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22. Januar 2013

Degenfeld'sches Schloss Karben: Bald wird saniert und umgebaut

 Von Detlef Sundermann
Bald soll mit Fassaden-Sanierung des Degenfeld'schen Schlosses in Karben begonnen werden. Foto: ROLF OESER

Der Verkauf des Degenfeld'schen Schlosses ist besiegelt. Eine Investorengemeinschaft aus Privatleuten in der Stadt hat unterzeichnet. Bereits im Sommer soll mit der Sanierung der Fassade begonnen werden.

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Brautleute, die sich künftig im Trauzimmer des Degenfeld’schen Schlosses das Ja-Wort geben, können bald auf eine hübschere Kulisse für das Erinnerungsfoto hoffen. Gestern hat der Magistrat den Kaufvertrag mit einer Investorengemeinschaft aus Privatleuten in der Stadt unterzeichnet. Mit der Sanierung der maroden Schlossfassade soll im Sommer begonnen werden. Der umstrittene Verkauf ist aus Sicht des Magistrats unausweichlich. Der Stadt fehlen die 2,6 Millionen Euro für Sanierung und Umbau.

„Die Tinte ist noch nicht trocken“, betonte Stadtrat Otmar Stein (CDU), um die Aktualität des Ereignisses besonders zu unterstreichen. Zu seiner zufriedenen Miene trug auch bei, dass das Areal, auf dem zurzeit sieben Gebäude stehen, nicht einem Renditehai in die Hände fiel, sondern offenbar gut beleumundeten Karbener Bürgern. „Es sind Menschen, die wir greifen können, die ihre Reputation zu wahren haben“, sagte Stein.

Ein Teil der fünfköpfigen Investorengemeinschaft war gestern bei der Konzeptvorstellung anwesend, darunter die freie Architektin Verena Kunad-Riederer, sie ist Mitglied im Arbeitskreis Dorferneuerung Groß-Karben. Was dort an Ideen zu Papier gebracht worden ist, trägt auch ihre Handschrift. „Das Konzept entspricht dem, was im Arbeitskreis diskutiert worden ist.“

Bestand hat damit das Museum. In den angestammten Räumen können auf 450 Quadratmetern, verteilt auf zwei Etagen, und in der ebenso großen Wagenhalle die Exponate weiterhin präsentiert werden. Überdies kann das Standesamt den Saal als Trauzimmer nutzen. Ebenso bleibt vorerst der Jugendraum erhalten. Die Stadt mietet die Räumlichkeiten für zunächst 15 Jahre. Dafür überweist sie den neuen Schlossherren 50000 Euro Miete im Jahr.

Im Nordflügel, der zurzeit wegen seiner hohen Sanierungsbedürftigkeit ungenutzt ist, sollen fünf bis sechs Wohnungen in der Größe von 50 bis 110 Quadratmetern entstehen, sagte Kunad-Riederer. Sie sprach von einem gehobene Standard. Etwas teuer könnte die Miete für bis zu vier Wohnungen im Neubau ausfallen, der auf der Fläche hochgezogen werden soll, wo die Garagen des DRK stehen. Laut Stein sei die Stadt mit der Organisation im Gespräch wegen zweier Ausweichquartiere.

Die 18 Mieter in dem Wohnhaus auf dem Gelände brauchen sich nicht nach einer anderen Bleibe umzusehen; die Übernahme der Mietverträge ist Bestandteil des Kaufvertrags. Auf der Rückseite des Hauses soll ein Aufzug installiert werden, der zu den Laubengängen der Etagen fährt, um einen barrierefreien Zugang zu den Wohnungen zu schaffen.

Auch in den Wohnungen seien Modernisierungen nicht ausgeschlossen. Die damit verbundene Mieterhöhung soll angemessen ausfallen, so die Architektin. Das Wohngebäude gegenüber soll mindestens fünf Jahre unberührt bleiben; es drängen andere Aufgaben, die vertraglich fixiert sind. Die Schlossfassade muss in 20 Monaten saniert, der Nordflügel in 36 Monate bezugfertig sein.

Das Gelände soll der Öffentlichkeit weiter zugänglichbleiben. Dazu sollen ein Café im Torhaus und Räume für kulturelle Angebote entstehen.

Der Verkaufserlös soll laut Stein im siebenstelligen Bereich und insgesamt über den Erwartungen liegen. Das Geld geht an die städtische Immobiliengesellschaft, damit ein Mehrparteienwohnhaus mit „sozialer Komponente“ gebaut werden kann. Mit dem Degenfeld’schen Schloss werde kein Tafelsilber verscherbelt, sondern eine Gegenfinanzierung vorgenommen, reagierte Stein auf die Kritik der Gegner.

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