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21. April 2015

Verkehrsstatistik: Weniger Tote im Frankfurter Straßenverkehr

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Bei Unfällen im Frankfurter Straßenverkehr sind im vergangenen Jahr weniger Menschen gestorben. (Archiv)  Foto: Renate Hoyer

Die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten ist so niedrig wie noch nie. Dafür ist die Zahl der Leichtverletzten gestiegen. Jeder Dritte begeht Fahrerflucht

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Weniger Tote und Schwerverletzte auf Frankfurter Straßen und den umliegenden Autobahnen, dafür aber mehr Leichtverletzte. Zu diesem Ergebnis kommt die polizeiliche Auswertung aller Unfälle des vergangenen Jahres (siehe Grafik). Den Verkehrsbericht 2014 hat das Frankfurter Polizeipräsidium am Montag vorgestellt.

Dass im Vergleich zum Vorjahr vier Prozent mehr Menschen im Straßenverkehr verunglückt sind, erklärte Polizeivizepräsident Walter Seubert mit dem insgesamt wachsenden Verkehrsaufkommen. Die Zahl der Pendler steige. Am Tage werde Frankfurt zur Millionenstadt. Als positiv hob Seubert hervor, dass rund 50 Prozent weniger Menschen ums Leben gekommen seien. Diese erfreuliche Entwicklung stehe dem Trend in Hessen entgegen.

Im Stadtgebiet sei die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten so niedrig wie nie seit Beginn der Zählung im Jahr 1953, führte Dieter Herberg von der Verkehrssicherheit der Polizei aus. Auf den Autobahnen seien es die wenigsten Verkehrstoten seit 13 Jahren. Polizei-Vize Seubert machte diese Entwicklung an der Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei fest, die in Kooperation mit der Stadt die Unfallschwerpunkte analysiere und durch Blitzer und bauliche Änderungen entschärfe. Die Hauptursache für Unfälle sei nach wie vor zu hohe Geschwindigkeit, sagte Herberg.

Unfallverursacher flüchten oft

Die Tempoüberschreitungen gingen häufig einher mit zu geringem Abstand, dem Missachten von Vorfahrtsregeln und Fahren über rote Ampeln. Auffällig oft flüchteten die Unfallverursacher. Jeder Dritte fahre unerlaubt davon, so Herberg. Gerade bei leichten Blechschäden, die beim Anrempeln im Parkhaus entstehen könnten, sei dies so.

Das könne „fiskalische Gründe“ haben, um keinen Schaden bei der Versicherung melden zu müssen. Aber auch Unwissenheit sei als Ursache zu nennen. Viele wüssten nicht, dass sie nach dem Unfall zumindest einen Zettel mit dem Namen, der Anschrift und Telefonnummer hinterlassen müssten. Trotz der häufig begangenen Fahrerflucht kläre die Polizei einen hohen Anteil der Unfälle auf. Bei solchen mit schweren Folgen liege die Quote bei 65 Prozent. Neben unerlaubtem Entfernen vom Unfallort und zu hohem Tempo will die Polizei in diesem Jahr stärker über Fahren unter Drogen- und Alkoholeinfluss informieren. Fünf Prozent aller in Frankfurt Verunglückten seien infolge einer Rauschfahrt zu Schaden gekommen, berichtete Seubert. Dabei dominierten Trunkenheitsfahrten.

Von den vier Menschen, die auf den Autobahnen ums Leben gekommen seien, seien drei als Fußgänger unterwegs gewesen, sagte Herberg. Die steigende Zahl von Verletzten auf den Autobahnen führte er auch auf Baustellen zurück. So seien an der Dauerbaustelle auf der A 661 in Höhe des Riederbruchs und der Großbaustelle der A 3 zwischen Offenbach und Hanau ungewöhnlich viele Unfälle passiert. Breitere Fahrspuren oder eine verringerte Geschwindigkeit könnten helfen, die Zahl der Unfälle an diesen Stellen zu vermindern, sagte Herberg. Die Polizei sei mit der hessischen Straßenbaubehörde Hessen Mobil darüber im Gespräch.

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