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Vilbel
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24. Januar 2013

Asylbewerber Bad Vilbel: Stadt soll Flüchtlings-Unterkünfte suchen

 Von Nina Nickoll
Die Stadt Bad Vilbel sucht nach geeigneten Unterkünften für Flüchtlinge. (Symbolbild) Foto: dpa

Das Bad Vilbeler Parlament beauftragt den Magistrat einstimmig, nach geeigneten Standorten für Flüchtlingsunterkünfte zu suchen. Dabei werden auch Grundstücke in Betracht gezogen, auf denen Container aufgestellt werden können.

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Der Magistrat soll überprüfen, wo in Bad Vilbel Flüchtlinge untergebracht werden können. Darauf haben sich die Fraktionen am Dienstagabend im Stadtparlament verständigt. Geeignete Standorte sollen dem Wetteraukreis angeboten werden. Er hatte die Kommunen in den vergangenen Monaten mehrfach aufgefordert, geeignete Räume und Flächen zur Verfügung zu stellen.

Laut Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) kann die Stadt Flächen freistellen, die der Kreis dann kaufen und bebauen kann. Die Vilbeler Baugenossenschaft für Bauen und Wohnen und das Wohnungsamt hätten dem Magistrat mitgeteilt, dass aktuell keine Wohnungen leer stünden.

Als nächstes wird die städtische Liegenschaftsverwaltung jetzt geeignete Standorte suchen, sagte Stadtsprecher Bastian Zander auf Nachfrage der FR. Ausschau gehalten werde sowohl nach Immobilien wie auch nach Grundstücken, auf denen Container aufgestellt werden können. Container seien aber „nur Ultima Ratio“, so Zander.

Eine andere Option wäre, dass Bürger privaten Wohnraum zur Verfügung stellen, wie zum Beispiel in Butzbach. Dort wird das ehemalige Verwaltungsgebäude der Firma Pintsch Bamag zum Flüchtlingsheim mit 48 Plätzen umgebaut. Egal ob privat oder städtisch – wo am Ende Asylunterkünfte entstehen sollen, entscheidet der Kreis. Wer Räume anbieten möchte, kann sich bei Zander oder beim Sozialdezernent des Wetteraukreises Helmut Betschel-Pflügel (Grüne) melden.

SPD und Grüne kritisierten, dass sich die Stadt beim Thema der Verantwortung entziehe. SPD-Fraktionschef Walter Lochmann forderte eine Willkommenskultur für Flüchtlinge in der Stadt. Die erkenne er bisher nicht.

Moderne Container sind auch für die Grünen eine Alternative zu schlecht erhaltenen Gebäuden, sagte Christan Kolb (Grüne). Es müsse vermieden werden, dass sie als Ghettos wahrgenommen würden, so Kolb. CDU-Chef Tobias Utter sagte, dass Container nur dort möglich seien, wo es Wasser- und Stromanschlüsse gebe.

Betschel-Pflügel hatte vergangene Woche berichtet, dass in der ersten Hälfte dieses Jahres 219 Flüchtlinge aus dem Nahen und Mittleren Osten im Wetteraukreis unterkommen müssten, rund 50 mehr als im ersten Halbjahr 2012. Akute Not gebe es bei der Suche zur Zeit nicht, von Entspannung wolle er diesbezüglich allerdings auch nicht sprechen.

Kontakt: Sozialdezernent Helmut Betschel-Pflügel ist unter der Nummer 06031/83 5010 zu erreichen, Sprecher Bastian Zander unter 06101/602201 oder per E-Mail: bastian.zander@bad-vilbel.de.

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