Vilbel
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21. Januar 2013

AWO-Schuldnerberatung: Hilfe, wenn es eng wird

AWO-Schuldnerberatung zieht Bilanz für 2012 – und warnt vor Anbietern im Internet.

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Frühzeitig Unterstützung suchen – das sei wichtig. „Wenn man merkt, dass es eng wird“, helfe oft schon ein rechtzeitiges Gespräch, „um die Weichen neu zu stellen und dem Schuldner Wege aus der Krise aufzuzeigen“, betont Jacques Indemans, einer der Berater im Führungsteam der Schuldnerberatung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bad Vilbel. „Doch leider kommen viele Menschen erst viel zu spät zu uns.“

Ob zu spät oder noch rechtzeitig: Etwa 80 Hilfesuchende hätten sich 2012 per Telefon (0176/51007904) oder Internet (info@schuldnerberatung-badvilbel.de) an die Haushalts- und Schuldnerberatung der AWO gewandt, heißt es in einer Mitteilung der Einrichtung. 14 Menschen habe bereits bei „der telefonischen Kontaktaufnahme“ geholfen werden können, 64 seien zu Gesprächen gekommen, bilanziert Ursula Bergmann, Leiterin der Schuldnerberatung. Jeweils montags von 9 bis 10 Uhr und mittwochs von 13 bis 14 Uhr bieten zwei der derzeit 18 ehrenamtlichen Beraterinnen und Berater im Haus der Begegnung, Marktplatz 2, eine Sprechstunde an.

Viele Klienten hätten schon „böse Erfahrungen mit unseriösen Schuldnerberatungen, die sie im Internet gefunden haben, gemacht“. Diese kassierten hohe „Gebühren“ im Voraus, um dann nie wieder von sich hören zu lassen. So verschärfe sich die Misere der Verschuldeten, da oftmals auch kostbare Zeit verstreiche, schildert Annette Jost, die ebenfalls im Führungsteam mitarbeitet, die Situation. „Wir wünschen uns, dass unser kostenloses Angebot zur Haushaltsberatung in Zukunft noch stärker angenommen wird.“ Das Jonglieren mit Ratenzahlungen, Kreditkarten und überzogenen Konten könne schnell unübersichtlich werden.

Die AWO-Schuldnerberatung wolle helfen, bevor aus Mahnungen Mahnbescheide würden. Gern helfe man auch jungen Menschen in der ersten eigenen Wohnung bei der Finanzplanung. (myk.)

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