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Nahrungsergänzungsmittel sind meist unnötig

Vitamin- oder Mineralstoffpillen sind für die meisten Menschen nicht notwendig, da sie mit dem Essen ausreichend Nährstoffe aufnehmen. Foto: Matthias Hiekel
Vitamin- oder Mineralstoffpillen sind für die meisten Menschen nicht notwendig, da sie mit dem Essen ausreichend Nährstoffe aufnehmen. Foto: Matthias Hiekel

Bonn. Die meisten Menschen brauchen keine Nahrungsergänzungsmittel. Sie nehmen über ihre normalen Mahlzeiten schon genügend Vitamine und Mineralstoffe auf. Zuviel davon kann eher schaden.

Wer über längere Zeit zu hohe Dosierungen von Ergänzungsmitteln einnimmt und angereicherte Lebensmittel isst, schadet seinem Körper damit eher, als ihm etwas Gutes zu tun. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn hin. Unter anderem stehe Kalzium in Verdacht, bei zu hoher Dosierung das Risiko für Herzinfarkte zu erhöhen.

Es funktioniert auch nicht, Ernährungsfehler mit Pillen auszugleichen. Hierbei hilft nur, den Ernährungs- und Lebensstil zu ändern: Mehr Bewegung und mehr Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sind die bessere Alternative zu Pillen. Laut DGE können insbesondere der Gemüse- und Obstverzehr dazu beitragen, das Risiko für einen Schlaganfall oder Bluthochdruck zu senken.

Für einige Risikogruppen empfiehlt die DGE allerdings, bestimmte Nährstoffe zu ergänzen. Schwangere und Stillende müssen unter Umständen Eisen und Jod ergänzen. Frauen, die schwanger werden wollen, sollten Folsäure zu sich nehmen. Außerdem kann zusätzliches Vitamin D für Menschen sinnvoll sein, die ihre Haut nur selten unbedeckt der Sonne aussetzen. Aber auch für diese Ausnahmen gilt: Zu hohe Dosierungen über längere Zeit sollten tabu sein. (dpa/tmn)

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