch jetzt hat die Branche eine zündende Idee, die Rettung bringen soll.

Der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverband, kurz Dehoga, sagte, die Wirte sollten "offensiv mit Qualität" gegen weitere Umsatzeinbrüche und massiven Arbeitsplatzabbau ankämpfen. Möglich seien Hinweise wie "gentechnikfrei" oder "ohne Imitate", sagte Präsident Ernst Fischer der Saarbrücker Zeitung.

Damit versucht der Verband, die Debatte über Lebensmittelimitate für sich zu nutzen. Die Verbraucherzentrale in Hamburg hatte einige Beispiele genannt, wie die Nahrungsindustrie den Kunden oft billige Ersatzstoffe statt des versprochenen Essens unterjubelt.

Zahlreiche Reaktionen auch aus der Politik waren die Folge. Gefordert wurden strengere Kontrollen der Länder. Außerdem sagten viele, gemogelte Produkte oder schummelnde Restaurants sollten im Internet veröffentlicht werden.

Einen neuen Anreiz, um Kunden zu locken, kann die Gastronomiebranche gut gebrauchen. Hotels, Pensionen und Gaststätten kämpften auch im Mai mit stark sinkenden Umsätzen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden aktuell berichtet. Die gesamte Branche musste Einbußen von 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat hinnehmen.

Bei den Beherbergungsbetrieben sanken die Umsätze sogar um 8,7 Prozent, bei den Gaststätten um 5,5 Prozent. Die Zahlen sind bereits bereinigt um Preissteigerungen. Nominal sanken die Umsätze um 4,5 Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet der Verband mit einem Minus von nominal fünf Prozent.

Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges erläuterte die Entwicklung im Detail. Während der Business-Sektor mit Umsatzeinbrüchen von bis zu 25 Prozent leben müsse, sei die Situation in der Ferienhotellerie etwa an Nord- und Ostseeküste erfreulicher: "Die Leute sparen nicht am Urlaub, sondern höchstens im Urlaub", sagte Hartges. (mit dpa)

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