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08. Januar 2016

Nahverkehr: Doppeldecker kommen gut an

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Ein Berliner Doppeldecker-Bus war eine Woche lang in Frankfurt unterwegs.  Foto: dpa

Nach dem Testbetrieb im Dezember auf der Linie 34 sollen weitere Probeeinsätze folgen. Bis zu einem Dauereinsatz würde es aber noch mehrere Jahre dauern.

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Die Frankfurter Verkehrsgesellschaft Traffiq zieht eine positive Bilanz der testweisen Doppeldeckerbus-Nutzung im Dezember. Zwar sei die begleitende Fahrgastbefragung noch nicht ausgewertet. Ergebnisse würden erst im Februar vorliegen, sagte Traffiq-Sprecher Klaus Linek der FR. „Aber der Bus kam sehr gut an, wir haben keinerlei negative Stimmen gehört“. Gerade am letzten Tag der einwöchigen Testphase seien viele Menschen extra gekommen, um den Doppeldecker zu nutzen, und „mit Familie und Fotoapparat“ die Aussicht zu genießen.

Ein Regelbetrieb der zweigeschossigen Busse in Frankfurt „könnte sicherlich eine gute Lösung sein“, sagte Linek, betonte aber, dass für eine Entscheidung zunächst die Umfrage ausgewertet müsse. Eine weitere Testphase müsse absolviert und weitere Kriterien wie die Kosten für Umbauten von Werkstätten abgewogen werden. Käme man dann zu einem positiven Ergebnis, müsse sich die Stadtpolitik noch dafür aussprechen. Bis zum dauerhaften Einsatz der Doppeldecker würde es wohl „drei, vier Jahre dauern“. Sie könnten helfen, Engpässe auszugleichen, wo etwa aufgrund von engen Kurven keine Gelenkbusse fahren können, und Busse bereits dicht getaktet fahren.

Kein PR-Gag

Kurz vor Weihnachten hatte Traffiq einen 20 Jahre alten Doppeldecker aus Berlin ausgeliehen und ihn eine Woche lang probeweise auf der vielgenutzten Linie 34 zwischen Gallus, Rödelheim, Dornbusch und Bornheim eingesetzt. „Anfangs hat es eine Weile gedauert, bis die Fahrgäste sich nach oben getraut haben“, sagte Linek. „Es musste erstmal bekannt werden, dass das ein normaler Linienbus und kein PR-Gag ist.“ Die Erfahrungen aus Berlin hätten gezeigt, dass vor allem solche Passagiere das Oberdeck nutzten, die für drei oder mehr Stationen mitführen. Auf der Linie 34 würden drei Viertel der Fahrgäste mindestens fünf Stationen mitfahren, so Linek.

Derzeit verhandle die Traffiq mit den Berliner Verkehrsbetrieben über die Nutzung neuerer Bus-Modelle für eine zweite Testphase. Wann diese beginnen könne, und inwieweit sie auch auf andere Strecken, etwa den Linien 30, 32 und 36, oder Strecken „Richtung Höchst“ ausgeweitet werde könne, lasse sich aktuell noch nicht sagen. Das sei auch vom Streckenverlauf abhängig. So hätten auf der ersten Teststrecke durchaus einige Passagiere reflexhaft „den Kopf eingezogen“, weil zwischen einer Brücke und dem Bus nur rund acht Zentimeter Luft gelegen hätten. Bäume habe Traffiq aber nicht stutzen lassen.

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