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Vilbel
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27. April 2015

Bad Vilbel: Ein ganzes Musical für die Biene

 Von 
Die Ammenbienen wiegen den Nachwuchs.  Foto: Rolf Oeser

Liedermacherin Tanja Tahmassebi-Hack macht Naturschutz mit Musik. Während der Uraufführung des Bienen-Musicals gibt es beim Bienenaktionstag zahlreiche weitere Aktionen des Imkervereins.

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"Links herum, links herum, dann wieder rechts herum, rechts herum. Und sie wackelt mit dem Po, wackelt mit dem Po – ja der Bienentanz geht so“, singen die Kinder bei der Uraufführung des neuen Bienen-Musicals von Liedermacherin Tanja Tahmassebi-Hack im Kurhaus Bad Vilbel. Dazu drehen sie sich um sich selbst. Und das Publikum klatscht im Takt mit.

Draußen gibt es derweil beim Bienenaktionstag zahlreiche weitere Aktionen des Imkervereins.

Die Melodien des etwa 45 Minuten langen Stücks sind eingängig, die Texte einfach. Und sie geben zentrale Themen des Bienenlebens und der Hierarchie im Bienenstock wieder. Die Lieder sollen Spaß machen, aber auch Bewusstsein schaffen, sagt Tahmassebi-Hack, sie sieht ihre Musik als Beitrag für den Naturschutz.

Erlernt haben die 26 Kinder auf der Bühne Lieder und Tänze in einer Projektwoche des Imkervereins Bad Vilbel. Zur Aufführung am Samstag sind knapp 200 Zuschauer gekommen – das Große Café ist fast voll. Am Ende ist das Publikum begeistert und fordert laut nach einer Zugabe.

Tahmassebi-Hack, die das Musical komponiert hat, ist seit etwa zwei Jahren im Verein und imkert seit einem Jahr auch selbst. Als Musikerin machte sie sich dann auf die Suche nach Liedern über Bienen, die sie mit ihrem Kinderchor singen könnte. Doch außer „Biene Maja“ und „Summ, summ, summ“ sei sie nicht fündig geworden. Im November 2014 kam ihr dann die Idee, ein Bienen-Musical zu schreiben. Seitdem hat die Musikpädagogin viel Arbeit in das Kinderstück gesteckt.

Sie hat Wissenswertes über Bienen zu eingängigen Liedzeilen gemacht und dazu Melodien komponiert. Und für Kundschafterbiene, Königin, Wächterbiene, Putzbienen und Ammenbienen Lieder und Dialoge geschrieben. Dabei stehen nicht einzelne Lieder nebeneinander, sondern ein in sich geschlossenes Stück. Auch musikalisch, betont Tahmassebi-Hack, sei das Stück „komplett durchkomponiert“.

Konzipiert ist das Musical auch zum Nachmachen – Tahmassebi-Hack hat mit dem Chor Zauberkürbis eine CD aufgenommen. Außerdem gibt es ein Liederbuch, das neben den Liedern auch die Sprechtexte und Regieanweisungen enthält.

„Ich möchte zeigen, dass man ein Musical in kurzer Zeit einstudieren kann“, sagt sie. In der Projektwoche hatten die Musikpädagogin und drei weitere Betreuer vier Vormittage Zeit. In dieser Zeit wurde im Kurhaus gebastelt, Kostüme geschnitten, gesungen und getanzt – und viel über die Biene gelernt.

„Man fühlt sich wirklich wie eine Biene“, sagt die achtjährige Sara Matijasevic, der das Projekt viel Spaß gemacht hat. Die Texte, sagt sie, habe sie schnell gelernt. Weil die Musik wie ein Ohrwurm sei. „Das geht einem nicht mehr aus dem Kopf“, sagt Sara. Und so mag es auch dem ein oder anderen Erwachsenen gehen.

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