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Lebensmittelkennzeichnung: Logos, Tabellen, Farbsysteme

Derzeit müssen die Hersteller Lebensmittel nur dann mit Nährwertangaben kennzeichnen, wenn sie diese mit Aussagen in Bezug auf Gesundheit oder Nährwert bewerben ("light", "wenig Zucker"). Sonst gilt das Prinzip der Freiwilligkeit. Ein Überblick. Von Jutta Maier

Verschiedene Systeme: In den EU-Ländern wird jeweils mit verschiedenen Kennzeichnungssystemen gearbeitet, um den Verbrauchern Hinweise darauf zu geben, ob ein Produkt in eine ausgewogene Ernährung passt.

Nährwerttabellen: Enthalten Angaben zu den sogenannten Big 4 (Brennwert, Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate) oder den Big 8 ( zusätzlich zu den Big 4 Angaben zu Zucker, Salz, gesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen). Die Werte beziehen sich entweder auf 100 Gramm, auf eine Portion oder auf eine Packung.

GDA (Guideline Daily Amounts): Informieren über Richtwerte für die Tageszufuhr an Kalorien und einigen Nährstoffen für einen gesunden Erwachsenen. Angegeben wird in der Regel, wie viel Kalorien und wie viel Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz in einer Portion (z. B. einem Riegel, einer Scheibe) enthalten sind. Außerdem zeigen die GDA an, welchen Anteil an der maximal empfohlenen Tageszufuhr Kalorien und einzelne Nährwerte ausmachen.

Ampel-Systeme: Farben - zum Beispiel Rot, Gelb und Grün beim Ampelschema in Großbritannien- geben dem Verbraucher Aufschluss darüber, ob der Nährstoff- oder Kaloriengehalt hoch, mittel oder niedrig ist, bezogen auf 100 Gramm oder Milliliter eines Lebensmittels. Das Nutri-Pass-System in Frankreich verwendet die Farben Orange, Gelb und Grün.

Farbkodierte GDA-Systeme: Kombinieren die Richtwerte zur Tageszufuhr (GDA) mit der Ampel. Auf dem Etikett befinden sich die GDA-Prozentsätze zu Kalorien und einzelnen Nährstoffen, kombiniert mit den Ampel-Farben, die anzeigen, ob der jeweilige Gehalt pro 100 Gramm/Milliliter oder Portion hoch, mittel oder gering ist. Am besten verstanden wird die Kennzeichnung, wenn auch die entsprechenden Worte aufgedruckt sind. Das hat eine Untersuchung der britischen Lebensmittelbehörde FSA ergeben.

Gesundheitslogos: Kennzeichnen Lebensmittel mit besonders guten Nährstoffwerten, zum Beispiel das schwedische Schlüsselloch-Symbol (Swedish Keyhole). Ein ähnliches Logo wird auch in den Niederlanden verwendet. Verbrauchern soll damit bei Auswahl und Kauf von Lebensmitteln geholfen werden, die besonders gut für die Gesundheit sind.

Autor:  Jutta Maier
Datum:  17 | 3 | 2010
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